Langzeitbelichtung am Weststrand Fischland-Darß. Eigenes Foto: Stefan Strößenreuther; zum Vergrößern in einem neuen Tab öffnen.
Eine Langzeitbelichtung mit ND-Filter verlängert die Belichtungszeit bei Tageslicht gezielt. Ein externer GOSSEN-Belichtungsmesser misst die unveränderte Szene; der Lichtverlust des Neutraldichtefilters wird anschließend genau einmal als Korrekturwert oder rechnerisch berücksichtigt.
Kurzantwort: Zuerst ohne Filter messen, dann ND-Stufen beziehungsweise Verlängerungsfaktor einrechnen, erst danach den Filter montieren und auslösen. Bei Digitalaufnahmen folgt die Histogramm- und Lichterkontrolle; bei Film zusätzlich die Reziprozitätskorrektur des konkreten Films.
| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-ZUB-GOS-03 |
| Titel | Langzeitbelichtung mit ND-Filtern und GOSSEN-Belichtungsmesser |
| Bereich | Ausrüstung – Zubehör – Belichtungsmesser – GOSSEN |
| Dokumentenart | Praxisanleitung |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 3.0 |
| Stand | 02.08.2026 |
| Dokumentenstatus | Öffentlich – redaktionell geprüft |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Geltungsbereich | Digitale und analoge Langzeitbelichtung mit Neutraldichtefiltern und externen Belichtungsmessern |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Zubehoer/Belichtungsmesser/Gossen/FW-ZUB-GOS-03_Langzeitbelichtung_mit_ND-Filtern |
| Technischer Prüfstand | Aktuelle GOSSEN-Produktseiten für DIGIPRO F2, SIXTOMAT F2 und DIGISIX 2, Einsatzbereich ND-Langzeitfotografie sowie STARLITE-2-Anleitung im Bereich ältere Geräte; geprüft am 02.08.2026 |
| Nächste Prüfung | 02.02.2027 oder bei Produkt-, Funktions-, Anleitungs- beziehungsweise Linkänderung |
| SEO-Titel | Langzeitbelichtung mit ND-Filtern und GOSSEN-Belichtungsmesser |
| Meta-Beschreibung | Langzeitbelichtung mit ND-Filtern richtig berechnen: GOSSEN STARLITE 2, DIGIPRO F2, SIXTOMAT F2 und DIGISIX 2, Filterfaktoren, Bulb und Film-Reziprozität. |
| Wiki.js-Tags | langzeitbelichtung, nd filter, gossen belichtungsmesser, starlite 2, digipro f2, graufilter, reziprozität |
Der Neutraldichtefilter – auch Graufilter genannt – reduziert die Lichtmenge vor dem Objektiv, ohne die Bildfarben im Idealfall sichtbar zu verändern.
Typische Bildwirkungen sind:
Ein externer GOSSEN-Belichtungsmesser erleichtert die Arbeit, weil die Szene ohne montierten Filter gemessen und der Filterfaktor anschließend als Korrektur berücksichtigt werden kann. Einige GOSSEN-Modelle zeigen daraus direkt die verlängerte Zeit an.
Kernaussage: Der externe Belichtungsmesser misst normalerweise nicht durch den Filter am Objektiv. Deshalb wird zunächst ohne ND-Filter gemessen. Danach wird dessen Lichtverlust im Messgerät oder rechnerisch zur Belichtungszeit addiert.
Die kamerainterne TTL-Messung misst durch den montierten Filter. Das ist bequem, kann aber bei sehr dichten ND-Filtern an Grenzen stoßen:
Ein externer GOSSEN misst die unveränderte Szene. Der ND-Faktor wird anschließend kontrolliert eingerechnet. Vorteile:
Der GOSSEN ersetzt allerdings nicht:
Bei ND-Filtern werden drei verschiedene Schreibweisen verwendet. Das führt leicht zu Fehlern.
| Lichtreduktion | Verlängerungsfaktor | optische Dichte | häufige Bezeichnung |
|---|---|---|---|
| 1 Stufe | 2× | ND 0,3 | ND2 |
| 2 Stufen | 4× | ND 0,6 | ND4 |
| 3 Stufen | 8× | ND 0,9 | ND8 |
| 4 Stufen | 16× | ND 1,2 | ND16 |
| 5 Stufen | 32× | ND 1,5 | ND32 |
| 6 Stufen | 64× | ND 1,8 | ND64 |
| 7 Stufen | 128× | ND 2,1 | ND128 |
| 8 Stufen | 256× | ND 2,4 | ND256 |
| 9 Stufen | 512× | ND 2,7 | ND512 |
| 10 Stufen | ungefähr 1.000× | ND 3,0 | ND1000 |
| 15 Stufen | ungefähr 32.000× | ND 4,5 | ND32000 |
Achtung: ND8 meint normalerweise Faktor 8 und damit drei Stufen. ND 0,8 wäre dagegen eine optische Dichte und entspräche nicht exakt demselben Wert. Deshalb sollte im Aufnahmeprotokoll immer zusätzlich die Zahl der Blendenstufen notiert werden.
Bei Angabe in Blendenstufen:
Neue Zeit = Ausgangszeit × 2^Blendenstufen
Bei bekanntem Verlängerungsfaktor:
Neue Zeit = Ausgangszeit × Filterfaktor
Bei optischer Dichte:
Blendenstufen = optische Dichte ÷ 0,3
Filterfaktor = 10^optische Dichte
Die Bezeichnung ND1000 ist gerundet. Zehn exakte Verdopplungen ergeben Faktor 1024. Der Unterschied beträgt nur ungefähr 0,03 EV und ist in der Praxis meist unbedeutend.
Blendenstufe, optische Dichte und Marktbezeichnung müssen auseinandergehalten werden. Eigene technische Lehrgrafik des Fotografen-Wikis; zum Vergrößern in einem neuen Tab öffnen.
Marktname nicht mit Stufen verwechseln: ND8 bedeutet üblicherweise Faktor 8 und damit drei Stufen. Für reproduzierbare Aufzeichnungen immer zusätzlich die tatsächliche Zahl der Blendenstufen notieren.
Die Tabelle arbeitet mit exakten Verdopplungen pro Stufe. Werte sind praxisgerecht gerundet.
| Messung ohne Filter | +3 Stufen / ND8 | +6 Stufen / ND64 | +10 Stufen / ND1000 | +15 Stufen |
|---|---|---|---|---|
| 1/1000 s | 1/125 s | ca. 1/15 s | ca. 1 s | ca. 33 s |
| 1/250 s | ca. 1/30 s | ca. 1/4 s | ca. 4 s | ca. 2 min 11 s |
| 1/125 s | ca. 1/15 s | ca. 1/2 s | ca. 8 s | ca. 4 min 22 s |
| 1/60 s | ca. 1/8 s | ca. 1 s | ca. 17 s | ca. 9 min 6 s |
| 1/30 s | ca. 1/4 s | ca. 2 s | ca. 34 s | ca. 18 min 12 s |
| 1/8 s | 1 s | 8 s | 2 min 8 s | 1 h 8 min |
| 1/2 s | 4 s | 32 s | 8 min 32 s | 4 h 33 min |
| 1 s | 8 s | 1 min 4 s | 17 min 4 s | 9 h 6 min |
Die Tabelle ist ein rechnerischer Ausgangspunkt. Bei Film kommt gegebenenfalls noch die Reziprozitätskorrektur hinzu. Bei rasch wechselndem Licht kann die tatsächlich passende Zeit ebenfalls abweichen.
| Modell | Messcharakteristik | angezeigte Belichtungszeiten | Korrektur | Besonderheit für ND |
|---|---|---|---|---|
| STARLITE 2 – älteres Gerät | Lichtmessung, 1° und 5° Objektmessung | bis 60 min | ±9,9 EV; Faktor 1 bis 955 | fast zehn Stufen direkt abbildbar; tatsächlicher Filterfaktor messbar |
| DIGIPRO F2 | Lichtmessung, Objektmessung ca. 25° | bis 60 min | neuere Geräte ±9,9 EV; Faktor laut Datenblatt 1 bis 240 | aktuelles Modell; GOSSEN nennt ND-Langzeitfotografie als Einsatzgebiet |
| SIXTOMAT F2 | Lichtmessung, Objektmessung ca. 25° | bis 60 min | neuere Geräte ±9,9 EV; Faktor laut Datenblatt 1 bis 240 | ähnliche ND-Funktion wie DIGIPRO F2 |
| DIGISIX 2 | Lichtmessung, Objektmessung ca. 25° | bis 4 min | ±3 EV | separater Timer von 1 s bis 30 min; starke Filter manuell berechnen |
| DIGIFLASH 2 | wie DIGISIX 2 plus Blitz | bis 4 min | ±3 EV | Timer bis 30 min; starke Filter manuell berechnen |
GOSSEN nennt für neuere Geräte ab Oktober 2019 beziehungsweise Seriennummern beginnend mit 9D… einen Korrekturbereich von ±9,9 EV. In derselben technischen Übersicht wird der Verlängerungsfaktor jedoch nur mit 1 bis 240 angegeben – das entspricht knapp acht Stufen.
Für einen Filter mit zehn Stufen sollte deshalb:
Der STARLITE 2 nennt einen Verlängerungsfaktor bis 955. Damit liegt er praktisch am Faktor 1000 eines Zehn-Stufen-Filters.
Aktuelle und ältere GOSSEN-Geräte besitzen unterschiedliche Mess- und Korrekturgrenzen. Eigene technische Lehrgrafik des Fotografen-Wikis; zum Vergrößern in einem neuen Tab öffnen.
STARLITE 2 richtig einordnen: GOSSEN führt das Gerät unter „Ältere Geräte“. Anleitung und Funktionen bleiben dokumentiert, aber aktuelle Lieferbarkeit, Reparatur, Kalibrierung und Zubehör müssen vor Kauf oder Serviceauftrag direkt geprüft werden.
Die Auswahlhilfe filtert die vier hier zentral behandelten Geräte. Sie ersetzt weder die Anleitung des konkreten Geräts noch die Prüfung von Seriennummer, Firmwarestand, Messbereich und tatsächlichem Filterfaktor.
4 von 4 GOSSEN-Modellen
| Status | Objektmessung | Korrektur/Faktor | ND-Praxis | |
|---|---|---|---|---|
| STARLITE 2 | älteres Gerät | 1° und 5° | ±9,9 EV; Faktor bis 955 | nahe ND1000 direkt; Anleitung und Gerät prüfen |
| DIGIPRO F2 | aktuelle Produktseite | ca. 25° | ±9,9 EV ab 9D…; Faktor bis 240 | starke Filter zusätzlich rechnerisch prüfen |
| SIXTOMAT F2 | aktuelle Produktseite | 25° | ±9,9 EV ab 9D…; Faktor bis 240 | starke Filter zusätzlich rechnerisch prüfen |
| DIGISIX 2 | aktuelle Produktseite | ca. 25° | ±3 EV; Anzeige bis 4 min | ND64/ND1000 rechnen; Timer bis 30 min nutzen |
| Kein passendes GOSSEN-Modell gefunden. Filter ändern oder zurücksetzen. | ||||
Technische Voraussetzung: Suche, Filter und Sortierung benötigen den zentral eingebundenen Baustein für filterbare Tabellen. Ohne JavaScript bleibt die vollständige Vergleichstabelle sichtbar und lesbar.
Doppelte Korrektur vermeiden: Entweder den ND-Verlust im GOSSEN als COR-Wert eingeben oder die Ausgangszeit manuell multiplizieren. Werden beide Verfahren gleichzeitig angewendet, ist die Aufnahme um den Filterwert zu lange belichtet.
Der STARLITE 2 eignet sich besonders gut, wenn vor der Langzeitbelichtung kleine Motivbereiche oder der Kontrastumfang gemessen werden sollen.
Beispiel:
f/11 bei 1/30 sf/11 bei 34 sMit seinem angegebenen Faktor 955 zeigt der STARLITE 2 für einen nominellen ND1000 praktisch denselben Wert an. Für eine exakte Dokumentation kann die geringe Differenz manuell berücksichtigt werden.
Bei einer Meereslandschaft lassen sich beispielsweise separat messen:
Der ND-Filter verändert anschließend alle Tonwerte um denselben nominellen Betrag. Der gemessene Motivkontrast bleibt grundsätzlich gleich; nur die benötigte Zeit wird länger.
Der aktuelle DIGIPRO F2 und der SIXTOMAT F2 zeigen Belichtungszeiten bis 60 Minuten an. Beide können Korrekturwerte eingeben und unter konstantem Licht auch messen.
COR anwählen.Bei zehn oder fünfzehn Stufen kann die zweite Messung unterhalb des Messbereichs liegen. Dann ist eine helle, konstante Testfläche oder eine rechnerische Bestimmung zuverlässiger.
Nicht verwechseln: Der DIGIPRO F2 besitzt nur eine relativ breite Objektmessung von ungefähr 25°. Für kleine Motivbereiche ist der 1°-Spot des STARLITE 2 genauer.
DIGISIX 2 und DIGIFLASH 2 besitzen einen Korrekturbereich von lediglich ±3 EV. Damit lässt sich ein ND8 mit drei Stufen direkt berücksichtigen. Für ND64, ND1000 oder stärkere Filter muss die Zeit manuell berechnet werden.
Ihr Vorteil ist der separate Timer:
Der Timer misst keine Belichtung. Er zählt nur die zuvor berechnete Zeit herunter.
Beispiel:
1/125 s8 sDer Nennwert ist ein guter Ausgangspunkt, aber nicht jeder ND-Filter reduziert das Licht exakt um die angegebene Zahl.
Mögliche Abweichungen:
Für jeden häufig verwendeten Filter ein eigenes Profil anlegen:
| Filter | Nennwert | gemessene Stufen | gemessener Faktor | Farbwirkung | Datum |
|---|---|---|---|---|---|
Den tatsächlichen Wert anschließend im GOSSEN speichern oder im Aufnahmeblatt vermerken.
Variable ND-Filter sollten in jeder wichtigen Stellung getestet werden. Markierungen wie MIN und MAX sind nicht immer exakte Belichtungswerte. In sehr starker Stellung können Kreuzmuster, ungleichmäßige Dichte und Farbverschiebungen auftreten.
Blendenstufen und optische Dichten werden addiert; Verlängerungsfaktoren werden multipliziert.
Beispiel:
8 × 64 = 512
Zusätzlich zu beachten:
Ein Grauverlaufsfilter wirkt nicht gleichmäßig über das ganze Bild und besitzt deshalb keinen einzigen Verlängerungsfaktor für die gesamte Aufnahme.
Digitale Sensoren besitzen keinen klassischen Schwarzschildeffekt. Dennoch entstehen bei langen Zeiten andere Probleme:
| Einstellung | Ausgangspunkt |
|---|---|
| Dateiformat | RAW/DNG |
| ISO | Basis-ISO oder niedrige Arbeits-ISO |
| Belichtungsmodus | M; über Zeitgrenze B/T/Bulb |
| Fokus | vor Filtermontage, danach MF |
| Weißabgleich | fester Wert oder Auto; RAW ermöglicht Korrektur |
| Auslösung | Fernauslöser, App oder 2-s-Selbstauslöser |
| Histogramm | Lichter und wichtige Tonwerte kontrollieren |
| Langzeit-Rauschminderung | bewusst ein- oder ausschalten; Wartezeit beachten |
Bei Leica M11 Monochrom oder Q3 Monochrom ist die Lichterkontrolle besonders wichtig. Ein reiner Monochromsensor besitzt keine getrennten Farbkanäle, aus denen ausgefressene Lichter teilweise rekonstruiert werden könnten.
Monochrom-Spitzlichter schützen: Histogramm und Lichterwarnung werden aus der kamerainternen Vorschau abgeleitet und sind nicht identisch mit den Rohdaten. Sie bleiben dennoch das wichtigste Feldsignal; unwiederholbare Motive mit Sicherheitsreihe aufnehmen.
Bei Film ist die mit ND-Filter berechnete Zeit häufig noch nicht die endgültige Belichtungszeit. Ab einer filmabhängigen Dauer reagiert die Emulsion nicht mehr proportional auf das Licht. Dieser Effekt heißt Reziprozitätsfehler oder Schwarzschildeffekt.
Beispiel:
1/8 s8 sEs gibt keine seriöse allgemeine Tabelle, die für Kodak TRI-X, Ilford FP4 Plus, Portra 400, Ektar 100 und Diafilm gleichermaßen gilt.
Filmkorrektur erst nach der ND-Rechnung: Zuerst die lineare ND-Zeit bestimmen, anschließend die Reziprozitätsangabe des konkret verwendeten Films darauf anwenden. Filmtyp, Emulsion und Prozess dürfen nicht pauschal zusammengefasst werden.
1/60 s bei f/111/60 × 64 ≈ 1,1 s1 s bei f/111/125 s bei f/81/125 × 32.768 ≈ 262 s4 min 22 s bei f/81/30 s bei f/111/30 × 1024 ≈ 34 s34 s bei f/111/4 s bei f/82 s| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Aufnahme viel zu dunkel | Filterfaktor nicht oder mit falschem Vorzeichen berücksichtigt | Stufen und Faktor prüfen |
| Aufnahme viel zu hell | Korrektur doppelt angewendet – GOSSEN und manuelle Rechnung | nur eine Methode verwenden |
| Zeit um mehrere Stufen falsch | ND8 mit acht Stufen verwechselt | ND8 bedeutet Faktor 8 und drei Stufen |
GOSSEN zeigt E oder Unterbereich |
Szene für gewählte Messart zu dunkel | ohne Filter messen, breitere Messung oder hellere Referenz |
| Farbverschiebung | Filter nicht neutral oder Weißabgleich | RAW, Referenzbild, Filterprofil |
| unscharfes Bild | nach Filtermontage neu fokussiert oder Fokus verschoben | vorab fokussieren und MF verwenden |
| helle Streifen oder Schleier | Lichtleck an Filterhalter, Sucher oder Kamera | Filterhalter abdichten, SLR-Sucher abdecken |
| Wolkenwirkung uneinheitlich | Licht ändert sich während langer Aufnahme | unmittelbar vorher neu messen und Reihe aufnehmen |
| Film deutlich unterbelichtet | Schwarzschildeffekt nicht berücksichtigt | Film-Datenblatt anwenden |
| GOSSEN bleibt nach der Serie falsch | COR-Korrektur nicht gelöscht | Korrektur auf null zurücksetzen |
Kein Sonnenfilter: Ein fotografischer ND-Filter ist kein zertifizierter Schutzfilter für direkte Sonnenbeobachtung. Niemals durch optischen Sucher, Spotmessersucher oder Objektiv ungeschützt in die Sonne blicken.
| Datum | Ort | Kamera/Film | Objektiv | ISO/EI | Blende | GOSSEN-Messung | ND-Filter | gemessene Dichte | ND-Zeit | Filmkorrektur | tatsächliche Zeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Nach der Aufnahme zusätzlich dokumentieren:
Ja. Er zeigt Zeiten bis 60 Minuten an, besitzt einen Korrekturbereich von ±9,9 EV und nennt Verlängerungsfaktoren bis 955. Das entspricht praktisch einem Zehn-Stufen-Filter.
Ja. GOSSEN führt die ND-Langzeitfotografie ausdrücklich als Einsatzbereich. Neuere Geräte unterstützen ±9,9 EV; das Datenblatt nennt allerdings nur Faktoren bis 240. Sehr starke Filter deshalb zusätzlich manuell kontrollieren.
Für die normale Aufnahme nicht. Gemessen wird ohne Filter; dessen Faktor wird danach eingegeben. Nur wenn die reale Filterwirkung bestimmt werden soll, wird unter konstantem Licht eine Referenzmessung ohne und eine zweite Messung mit Filter durchgeführt.
ND1000 ist eine gerundete Marktbezeichnung. Zehn exakte Stufen entsprechen Faktor 1024. Die Differenz ist praktisch sehr klein.
Theoretisch kann eine niedrigere ISO-Einstellung eine Verlängerung simulieren. Das ist jedoch fehleranfällig, erreicht bei starken Filtern schnell die Einstellgrenze und erschwert das Protokoll. Korrekturwert oder Zeitberechnung sind klarer.
Nein. Die Reziprozitätskorrektur ist filmabhängig und muss nach dem Datenblatt des konkret eingelegten Films angewendet werden.
Nicht zwingend. Für Filter außerhalb des Korrekturbereichs, gestapelte Filter, Geräte mit widersprüchlichen Faktorangaben oder sehr lange Zeiten ist eine zusätzliche Tabelle beziehungsweise Rechnerkontrolle sinnvoll.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 29.07.2026 | SEO-orientierte Praxisanleitung zur Langzeitbelichtung mit ND-Filtern und GOSSEN-Belichtungsmessern erstellt; ND-Umrechnung, Zeittabelle, STARLITE 2, DIGIPRO F2, SIXTOMAT F2, DIGISIX 2, DIGIFLASH 2, Digital- und Analogworkflow, Fehlerdiagnose und Aufnahmeprotokoll ergänzt. |
| 2.0 | 29.07.2026 | Aus dem allgemeinen Bereich Aufnahmetechniken in den Herstellerordner Ausrüstung/Zubehör/Belichtungsmesser/Gossen verschoben und Dokumenten-ID auf FW-ZUB-GOS-03 umgestellt. |
| 2.1 | 29.07.2026 | Kameraspezifische Praxisanleitung FW-ZUB-GOS-04 für Leica M11 und Q3 verknüpft. |
| 3.0 | 02.08.2026 | SEO und Herstellerstand aktualisiert, STARLITE 2 als älteres Gerät eingeordnet, orange Prüfampel, zwei eigene vergrößerbare SVG-Lehrgrafiken, filterbare Geräteauswahl, Warnhinweise, Bildregister sowie vollständige interne und externe Linkprüfung ergänzt. |