| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-OBJ-MOG-M-01 |
| Titel | Meyer Optik Görlitz Objektive mit Leica-M-Bajonett |
| Bereich | Ausrüstung – Objektive – Meyer Optik Görlitz – M-Bajonett |
| Dokumentenart | Hersteller-, Modell- und Praxisseite |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 1.0 |
| Stand | 26.07.2026 |
| Dokumentenstatus | Entwurf zur Veröffentlichung |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Letzte inhaltliche Prüfung | 26.07.2026 |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Objektive/Meyer_Optik_Goerlitz/M-Bajonett/FW-OBJ-MOG-M-01_Meyer_Optik_Goerlitz_M-Bajonett |
| SEO-Titel | Meyer Optik Görlitz Objektive für Leica M im Überblick |
| Meta-Beschreibung | Meyer Optik Görlitz Objektive mit Leica-M-Bajonett: Trioplan, Primoplan, Biotar und Lydith, technische Daten, Bokeh, Tests und Leica-M-Praxis. |
| Fokus-Keyword | Meyer Optik Görlitz Leica M |
Meyer Optik Görlitz bietet seine aktuellen manuellen Vollformatobjektive auch mit nativem Leica-M-Bajonett an. Dazu gehören Objektive der Familien Trioplan, Primoplan, Biotar und Lydith.
Allerdings sind diese M-Ausführungen laut Hersteller nicht mit dem Leica-Entfernungsmesser gekoppelt. Die Scharfstellung erfolgt deshalb über:
Wichtig: Ein natives Leica-M-Bajonett macht diese Objektive mechanisch passend, aber nicht zu klassischen Messsucherobjektiven. Bei einer analogen Leica M ohne Live View ist eine präzise Fokussierung – besonders bei F1.5 oder F1.9 – nur eingeschränkt praktikabel.
Die Objektive besitzen keinen Autofokus, keine elektrischen Kontakte und übertragen keine Objektiv- oder EXIF-Daten an die Kamera.
Meyer-Optik blickt auf eine lange deutsche Objektivgeschichte zurück. Nach mehreren historischen Umbrüchen wurde die Marke erneut aufgebaut:
Die heutigen Objektive orientieren sich an historischen Konstruktionen und deren charakteristischer Bildwirkung. Moderne Gläser, Vergütungen und Mechaniken sollen diese Eigenschaften zeitgemäß nutzbar machen.
Die offizielle Objektivübersicht führte am 26.07.2026 acht aktuelle Objektivfamilien. Der Hersteller nennt Leica M als angebotenen Anschluss. Die konkreten Ausführungen und Lieferstände sind vor dem Kauf im Shop zu kontrollieren.
| Objektiv | Blende | Naheinstellgrenze | Lamellen | Gewicht je nach Anschluss | Bildcharakter |
|---|---|---|---|---|---|
| Lydith 30 F3.5 II | F3.5–F22 | 0,15 m | 10 | 230–270 g | hohe Zentrumsschärfe, räumlicher Eindruck, aquarellartige Unschärfe |
| Trioplan 35 F2.8 II | F2.8–F22 | 0,20 m | 12 | 270–300 g | Seifenblasen-Bokeh im Weitwinkel- und Nahbereich |
| Trioplan 50 F2.8 II | F2.8–F22 | 0,40 m | 12 | 200–240 g | Seifenblasen-Bokeh und leichter Swirl im Nahbereich |
| Primoplan 58 F1.9 II | F1.9–F22 | 0,50 m | 14 | 230–270 g | Swirl, weiche Übergänge und variabler Bokehcharakter |
| Biotar 58 F1.5 II | F1.5–F16 | 0,70 m | 14 | 405–445 g | hohe zentrale Schärfe, Swirl und stärkere Freistellung |
| Primoplan 75 F1.9 II | F1.9–F16 | 0,75 m | 15 | 300–360 g | cremiges Porträtbokeh und feiner Schärfeverlauf |
| Biotar 75 F1.5 II | F1.5–F16 | 0,75 m | 15 | 550–650 g | starke zentrale Schärfe, ausgeprägtes Swirly-Bokeh |
| Trioplan 100 F2.8 II | F2.8–F22 | 0,90 m | 15 | 320–390 g | klassisches Seifenblasen-Bokeh für Porträt und Natur |
Die Gewichts- und Längenangaben des Herstellers gelten als Bereiche über verschiedene Bajonettversionen. Das genaue Gewicht der Leica-M-Ausführung sollte vor dem Kauf bestätigt werden.
Trioplan-Objektive basieren auf einem vergleichsweise einfachen Triplet-Grundprinzip. Ihr Ziel ist nicht eine vollständig neutrale, klinische Abbildung, sondern ein wiedererkennbarer Übergang zwischen Schärfe und Unschärfe.
| Modell | Besonders geeignet für |
|---|---|
| Trioplan 35 F2.8 II | Menschen in ihrer Umgebung, Nahdetails, Reise und künstlerische Reportage |
| Trioplan 50 F2.8 II | vielseitige Normalbrennweite, Stillleben, Naturdetails und Porträt |
| Trioplan 100 F2.8 II | Porträt, Pflanzen, Blüten und ausgeprägte Freistellung |
Das Bokeh entsteht nicht automatisch bei jedem Hintergrund. Besonders geeignet sind:
Primoplan-Objektive verbinden eine höhere Lichtstärke mit einem stärker wechselnden Bokehcharakter.
Das 58-mm-Objektiv kann bei Offenblende ein wirbelndes Bokeh und ineinanderfließende Lichter erzeugen. Abgeblendet wird die Unschärfe ruhiger und cremiger. Die 14 Blendenlamellen halten Lichtkreise auch abgeblendet vergleichsweise rund.
Das 75-mm-Objektiv ist stärker auf Porträt, Mode und gezielte Freistellung ausgerichtet. Der Hersteller beschreibt einen feinen Verlauf von Schärfe zu Unschärfe und ein cremiges Bokeh. Die längere Brennweite erleichtert die Trennung des Motivs vom Hintergrund.
Die Biotar-II-Objektive beruhen auf Doppel-Gauss-Konstruktionen und verbinden zentrale Schärfe mit einem wirbelnden Hintergrund.
Bei F1.5 ist die Schärfentiefe sehr gering. Da keine Messsucherkupplung vorhanden ist, sind Sucherlupe und Fokusvergrößerung besonders wichtig.
Das Lydith 30 ist die weitwinkligste aktuelle Meyer-Brennweite. Es besitzt:
Die sehr kurze Naheinstellgrenze eröffnet ungewöhnliche Perspektiven. An einer Leica M ist dieser Bereich ausschließlich mit Live View oder elektronischem Sucher sinnvoll nutzbar. Für eine klassische optische Messsucheraufnahme ist das Objektiv nicht gekoppelt.
Diese Kameras ermöglichen eine direkte Fokussierung über das rückwärtige Display. Ein kompatibler Visoflex erleichtert die Arbeit aus Augenhöhe.
Empfohlene Vorgehensweise:
Auch hier ist Live View bei geeigneten Modellen beziehungsweise ein kompatibler elektronischer Sucher erforderlich. Bei weicher Offenblendzeichnung kann Fokus-Peaking unzuverlässig reagieren. Die Sucherlupe ist dann die sicherere Methode.
An Leica M3, M4, M6, MP und anderen analogen M-Kameras können die Objektive mechanisch montiert werden, aber der Entfernungsmesser zeigt nicht die tatsächliche Fokussierung an.
Mögliche Arbeitsweisen:
Für Porträts mit dem Biotar 75 F1.5 II oder Primoplan 75 F1.9 II ist dies wegen der geringen Schärfentiefe wenig komfortabel und fehleranfällig.
Bei digitalen M-Modellen ohne Live View oder elektronischen Sucher gelten praktisch dieselben Einschränkungen wie bei analogen Kameras. Vor dem Kauf ist deshalb zu prüfen, ob die eigene Kamera eine geeignete elektronische Fokussierhilfe unterstützt.
Die charaktervolle Wiedergabe der Meyer-Objektive kann gut zur Leica M11 Monochrom passen:
Gleichzeitig treten folgende Eigenschaften besonders deutlich hervor:
Da verlorene Lichter bei der Monochromkamera nicht aus Farbkanälen rekonstruiert werden können, sollte die Belichtung auf die hellsten wichtigen Motivpartien abgestimmt werden.
Der Test von PetaPixel hebt die sehr kurze Naheinstellgrenze, geringe Verzeichnung und Vignettierung sowie gut kontrollierte chromatische Aberrationen hervor. Bei Offenblende und größeren Entfernungen kann starke sphärische Aberration die Auflösung und den Mikrokontrast deutlich reduzieren. Abgeblendet wird das Objektiv erheblich schärfer. Der Tester bewertet es als vielseitiges Charakterobjektiv, wenn das Bokeh bewusst in die Bildgestaltung einbezogen wird.
Der Test bestätigt außerdem ausdrücklich, dass die Leica-M-Ausführung nicht messsuchergekoppelt ist.
35mmc beschreibt die Offenblendwirkung als sehr weich, kontrastarm und leuchtend. Das kann die exakte Fokussierung erschweren; im Test reagierte das Fokus-Peaking einer Leica M10-P kaum. Bereits leichtes Abblenden verbessert Schärfe und Kontrast deutlich. Das typische Seifenblasen-Bokeh und der weiche Übergang in die Unschärfe werden positiv hervorgehoben.
Im 35mmc-Test zeigt das Biotar bereits bei F1.5 eine gute zentrale Schärfe und hohen Kontrast. Die nutzbare scharfe Zone ist bei Offenblende jedoch stark auf die Mitte konzentriert. Genannt werden Swirly-Bokeh, sichtbare Offenblendvignettierung, tonnenförmige Verzeichnung und gelegentliche Regenbogen-Flares. Der Tester empfindet das Biotar als leichter einsetzbar und vielseitiger als das Primoplan 58, bemängelt aber den langen Fokusweg und die leicht zu verwechselnden Fokus- und Blendenringe.
35mmc ordnet das Objektiv eher als Charakterobjektiv für spiegellose Kameras ein. Am Leica-M10-P-Live-View erwies sich das Fokus-Peaking wegen der weicheren, kontrastärmeren Offenblendzeichnung als wenig zuverlässig. Positiv bewertet wurden die gleichmäßige Fokussierung, solide Mechanik und der stark veränderliche Bokehcharakter.
Einordnung: Diese Objektive sollen keine modernen APO- oder Messsucherobjektive ersetzen. Ihre Stärke liegt in bewusst eingesetzter Bildwirkung. Ein Test sollte deshalb nicht nur Schärfediagramme, sondern auch Motivabstand, Hintergrund, Licht und Blende berücksichtigen.
| Motiv | Geeignete Objektive | Praxishinweis |
|---|---|---|
| Umweltporträt | Trioplan 35 F2.8 II | nah fokussieren und Hintergrundlichter einbeziehen |
| Street mit künstlerischem Charakter | Lydith 30 oder Trioplan 35 | abgeblendet und gegebenenfalls mit Zonenfokus |
| klassisches Porträt | Primoplan 75 oder Biotar 75 | Fokusvergrößerung auf das vordere Auge |
| Halbporträt und Alltag | Primoplan 58 oder Biotar 58 | Biotar einfacher, Primoplan ausgeprägter im Charakter |
| Blüten und Naturdetails | Trioplan 50 oder Trioplan 100 | Gegenlichtpunkte für Seifenblasen-Bokeh suchen |
| Landschaft | Lydith 30 oder Trioplan 35 abgeblendet | Ränder und Gegenlicht kontrollieren |
| Schwarzweiß | Biotar 58, Primoplan 75 oder Trioplan 100 | auf Tonwerte, Spitzlichter und Hintergrundstruktur achten |
| Kamera | Objektiv | Blende | Motivabstand | Fokusmethode | Mitte | Rand | Bokeh | Gegenlicht | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leica M11 Monochrom | Live View/Visoflex | ||||||||
| Leica M10-R | Live View/Visoflex | ||||||||
| Leica M6 | Distanz/Zonenfokus |
Sie werden mit nativem Leica-M-Bajonett angeboten und lassen sich mechanisch direkt montieren. Da die aktuellen Ausführungen nicht mit dem Entfernungsmesser gekoppelt sind, unterscheiden sie sich in der Bedienung wesentlich von Leica-M-, Voigtländer-VM- oder ZEISS-ZM-Messsucherobjektiven.
Ja, mechanisch. Die Entfernungsmesseranzeige kann jedoch nicht zur Fokussierung verwendet werden. Sinnvoll sind Zonenfokus, eine gemessene Entfernung und stärkeres Abblenden.
Am praktikabelsten ist eine digitale M mit Live View und elektronischem Sucher. Fokusvergrößerung ist bei lichtstarken und weich zeichnenden Objektiven zuverlässiger als Fokus-Peaking allein.
Trioplan steht besonders für Seifenblasen-Bokeh, Primoplan für weiche Übergänge und wechselnden Bokehcharakter, Biotar für zentrale Schärfe mit ausgeprägtem Swirl.
Nein. Die aktuellen II-Versionen greifen historische Konstruktionsideen auf, verwenden aber überarbeitete Mechanik, moderne Gläser beziehungsweise Vergütungen und neue Fassungen. Frühere Originale, Neuauflagen von 2014 bis 2018 und heutige II-Modelle müssen getrennt bewertet werden.
| Thema | Link |
|---|---|
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Modellprogramm, technische Angaben und Lieferhinweise wurden am 26.07.2026 geprüft. Preise wurden bewusst nicht in die dauerhafte Vergleichstabelle übernommen, weil Aktionen und Lieferstände kurzfristig wechseln können. Herstellerbeschreibungen zum Bildcharakter sind von den zusammengefassten unabhängigen Testergebnissen getrennt.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 26.07.2026 | SEO-orientierte Hersteller- und Praxisseite zu aktuellen Meyer-Optik-Görlitz-Objektiven mit Leica-M-Anschluss, fehlender Messsucherkupplung, technischen Daten, Bildcharakter, Testauswertungen sowie Kauf- und Praxishinweisen erstellt |