Leica S: digitales Mittelformatsystem als schematische Illustration.
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokument-ID | FW-KAM-LEI-06 |
| Titel | Leica S-System: Mittelformatkameras, Objektive und Gebrauchtkauf |
| Bereich | Ausrüstung / Kameras / Leica |
| Version | 1.1 |
| Stand | 04.08.2026 |
| Status | Redaktionell geprüft – Lieferbarkeit und Servicefähigkeit vor dem Kauf klären |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Fokus-Keyword | Leica S-System |
| Sekundäre Keywords | Leica S3, Leica Mittelformatkamera, Leica S gebraucht, Leica S-Objektive |
| Produkt- und Quellenstand | Offizielle Leica-S-System-, Objektiv- und Zubehörseiten, geprüft am 04.08.2026 |
| Letzte inhaltliche Prüfung | 04.08.2026 |
| Nächste inhaltliche Prüfung | 04.02.2027 oder bei verändertem Produkt-, Service- beziehungsweise Ersatzteilstatus |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Kameras/Leica/FW-KAM-LEI-06_Leica_S |
| Prüfbereich | Status | Ergebnis |
|---|---|---|
| SEO und Seitenstruktur | 🟢 Geprüft | Wiki.js-Seiteneinstellungen, eindeutige H1, Fokus- und Sekundärbegriffe sowie logisch gegliederte Fachabschnitte sind vorhanden. |
| Kameragenerationen | 🟢 Geprüft | S2, S Typ 006, S-E Typ 006, S Typ 007 und S3 sind mit Sensorart, Auflösung und Einordnung dokumentiert. |
| Technische Kerndaten | 🟢 Geprüft | ProFormat-Sensor, Verschlüsse, Blitzsynchronisation, Speicher, Sucher, Live View, Video und Modellunterschiede wurden mit Leica-Unterlagen abgeglichen. |
| S-Objektivprogramm | 🟢 Geprüft | Die offizielle Leica-Seite führt zehn S-Objektive von 24 bis 180 mm einschließlich Vario- und Tilt-Shift-Objektiv. |
| Aktueller Systemstatus | 🟠 Eingeschränkt | Leica hält S-System-, Objektiv- und Zubehörseiten online; daraus lässt sich keine durchgängige Neuverfügbarkeit von S3, Objektiven oder Ersatzteilen ableiten. |
| Gebrauchtkauf und Service | 🟠 Kritisch prüfen | CCD-Sensorzustand, AF-Antrieb, Verschlüsse, Akku, Reparaturhistorie und heutige Servicefähigkeit müssen seriennummernbezogen vor dem Kauf bestätigt werden. |
| Interne Verlinkung | 🟢 Geprüft | Alle sechs internen Wiki-Linkziele sind im angemeldeten Seitenexport vom 03.08.2026 vorhanden. |
| Externe Quellen | 🟢 Geprüft | 13 Hersteller-, Anleitungs- und Testquellen sind ausgewiesen und öffnen in einem neuen Tab. |
| Titelgrafik | 🟢 Geprüft | Die lokale SVG-Grafik misst 1600 × 900 Pixel, besitzt einen Alternativtext, ist rund 2,4 KB groß und öffnet in Originalgröße. |
| Kaufentscheidung | 🟠 Persönlich prüfen | Gewicht, zentraler Autofokus, fehlender IBIS, Speichermedien, Softwareworkflow und Gesamtkosten sind mit dem vorgesehenen Einsatz abzugleichen. |
Gesamtstatus: Orange. Historie, technische Grundlagen, Objektivprogramm, Quellen, Bild und interne Links sind geprüft. Verfügbarkeit, Reparierbarkeit, Ersatzteile und Wirtschaftlichkeit des konkreten gebrauchten S-Systems müssen vor jeder Investition aktuell und schriftlich geklärt werden.
Das Leica S-System ist ein professionelles digitales Mittelformatsystem mit dem Bedienkonzept und der Gehäuseform einer klassischen Spiegelreflexkamera. Sein 30 × 45 mm großer Sensor ist etwa 56 Prozent größer als ein Kleinbildsensor. Leica bezeichnet dieses Format als Leica ProFormat.
Anders als modulare Mittelformatsysteme mit wechselbarem Digitalrückteil wurde die Leica S von Grund auf als geschlossenes digitales Kamerasystem entwickelt. Kamera, Sensor, Sucher, Autofokus und S-Objektive bilden eine feste Einheit. Typische Einsatzgebiete sind:
Das S-System verbindet hohe Auflösung und Mittelformatanmutung mit einem vergleichsweise vertrauten DSLR-Handling. Es ist jedoch groß, schwer, kostspielig und weniger auf Geschwindigkeit als auf kontrollierte Bildgestaltung ausgerichtet.
Die Bezeichnungen S und SL stehen für unterschiedliche Systeme:
| Leica S | Leica SL |
|---|---|
| Mittelformat-DSLR | spiegellose Kleinbildkamera |
| Sensor 30 × 45 mm | Sensor 24 × 36 mm |
| Leica-S-Bajonett | Leica L-Mount |
| optischer Spiegelreflexsucher | elektronischer Sucher |
| S-Objektive | SL- und andere L-Mount-Objektive |
| kein kamerainterner Bildstabilisator | aktuelle SL-Modelle mit IBIS |
Objektive der beiden Systeme sind nicht direkt austauschbar.
Leica stellte das neue S-System auf der photokina 2008 vor. Die Leica S2 kam 2009 in den Handel. Das Konzept war damals ungewöhnlich: ein Mittelformatsensor in einem Gehäuse, das in Bedienung und Abmessungen eher an eine professionelle Kleinbild-DSLR erinnerte.
| Modell | Vorstellung bzw. Marktstart | Sensor | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Leica S2 | vorgestellt 2008, Auslieferung 2009 | 37,5 MP CCD | Beginn des digitalen S-Systems |
| Leica S (Typ 006) | 2012 | 37,5 MP CCD | überarbeitete zweite Generation |
| Leica S-E (Typ 006) | 2014 | 37,5 MP CCD | preislich niedriger positionierter Einstieg |
| Leica S (Typ 007) | vorgestellt 2014 | 37,5 MP CMOS | Live View, höhere ISO-Werte, schnellerer Prozessor und Video |
| Leica S3 | vorgestellt 2018, Marktstart 2020 | 64 MP CMOS | höhere Auflösung, bis ISO 50.000 und Cine 4K |
Die Generationen des S-Systems folgen denselben zentralen Konstruktionsprinzipien:
Der Formatfaktor gegenüber Kleinbild beträgt ungefähr 0,8. Ein 70-mm-S-Objektiv zeigt daher ungefähr den Bildwinkel eines 56-mm-Objektivs an einer Kleinbildkamera.
| Merkmal | S2 | S (Typ 006) / S-E | S (Typ 007) | S3 |
|---|---|---|---|---|
| Sensortyp | CCD | CCD | CMOS | CMOS |
| Sensorgröße | 30 × 45 mm | 30 × 45 mm | 30 × 45 mm | 30 × 45 mm |
| Auflösung | 37,5 MP | 37,5 MP | 37,5 MP | 64 MP |
| Live View | nein | nein | ja | ja |
| Video | nein | nein | Full HD und Cine 4K | Full HD und Cine 4K |
| maximale Serienrate | ca. 1,5 B/s | ca. 1,5 B/s | bis ca. 3,5 B/s | bis ca. 3 B/s |
| ISO-Spanne | stark auf niedrige ISO-Werte ausgelegt | ISO 100–1.600 | ISO 100–6.400 | ISO 100–50.000 |
| kamerainterner Schlitzverschluss | bis 1/4.000 s | bis 1/4.000 s | bis 1/4.000 s | bis 1/4.000 s |
| Zentralverschluss mit CS-Objektiv | bis 1/1.000 s | bis 1/1.000 s | bis 1/1.000 s | bis 1/1.000 s |
| Speicherkarten | CF und SD | CF und SD | CF und SD | CF und SD |
| GPS | modellabhängig | ja | ja | ja |
| WLAN | nein | nein | ja | ja |
Die Tabelle dient der Systemorientierung. Firmwarestand, Länderversion und Detailfunktionen sollten vor einem Kauf anhand der jeweiligen Leica-Bedienungsanleitung geprüft werden.
Die Leica S2 begründete das System. Ihr speziell entwickelter 37,5-Megapixel-CCD-Sensor misst 30 × 45 mm und besitzt das von Kleinbild vertraute Seitenverhältnis 3:2.
Die S2 ist heute eine Spezialkamera für Fotografen, die bewusst mit niedriger ISO-Einstellung, sorgfältiger Belichtung und kontrolliertem Licht arbeiten. Ihr günstiger Gebrauchtpreis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Reparaturen und Ersatzteile wirtschaftlich problematisch sein können.
Die Leica S (Typ 006) behielt den 37,5-Megapixel-CCD-Sensor bei. Leica nennt für diese Generation einen Dynamikumfang von bis zu zwölf Blendenstufen, 16-Bit-Farbtiefe und einen ISO-Bereich von 100 bis 1.600.
Die S-E (Typ 006) wurde 2014 als günstigerer Einstieg in das S-System positioniert. Sie verwendet dieselbe grundlegende Sensortechnik und bietet Zugang zum vollständigen S-Objektivprogramm.
Die S2 und Typ 006 passen zu Fotografen, die:
Mit der Leica S (Typ 007) wechselte Leica vom CCD- zum CMOS-Sensor. Die Auflösung blieb bei 37,5 Megapixeln, die Kamera wurde aber vielseitiger und schneller.
Die Typ 007 ist häufig der pragmatischste Einstieg in das S-System: Sie vermeidet die CCD-Problematik der frühen Kameras, bietet moderne Grundfunktionen und nutzt weiterhin das vollständige S-Objektivprogramm.
Die Leica S3 ist die höchstauflösende Kamera des klassischen S-Systems. Ihr CMOS-Sensor bietet 64 Megapixel, eine Farbtiefe von 14 Bit und laut Leica einen Dynamikumfang von bis zu 15 Blendenstufen.
| Merkmal | Leica S3 |
|---|---|
| Kameratyp | digitale Mittelformat-Spiegelreflexkamera |
| Sensor | CMOS, Leica ProFormat |
| Sensorgröße | 30 × 45 mm |
| Auflösung | 64 Megapixel |
| Dateiformat | verlustfrei komprimiertes DNG, DNG + JPEG |
| DNG-Dateigröße | ungefähr 70 MB, abhängig vom Motiv |
| ISO-Bereich | 100–50.000 und Auto ISO |
| Dynamikumfang | laut Leica bis zu 15 Blendenstufen |
| Farbtiefe | 14 Bit |
| Tiefpassfilter | keiner |
| Autofokus | zentraler Kreuzsensor mit Phasendetektion |
| Serienbild | bis ca. 3 Bilder pro Sekunde |
| Schlitzverschluss | bis 1/4.000 s |
| Zentralverschluss | mit CS-Objektiven bis 1/1.000 s |
| Blitzsynchronzeit | 1/125 s mit Schlitzverschluss, bis 1/1.000 s mit CS |
| Video | Cine 4K und Full HD |
| Speicherkarten | CompactFlash und SD/SDHC/SDXC |
| Gehäuse | Magnesium, abgedichtet |
| Abmessungen | ungefähr 160 × 120 × 80 mm |
| Gewicht | ungefähr 1.260 g |
Die Stärken der S3 liegen in:
Die Kamera verlangt nach präziser Aufnahmetechnik. Bei 64 Megapixeln werden Verwacklung, Fokusfehler und unzureichende Objektivjustage schnell sichtbar. Für maximale Qualität sind ein stabiles Stativ, kurze Blitzzeiten oder ausreichend kurze Belichtungszeiten sinnvoll.
Die S3 ist keine universelle Actionkamera. Sie spielt ihre Stärken bei kontrollierter Fotografie aus, in der Bildqualität wichtiger als Geschwindigkeit ist.
Ein wesentliches Merkmal der Leica S ist der große optische Spiegelreflexsucher. Er zeigt das Motiv ohne elektronische Verzögerung und vermittelt ein direktes, helles Sucherbild.
Bei Typ 007 und S3 ergänzt Live View den optischen Sucher. Das ist besonders hilfreich für:
Das Sucherbild kann die spätere Belichtung und Farbwiedergabe nicht simulieren. Histogramm und Testaufnahme bleiben bei kritischem Licht wichtig.
Die Leica-S-Objektive sind für den 30 × 45 mm großen Sensor gerechnet. Leica führt folgende Brennweiten im S-System:
| Objektiv | Bildwinkel ungefähr wie Kleinbild | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| Super-Elmar-S 24 mm f/3.5 ASPH. | 19 mm | Architektur, Interieur und Landschaft |
| Elmarit-S 30 mm f/2.8 ASPH. | 24 mm | Weitwinkel und Reportage |
| Summarit-S 35 mm f/2.5 ASPH. | 28 mm | Architektur, Umweltporträt und Landschaft |
| Elmarit-S 45 mm f/2.8 ASPH. | 35 mm | Reportage, Mode und Landschaft |
| Summarit-S 70 mm f/2.5 ASPH. | 56 mm | Normalobjektiv, Porträt und Studio |
| Summicron-S 100 mm f/2 ASPH. | 80 mm | Porträt und Available Light |
| APO-Macro-Summarit-S 120 mm f/2.5 | 96 mm | Makro, Produkt und Porträt |
| TS-APO-Elmar-S 120 mm f/5.6 ASPH. | 96 mm | Perspektivkorrektur, Produkt und Architektur |
| APO-Elmar-S 180 mm f/3.5 | 144 mm | Porträt, Mode und Distanz |
| Vario-Elmar-S 30–90 mm f/3.5–5.6 ASPH. | 24–72 mm | Reise, Landschaft und flexible Studioarbeit |
Die Umrechnung beschreibt nur den ungefähren Bildwinkel. Schärfentiefe und Bildwirkung hängen zusätzlich von Aufnahmeabstand, Blende, Sensorformat und Motiv ab.
Einige S-Objektive existieren zusätzlich als CS-Version. „CS“ steht für Central Shutter, also Zentralverschluss. Die Kamera kann dann zwischen dem Schlitzverschluss im Gehäuse und dem Verschluss im Objektiv wählen.
Mit einem CS-Objektiv lässt sich Blitzlicht bis zu 1/1.000 s synchronisieren. Das ist besonders nützlich:
Der kamerainterne Schlitzverschluss synchronisiert regulär bis 1/125 s. HSS kann je nach Blitzsystem kürzere Kamerazeiten ermöglichen, erreicht aber nicht dieselbe Blitzleistung wie ein Zentralverschluss bei voller Synchronisation.
Leica bot beziehungsweise bietet Adapter für verschiedene Mittelformatsysteme an, darunter:
Der Funktionsumfang ist vom Adapter und Objektiv abhängig. Autofokus, Blendensteuerung und Zentralverschluss funktionieren nicht mit jeder Kombination gleich. Vor einem Kauf müssen die konkrete Kamera-, Firmware-, Adapter- und Objektivkombination geprüft werden.
Das große Sensorformat und lichtstarke Objektive wie das Summicron-S 100 mm f/2 ermöglichen eine geringe Schärfentiefe und weiche Übergänge. Der einzelne zentrale AF-Punkt erfordert allerdings häufig Fokussieren und anschließendes Verschwenken oder manuelle Kontrolle im Live View.
Die hohe Auflösung und Tonwertdifferenzierung eignen sich für große Ausdrucke. Stativ, Spiegelvorauslösung, Fernauslöser und sorgfältige Fokussierung helfen, das Potenzial des Systems auszuschöpfen.
Das Super-Elmar-S 24 mm, das TS-APO-Elmar-S 120 mm und adaptierte Mittelformatobjektive eröffnen professionelle Möglichkeiten. Für viele Motive bleibt eine spätere Perspektivkorrektur erforderlich.
Hier liegen die größten Stärken des Systems: kontrolliertes Licht, niedrige ISO-Werte, Tethering, Zentralverschluss und hochwertige S-Objektive. Farbmanagement und kalibrierte Monitore sind für einen verlässlichen Workflow entscheidend.
Für ruhige Tiere, Landschaftsdetails und kontrollierte Situationen ist die S geeignet. Für schnellen Vogelflug oder dynamische Tierfotografie sind moderne spiegellose Systeme wegen Autofokus, Serienrate und Stabilisierung deutlich praktischer.
Für maximale Bildqualität empfiehlt sich:
Bei frühen CCD-Modellen ist eine korrekte Belichtung besonders wichtig. Starkes Aufhellen unterbelichteter Schatten erhöht das Rauschen und kann Farbstörungen sichtbar machen.
Gebrauchte S-Kameras und S-Objektive können im Verhältnis zum früheren Neupreis attraktiv erscheinen. Das Reparatur- und Ausfallrisiko muss jedoch vor dem Kauf stärker gewichtet werden als bei vielen jüngeren Systemen.
Frühe CCD-Sensoren können von Korrosion beziehungsweise einer Schädigung der Sensordeckschicht betroffen sein. Typische Anzeichen sind:
Vor dem Kauf:
Eine normale Sensorreinigung beseitigt Korrosionsschäden nicht.
Bei älteren S-Objektiven wurden Ausfälle des Autofokusantriebs bekannt. Leica veröffentlichte dafür eine Kulanzregelung; deren ursprüngliche Bedingungen und Fristen dürfen heute nicht als fortbestehend vorausgesetzt werden.
Beim Objektivtest:
Kaufregel: Eine Leica S sollte nicht allein nach dem äußerlichen Zustand gekauft werden. Sensor, Autofokus, Verschluss und heutige Servicefähigkeit sind wichtiger als kleine kosmetische Gebrauchsspuren. Bei ungeklärter Reparierbarkeit oder fehlendem Servicenachweis muss das finanzielle Totalausfallrisiko in den Kaufpreis eingerechnet werden.
| Anforderung | Geeignetes Modell | Begründung |
|---|---|---|
| klassischer CCD-Charakter und niedriger Einstiegspreis | S2 oder Typ 006 | nur mit geprüftem oder ersetztem Sensor und geklärter Reparierbarkeit |
| günstigere CCD-Variante | S-E (Typ 006) | gleiche grundlegende Bildtechnologie, bewusst reduzierter Einstieg |
| ausgewogenes Gebrauchtmodell | S (Typ 007) | CMOS, Live View, bessere ISO-Flexibilität und schnellere Verarbeitung |
| höchste Auflösung | S3 | 64 MP und größter Bearbeitungsspielraum |
| häufige Arbeit bei wenig Licht | S3 | ISO-Bereich bis 50.000, dennoch Belichtung sorgfältig kontrollieren |
| Studio mit Blitz | alle mit CS-Objektiven | Synchronisation bis 1/1.000 s |
| Sport oder schneller Vogelflug | keines bevorzugt | moderne AF-Systeme sind geeigneter |
Die Leica S bietet:
Moderne spiegellose Mittelformatsysteme bieten häufig:
Die Leica S ist daher vor allem eine bewusste Entscheidung für Sucher, Ergonomie, Objektive und Arbeitsweise – nicht für das modernste Datenblatt.
Leica hält weiterhin eigene Webseiten zum S-System, zur Leica S3, zu zehn S-Objektiven und zu ausgewähltem Zubehör bereit. In der allgemeinen aktuellen Leica-Objektivübersicht stehen dagegen M- und SL-Objektive im Vordergrund. Diese unterschiedliche Darstellung ist ein zusätzlicher Grund, den konkreten Liefer- und Servicestatus nicht aus der bloßen Existenz einer Produktseite abzuleiten.
Vor einer Investition sollten deshalb beim autorisierten Händler oder Leica Customer Care geprüft werden:
Wichtiger Hinweis: Eine online erreichbare Produkt-, Objektiv- oder Zubehörseite ist keine Liefer-, Ersatzteil- oder Reparaturzusage. Maßgeblich ist eine aktuelle Auskunft von Leica Customer Care oder einem autorisierten Händler zur konkreten Kamera beziehungsweise Seriennummer.
Das Leica S-System ist ein außergewöhnliches professionelles Mittelformatsystem. Es kombiniert den großen 30 × 45 mm Sensor mit einer klassischen Spiegelreflexkamera, einem optischen Sucher und speziell gerechneten S-Objektiven. Seine besondere Stärke liegt nicht in hoher Geschwindigkeit, sondern in kontrollierter Fotografie und maximaler Bildqualität.
Die S3 liefert mit 64 Megapixeln die größten Reserven. Die Typ 007 ist häufig die ausgewogenste gebrauchte Generation. S2 und Typ 006 können einen eigenständigen CCD-Bildeindruck bieten, verlangen aber eine besonders sorgfältige Prüfung von Sensor und Servicefähigkeit.
Wer eine Leica S gebraucht kaufen möchte, sollte Kamera und Objektive als professionelles Gesamtsystem bewerten. Ein niedriger Kaufpreis ist nur dann attraktiv, wenn Reparaturhistorie, Autofokus, Sensorzustand, Verschlüsse und Zubehör nachvollziehbar dokumentiert sind.
Nein. Ihr Sensor misst 30 × 45 mm und ist damit größer als das Kleinbildformat von 24 × 36 mm. Leica bezeichnet ihn als ProFormat.
Nein. Die S3 ist eine digitale Mittelformat-Spiegelreflexkamera mit optischem Prismensucher.
Nein. Die Leica S verwendet das S-Bajonett. Die Leica SL verwendet den L-Mount.
CS bezeichnet einen im Objektiv eingebauten Zentralverschluss. Er ermöglicht Blitzsynchronisation bis 1/1.000 s.
Das System ist spezialisiert, groß und schwer. Hinzu kommen mögliche hohe Reparaturkosten, eine begrenzte Käuferschicht sowie bei frühen Modellen besondere Sensor- und Servicefragen.
Die Typ 007 ist häufig der ausgewogenste Kompromiss aus Preis, CMOS-Sensor, Live View und moderneren Funktionen. Der konkrete Zustand ist wichtiger als die Modellbezeichnung allein.
Für ruhige Tiere und kontrollierte Situationen ja. Für schnelle Bewegungen sind Autofokus, Serienrate und fehlende Stabilisierung deutliche Einschränkungen.
Redaktioneller Hinweis: Technische Daten wurden vorrangig anhand von Leica-Unterlagen geprüft. Aussagen zur Gebrauchtkauf- und Servicefähigkeit sind keine Reparaturzusage. Vor dem Kauf ist eine aktuelle Auskunft von Leica Customer Care zur konkreten Seriennummer erforderlich.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.1 | 04.08.2026 | Aktuellen Leica-S-Webbestand, zehn S-Objektive und Zubehörseiten geprüft; vertikale Prüfampel, Aktualitätsfelder, vergrößerbare Titelgrafik, Gebrauchtkauf- und Systemstatuswarnungen sowie vollständige Quellen-, Bild- und Linkprüfung ergänzt |
| 1.0 | 28.07.2026 | SEO-orientierte Übersicht zu S2, Typ 006, Typ 007, S3, S-Objektiven, Zentralverschluss, Praxis, Gebrauchtkauf und Quellen erstellt |