Objektive mit M-Bajonett werden nicht nur von Leica angeboten. Voigtländer, ZEISS, Thypoch, TTArtisan, 7Artisans, Meyer Optik Görlitz, Light Lens Lab, Laowa und weitere Hersteller ergänzen das M-System mit kompakten Weitwinkeln, lichtstarken Reportageobjektiven, modernen APO-Konstruktionen und bewusst klassischen Bildcharakteren. Auf dem Gebrauchtmarkt kommen unter anderem Konica-M-Hexanon-, Minolta-M-Rokkor- und Rollei-Objektive hinzu.
Diese Seite gibt eine Hersteller- und Marktübersicht. Die technische Prüfung von Messsucherkupplung, Sucherrahmen, 6-Bit-Codierung und manueller Profilwahl steht auf der ergänzenden Seite Fremdobjektive an Leica M.
Wichtig: Ein mechanisch passendes M-Bajonett garantiert weder eine Messsucherkupplung noch den richtigen Sucherrahmen, präzise Fokussierung oder eine optimale Abbildung an jedem digitalen Sensor.
Das Leica-M-Bajonett wurde 1954 mit der Leica M3 eingeführt. Im Handel werden dafür verschiedene Bezeichnungen verwendet:
Nicht gemeint sind:
Ein M39-/LTM-Objektiv wird erst durch einen geeigneten Adapter am M-Bajonett nutzbar. Es ist deshalb kein natives M-Bajonett-Objektiv.
| Hersteller beziehungsweise Marke | Status im Juli 2026 | Typische Objektive oder Reihen | Charakter und Schwerpunkt | Besonders prüfen |
|---|---|---|---|---|
| Voigtländer / Cosina | umfangreiches aktuelles VM-Programm | Color-Skopar, Ultron, Nokton, Heliar, APO-Lanthar, APO-Ultron | von sehr kompakt bis extrem lichtstark; moderne und klassische Ausführungen | Modellgeneration, Nahbereich, Sucherabschattung |
| ZEISS | offizielle ZM-Produktfamilie und Händlerangebot vorhanden | Biogon, C Biogon, Distagon, Planar, C Sonnar | hoher Kontrast, T*-Vergütung, klassische und moderne Rechnungen | Verfügbarkeit, Randfarbe bei Weitwinkel, Fokusshift beim C Sonnar |
| Thypoch | aktuelles M-Programm | Simera 21, 28, 35, 50 und 75 mm F1.4 | lichtstark, moderne Rechnung, teilweise Nahbereich unter 0,7 m | EVF unterhalb Messsuchergrenze, Größe, Fokuskalibrierung |
| TTArtisan | wechselndes Angebot preisgünstiger M-Objektive | beispielsweise M 28 mm F5.6; weitere Modelle modellbezogen prüfen | günstiger Einstieg, klassische Bedienung und teils besondere Lichtstärken | exakte Anschlussversion, Justage, Serienstreuung, Sucherrahmen |
| 7Artisans | neun Produkteinträge in der offiziellen M-Mount-Kollektion am 26.07.2026 | 28, 35, 50 und 75 mm; von F5.6 bis F1.1/F1.25 | preisgünstige, manuelle Objektive von kompakt bis extrem lichtstark | Lieferstatus, Modellgeneration, Messsucherjustage, Offenblend- und Gegenlichtleistung |
| Meyer Optik Görlitz | aktuelle Trioplan-, Primoplan-, Biotar- und Lydith-Ausführungen mit Leica-M-Anschluss | 30 bis 100 mm; von F3.5 bis F1.5 | historische Bildcharaktere, Seifenblasen-Bokeh und Swirl in modernen Fassungen | keine Messsucherkupplung; Live View oder EVF erforderlich |
| Light Lens Lab | aktuelle Kleinserien und Nachbauten historischer Rechnungen | 35 mm F2 Eight Element, 50 mm F2 sowie weitere klassische Reproduktionen | historische Bildwirkung, Messingausführungen und kleine Serien | Modell, Material, Lieferzeit, Service und Markenabgrenzung |
| Laowa / Venus Optics | einzelne aktuelle M-Ultraweitwinkel | 14 mm F4 FF RL Zero-D, 15 mm F2 Zero-D | sehr großer Bildwinkel, geringe Verzeichnung als Entwicklungsziel | keine passenden eingebauten Leuchtrahmen; Nahbereich unter 0,7 m |
| Konica | eingestellt, Gebrauchtmarkt | M-Hexanon 28, 35, 50 und 90 mm; weitere Sondermodelle | Objektive des Hexar-RF-Systems | Alter, Kalibrierung, Ersatzteile und genaue Version |
| Minolta | eingestellt, Gebrauchtmarkt | M-Rokkor 28 mm F2.8, 40 mm F2 und 90 mm F4 | kompakte Objektive aus dem CL-/CLE-Umfeld | Sucherrahmen, 40-mm-Bildfeld, Zustand und 28-mm-Linsenprobleme |
| Rollei | eingestellt, Gebrauchtmarkt | Objektive für Rollei 35 RF und verwandte M-Systeme | kompakte, teils von ZEISS beziehungsweise Voigtländer geprägte Lösungen | genaue Ausführung, Lieferumfang und Service |
| weitere Kleinserien | stark wechselnd | beispielsweise MS Optics, Funleader oder Mr. Ding | besondere Lichtstärken, historische Konzepte oder sehr kompakte Bauformen | Herstellerstatus, Messsucherkupplung, Rückgaberecht und Reparaturmöglichkeit |
Die Tabelle ist keine vollständige Markt- oder Modellliste. Bei kleinen Serien, regionalen Angeboten und älteren Objektiven kann sich die Verfügbarkeit kurzfristig ändern.
Voigtländer besitzt derzeit das breiteste Programm alternativer M-Bajonett-Objektive. Es reicht von kompakten Color-Skopar-Modellen über Ultron- und Nokton-Objektive bis zu apochromatisch korrigierten APO-Lanthar- und APO-Ultron-Konstruktionen.
| Reihe | Typischer Schwerpunkt |
|---|---|
| Color-Skopar | kompakt, leicht und häufig moderat lichtstark |
| Ultron | ausgewogenes Verhältnis aus Lichtstärke, Leistung und Größe |
| Nokton | hohe bis sehr hohe Lichtstärke |
| Heliar | klassische oder besonders kompakte Konstruktionen |
| APO-Lanthar / APO-Ultron | hohe Korrektur chromatischer Fehler und hohe Sensorauflösung |
Voigtländer verwendet für den Anschluss die Bezeichnung VM. Innerhalb einer Brennweite existieren teilweise mehrere Generationen mit abweichender optischer Rechnung, Bauform oder Fokussiergrenze. Die genaue Modellbezeichnung gehört deshalb immer in das persönliche Objektivregister.
ZEISS führt eine offizielle ZM-Familie für Vollformatkameras mit Leica-M-Bajonett. Die Herstellerübersicht nennt unter anderem:
Die tatsächliche Lieferbarkeit unterscheidet sich nach Modell und Markt. Einige ZM-Objektive werden im offiziellen Shop als nicht verfügbar angezeigt, obwohl sie weiterhin in der Produktfamilie dokumentiert sind.
ZEISS ZM-Objektive im Fotografen-Wiki öffnen
Die aktuelle Simera-Reihe umfasst nach Herstellerangaben 21, 28, 35, 50 und 75 mm mit Lichtstärke F1.4. Sie verbindet moderne optische Konstruktionen mit einer klassischen manuellen Bedienung.
Besonders zu beachten:
Die Simera-C-Reihe verwendet ebenfalls M-Mount, ist aber als Cine-Serie mit Zahnkränzen, langem Fokusweg und anderen Anforderungen ausgelegt. Sie ist nicht mit einem kompakten Messsucherobjektiv gleichzusetzen.
Beide Marken bieten beziehungsweise boten manuelle M-Bajonett-Objektive in vergleichsweise günstigen Preisbereichen an. Der ähnlich klingende Name bedeutet nicht, dass es sich um denselben Hersteller handelt.
Für 7Artisans steht eine eigene, technisch und praktisch vertiefte Herstellerseite zur Verfügung:
7Artisans M-Bajonett-Objektive öffnen
Sie enthält das recherchierte M-Programm, technische Daten ausgewählter Modelle, Hinweise zu M-/L39-Ausführungen, Messsucherkupplung, Fokuskalibrierung sowie unabhängige Testauswertungen zum 35 mm F2.8 und 75 mm F1.25 II.
Der günstige Preis ersetzt keine Fokus- und Dezentrierungsprüfung. Umgekehrt darf ein niedriger Preis nicht automatisch mit schlechter Bildqualität gleichgesetzt werden.
Meyer Optik Görlitz bietet seine aktuellen Charakterobjektive auch mit nativem Leica-M-Anschluss an. Die Leica-M-Ausführungen sind laut Hersteller jedoch nicht messsuchergekoppelt. Sie eignen sich daher vor allem für digitale M-Kameras mit Live View oder elektronischem Sucher. An analogen M-Kameras bleiben Zonenfokus oder eine extern bestimmte Entfernung.
Meyer Optik Görlitz mit Leica-M-Bajonett öffnen
Light Lens Lab fertigt Neuinterpretationen beziehungsweise möglichst genaue Reproduktionen historischer optischer Rechnungen. Die offizielle Herstellerseite nennt unter anderem das 35 mm F2 „Eight Element“ und verschiedene 50-mm-Konstruktionen.
Diese Objektive richten sich weniger an einen rein technischen Vergleich moderner MTF-Leistung als an Fotografen, die eine bestimmte historische Bildwirkung und mechanische Ausführung suchen.
Zu prüfen sind:
Ein Nachbau ist kein originales historisches Leica-Objektiv und sollte im Archiv eindeutig unter Hersteller und Modell erfasst werden.
Laowa bietet einzelne extreme Weitwinkel für Leica M an. Bei 14 oder 15 mm kann der optische Sucher einer M-Kamera den Bildwinkel nicht mit einem eingebauten Leuchtrahmen darstellen. Für die aktuellen Leica-M-Versionen des Laowa 14 mm F4 und 15 mm F2 nennt der Hersteller eine Messsucherkupplung. Der zusätzliche Nahbereich unterhalb von 0,7 m ist jedoch nicht über den klassischen Messsucher abgedeckt.
Sinnvolle Arbeitsweisen:
An einer analogen M ohne Live View sind externe Sucherlösung, Entfernungsskala und sorgfältige Vorplanung besonders wichtig.
Die M-Hexanon-Objektive stammen vor allem aus dem Umfeld der Konica Hexar RF. Sie sind nur noch gebraucht erhältlich. Wegen des Alters sind Zustand und tatsächliche Fokuslage wichtiger als ein allgemeiner Ruf der Baureihe.
Die kompakten M-Rokkor-Objektive sind mit Leica CL und Minolta CLE verbunden. Besonders das 40 mm F2 ergibt einen Bildwinkel zwischen 35 und 50 mm. Leica-M-Kameras besitzen normalerweise keinen eigenen 40-mm-Leuchtrahmen; der verwendete Rahmen ist deshalb nur eine Annäherung.
Beim M-Rokkor 28 mm F2.8 werden auf dem Gebrauchtmarkt objektivbezogen Probleme an Linsenelementen beschrieben. Jedes Exemplar muss gegen helles Licht geprüft werden.
Rollei-35-RF-Objektive und andere kleinere M-Systeme sind interessante Gebrauchtoptionen, aber keine aktuellen Vollsortimente. Modellname, tatsächlicher Hersteller, Sucherrahmen, Ersatzteilversorgung und Gegenlichtblende sind vor dem Kauf zu klären.
| Brennweite | Typische Fremdhersteller-Optionen | Wichtigster Prüfpunkt |
|---|---|---|
| 14–21 mm | Laowa, Voigtländer, ZEISS, Thypoch | externer Sucher, Live View, Randfarbe und Messsucherkupplung |
| 24–28 mm | Voigtländer, ZEISS, Thypoch, TTArtisan, Konica, Minolta | 28-mm-Rahmen, Ecken, Vignettierung und Profil |
| 35 mm | nahezu alle aktuellen M-Anbieter | Fokus bei Offenblende, Größe und Sucherabschattung |
| 40 mm | Minolta, Voigtländer und historische Systeme | kein eigener 40-mm-Leuchtrahmen bei vielen Leica M |
| 50 mm | sehr große Auswahl von modern bis klassisch | Fokusshift, Offenblendfokus und gewünschter Bildcharakter |
| 75 mm | Voigtländer, Thypoch und einzelne weitere Anbieter | geringe Schärfentiefe und Messsuchergenauigkeit |
| 85–90 mm | Voigtländer, ZEISS, Konica, Minolta und weitere | kleine Messsucherbasiswirkung, Verwacklung und EVF-Nutzen |
Bei Film sind Sensor-Randfarbstiche und kamerainterne Objektivprofile nicht relevant. Entscheidend bleiben:
Digitale Sensoren reagieren besonders bei symmetrischen Weitwinkelkonstruktionen empfindlicher auf schräg einfallende Randstrahlen. Zu prüfen sind:
Bei einer Monochromkamera entsteht kein klassischer magenta- oder cyanfarbener Randfarbstich. Vignettierung, Eckenschärfe und andere Probleme schräger Randstrahlen bleiben jedoch relevant. Farbfilter vor dem Objektiv können den Fokus und die Belichtung beeinflussen.
| Ausführung | Fokussierung |
|---|---|
| M-Objektiv mit Messsucherkupplung | optischer Entfernungsmesser bis zur gekuppelten Naheinstellgrenze |
| Objektiv mit zusätzlichem Nahbereich unter 0,7 m | Messsucher bis zur Kameragrenze, darunter Live View oder EVF |
| M-Objektiv ohne Messsucherkupplung | Live View, EVF oder Entfernungsskala |
| extremes Weitwinkel | häufig Entfernungsskala plus Live View oder externer Sucher |
| adaptiertes LTM-Objektiv | abhängig von Objektiv, Adapter und korrekter Rahmenumschaltung |
Die Naheinstellgrenze des Objektivs und die Messsuchergrenze der Kamera sind zwei verschiedene Werte.
Für einen aussagekräftigen Vergleich werden alle Kandidaten mit derselben Kamera und möglichst identischen Bedingungen geprüft:
| Kamera | Objektiv | Blende | Fokusmethode | Mitte | Rand | Gegenlicht | Handling | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Thema | Link |
|---|---|
| Objektivübersicht | Übersicht Objektive |
| Kompatibilität und 6-Bit | Fremdobjektive an Leica M |
| 7Artisans M-Bajonett | 7Artisans M-Bajonett-Objektive |
| Meyer Optik Görlitz | Meyer Optik Görlitz mit Leica-M-Bajonett |
| ZEISS ZM | ZEISS ZM-Objektive |
| Voigtländer VM | Voigtländer VM-Objektive |
| Voigtländer APO | Voigtländer VM-APO-Objektive |
| Festbrennweiten | Festbrennweiten |
| Leica M | Leica-M-System |
| Externe Praxistests | Messsucherwelt: Objektivtests |
| Testregister | Register Ausrüstungstests |
Herstellerprogramme, Verfügbarkeit und technische Daten wurden am 26.07.2026 geprüft. Bei älteren oder regional vertriebenen Objektiven ist die Modell- und Quellenlage teilweise uneinheitlich. Vor Kauf und Montage sind deshalb die Unterlagen des konkreten Objektivs und der verwendeten Kamera maßgeblich.
| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-OBJ-M-01 |
| Titel | M-Bajonett-Objektive anderer Hersteller |
| Bereich | Ausrüstung – Objektive – M-Bajonett |
| Dokumentenart | Hersteller-, Markt- und Auswahlübersicht |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 1.3 |
| Stand | 26.07.2026 |
| Dokumentenstatus | Entwurf zur Veröffentlichung |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Letzte inhaltliche Prüfung | 26.07.2026 |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Objektive/M-Bajonett/FW-OBJ-M-01_Objektive_anderer_Hersteller |
| SEO-Titel | M-Bajonett-Objektive anderer Hersteller für Leica M |
| Meta-Beschreibung | Übersicht über M-Bajonett-Objektive von Voigtländer, ZEISS, Thypoch, TTArtisan, 7Artisans, Meyer Optik Görlitz, Light Lens Lab, Laowa, Konica und Minolta. |
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 26.07.2026 | SEO-orientierte Hersteller- und Marktübersicht zu aktuellen und historischen M-Bajonett-Objektiven mit Auswahl, Messsucher-, Analog-/Digital- und Kaufpraxis erstellt |
| 1.1 | 26.07.2026 | Eigene Herstellerseite FW-OBJ-ZEI-01 zu ZEISS-ZM-Objektiven verknüpft |
| 1.2 | 26.07.2026 | Eigene Hersteller- und Praxisseite FW-OBJ-7AR-M-01 zu 7Artisans-M-Bajonett-Objektiven mit aktuellem Modellstand und unabhängigen Tests verknüpft |
| 1.3 | 26.07.2026 | Hersteller- und Praxisseite FW-OBJ-MOG-M-01 zu Meyer Optik Görlitz mit Leica-M-Anschluss, Charakterobjektiven und fehlender Messsucherkupplung verknüpft |