| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-SCH-NP-DE-02 |
| Titel | Müritz-Nationalpark – Hotspots und Fotoplanung |
| Bereich | Fotoorte – Deutschland – Schutzgebiete – Nationalparks |
| Dokumentenart | Fotoort- und Nationalpark-Detailseite |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 1.0 |
| Stand | 26.07.2026 |
| Dokumentenstatus | Entwurf |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Koordinatensystem | WGS 84, Dezimalgrad |
| Quellen- und Zugangsprüfung | 26.07.2026 |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Fotoorte/Deutschland/Schutzgebiete/Nationalparks/FW-SCH-NP-DE-02_Mueritz-Nationalpark |
Der Müritz-Nationalpark liegt in Mecklenburg-Vorpommern östlich der Müritz. Mit rund 32.200 Hektar beziehungsweise 322 Quadratkilometern ist er der größte deutsche Waldnationalpark. Er besteht aus den räumlich getrennten Teilgebieten Müritz und Serrahn.
Der Nationalpark schützt eine eiszeitlich geprägte Wald- und Seenlandschaft. Etwa 70 Prozent der Fläche sind Wald und rund 14 Prozent Wasser. Zum Gebiet gehören 107 Seen mit mehr als einem Hektar Fläche, zahlreiche kleinere Gewässer und mehr als 400 Moore. Am Ostufer der Müritz ist außerdem ein ungefähr 500 Meter breiter und zehn Kilometer langer Uferstreifen Bestandteil des Nationalparks.
Für Fotografen bietet das Gebiet alte Buchenwälder, Kiefernforste im natürlichen Umbau, Moore, Röhrichte, stille Seen, Morgennebel sowie gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Fischadlern, Seeadlern, Kranichen und Wasservögeln.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bundesland | Mecklenburg-Vorpommern |
| Gründung | 1. Oktober 1990 |
| Gesamtfläche | rund 32.200 ha / 322 km² |
| Exakter Wert im Nationalparkplan 2003 | 32.199 ha |
| Teilgebiet Müritz | 25.969 ha |
| Teilgebiet Serrahn | 6.230 ha |
| Waldanteil | rund 70 % |
| Wasseranteil | rund 14 % |
| Seen | 107 Seen über 1 ha sowie zahlreiche Kleingewässer |
| Moore | mehr als 400 |
| Wanderwege | rund 454 km |
| Radwege | rund 263 km |
| Wasserwanderstrecken | rund 27 km |
| Beobachtungseinrichtungen | 25 Plattformen, Türme und Sichtschirme |
| Zentrale Information | Nationalpark-Information Federow |
| Koordinaten Information Federow | 53.48336, 12.75941 |
Die aktuelle Nationalparkseite nennt die gerundete Fläche von 32.200 Hektar. Der Nationalparkplan von 2003 weist 32.199 Hektar aus. Beide Werte widersprechen sich daher nicht, sondern unterscheiden sich nur durch die Rundung.
| Jahr | Entwicklung |
|---|---|
| 1931 | Ausweisung des etwa 300 ha großen Naturschutzgebiets Müritzhof |
| 1949 | Erweiterung zum rund 5.000 ha großen Naturschutzgebiet „Ostufer der Müritz“ |
| 1971 | Ausweisung des Naturschutzgebiets Serrahn |
| 1989 | Bürgerproteste gegen die staatliche Jagdnutzung und für einen Nationalpark |
| 12.09.1990 | Beschluss des Nationalparkprogramms durch den Ministerrat der DDR |
| 01.10.1990 | Inkrafttreten der Nationalparkverordnung und Gründung des Müritz-Nationalparks |
| 2011 | Aufnahme der alten Buchenwälder von Serrahn in das UNESCO-Weltnaturerbe |
| bis 2018 | Beendigung der forstlichen Behandlung; Vorrang für die natürliche Waldentwicklung |
Die Koordinaten führen zu Informationsstellen, offiziellen Beobachtungseinrichtungen oder öffentlich zugänglichen Orientierungspunkten. Sie bezeichnen keine empfindlichen Nester, Brutplätze oder Schlafplätze. Saisonale Sperrungen, Beschilderung und Anweisungen der Nationalparkwacht haben immer Vorrang.
| Hotspot | Koordinaten | Fotografische Schwerpunkte | Geeignete Brennweiten |
|---|---|---|---|
| Nationalpark-Information Federow | 53.48336, 12.75941 | Einstieg, aktuelle Hinweise, Ausstellung und Fischadler-Nestkamera | 28–50 mm innen; Fernglas für die Planung |
| Fischadler-Sichtschirm bei Federow | 53.47839, 12.76790 | Fischadler zur Anwesenheitszeit, Flug- und Verhaltensaufnahmen | 400–600 mm |
| Beobachtungsstand Rederangsee | 53.46420, 12.75880 | Kraniche im Herbst, Seeadler, Abendstimmung und Silhouetten | 300–600 mm |
| Beobachtungsstand Warnker See | 53.46550, 12.70580 | Wasservögel, Röhricht, Spiegelungen und Morgennebel | 100–600 mm |
| Priesterbäker See – Aussichtsplattform | 53.43079, 12.84539 | Moorsee, Schilf, Waldkulisse und ruhige Landschaftsausschnitte | 35–300 mm |
| Käflingsbergturm | 53.42918, 12.85862 | Überblick über Wälder und Seen des Müritz-Teilgebiets | 24–90 mm |
| Nationalpark-Information Serrahn | 53.34461, 13.20452 | UNESCO-Buchenwald, Ausstellung „Im Reich der Buchen“, Waldstrukturen | 28–90 mm; Makro |
Federow ist ein guter Ausgangspunkt für den westlichen Nationalparkteil. In der Information können aktuelle Beobachtungsmöglichkeiten und Wegesperrungen erfragt werden. Ein etwa zwei Kilometer langer Weg führt zu einem offiziellen Beobachtungspunkt für Fischadler. Lange Brennweiten und ein Fernglas sind sinnvoll; der Sichtschirm darf nicht verlassen werden. Fischadler sind Zugvögel und nicht ganzjährig anzutreffen.
Im Herbst ist der Rederangsee für den abendlichen Einflug der Kraniche bekannt. Die Beobachtung erfolgt ausschließlich von freigegebenen Wegen beziehungsweise im Rahmen der jeweils geltenden Besucherlenkung. Für Bilder bei nachlassendem Licht sind ein lichtstarkes Teleobjektiv, kurze Belichtungszeiten und eine Kamera mit gut nutzbaren höheren ISO-Werten hilfreich. Exakte Schlafplätze werden nicht weitergegeben.
Am Warnker See stehen Wasservögel, Röhricht, Nebel und Spiegelungen im Mittelpunkt. Die Aussichtsplattform am Nordufer wurde 2026 nach Reparatur wieder freigegeben. Vor Ort ist zu prüfen, welcher Stand erreichbar ist und ob zeitweilige Einschränkungen bestehen.
Die Kombination aus Plattform am Priesterbäker See und Käflingsbergturm ermöglicht Detail- und Übersichtsaufnahmen. Am See eignen sich längere Brennweiten für Schilf, Wasservögel und gestaffelte Waldflächen. Vom Turm sind Weitwinkel bis leichtes Tele für Landschaftspanoramen sinnvoll. Öffnung und Zugänglichkeit des Turms müssen vor der Tour aktuell geprüft werden.
Die alten Buchenwälder von Serrahn gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Wald-Erlebnispfad führt von Zinow über Serrahn nach Dianenhof. Die einfache Strecke ist etwa 6,5 Kilometer lang; einschließlich Rückweg ergeben sich rund 10,5 Kilometer. Fotografisch interessant sind alte Baumgestalten, Totholz, Lichtinseln, Pilze und die jahreszeitliche Veränderung des Buchenwalds.
| Zeitraum | Motive und Bedingungen |
|---|---|
| März bis Mai | frisches Grün, Waldlicht, Amphibien, zurückkehrende Fischadler und ruhige Seen |
| Juni bis August | lange Tage, Röhrichte, Insekten, Wasservögel und starke Kontraste |
| September bis November | Kranichzug, Morgennebel, Herbstlaub, Pilze und kurze Lichtfenster |
| Dezember bis Februar | grafische Waldstrukturen, Raureif, Eis und stille Seen; erhöhte Gefahr durch Äste und glatte Wege |
Tierbeobachtungen sind meist am frühen Morgen und am Abend am ergiebigsten. Sichtungen sind dennoch nie garantiert.
Vor jeder Tour sind die interaktive Nationalparkkarte, aktuelle Meldungen, Wetter, Waldbrandgefahr, Wegesperrungen und die Fahrpläne der Nationalparkbusse zu prüfen. Nach dem Waldbrand im Juli 2026 wurden die Straßen und Wege laut Nationalparkamt am 23.07.2026 wieder freigegeben. Diese Information ist nur ein Stand zum 26.07.2026 und ersetzt keine aktuelle Prüfung.
| Thema | Link |
|---|---|
| Nationalparks in Deutschland | FW-SCH-NP-DE-01 öffnen |
| Schutzgebiete in Deutschland | FW-SCH-DE-01 öffnen |
| Kranich-Hotspots im Herbst | FW-ORT-KRA-DE-01 öffnen |
| UNESCO-Buchenwälder in Deutschland | FW-SCH-UNESCO-DE-01 öffnen |
| Fotoreise Norddeutschland | FW-TOU-DE-01 öffnen |
| Verhalten in Schutzgebieten | FW-RS-01-05 öffnen |
Die WGS-84-Koordinaten wurden mit den verlinkten OpenStreetMap-basierten Standortangaben und öffentlich ausgewiesenen Beobachtungspunkten abgeglichen. Sie dienen als Navigationshilfe. Maßgeblich sind die offizielle Nationalparkkarte, die Beschilderung und die aktuelle Besucherlenkung vor Ort.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 26.07.2026 | Detailseite zum Müritz-Nationalpark mit Gründung, Fläche, Landschaft, sieben Fotohotspots, WGS-84-Koordinaten, Fotoausrüstung, Schutzregeln und Quellen erstellt |