Titelgrafik in Originalgröße öffnen – Die Leica SL3 als hochauflösende L-Mount-Systemkamera für Foto und Video.
| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-KAM-LEI-SL3-01 |
| Titel | Leica SL3 Test: technische Daten, Bildqualität und Praxis |
| Bereich | Ausrüstung – Kameras – Leica – Leica SL |
| Dokumentenart | Öffentliche Kamera-, Test-, Praxis- und Kaufberatungsseite |
| Hersteller | Leica Camera AG |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 1.1 |
| Stand | 01.08.2026 |
| Dokumentenstatus | Fachlich geprüft |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Technischer Datenstand | Leica-Datenblatt, Produkt-, Anleitungs- und Downloadseite, geprüft am 01.08.2026 |
| Firmwarestand | 4.2.0, offizielle Leica-Downloadseite geprüft am 01.08.2026 |
| Teststand | Veröffentlichte Praxistests bis 01.08.2026 |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Kameras/Leica/Leica_SL3/FW-KAM-LEI-SL3-01_Leica_SL3 |
Firmware-Warnung: Firmware 4.2.0 auf der SL3-Downloadseite ist ausschließlich für die Leica SL3 bestimmt. Dateien für SL3-S und SL3-P dürfen trotz gemeinsamer „SL3-Family Release Notes“ nicht auf die SL3 übertragen werden.
| SEO-Feld | Inhalt |
|---|---|
| SEO-Titel | Leica SL3 Test: Daten, Bildqualität, Autofokus und Praxis |
| Meta-Beschreibung | Leica SL3 Test und Kaufberatung: 60 MP, ISO, Dynamikumfang, Autofokus, 240-MP-Multishot, 8K-Video, L-Mount und Kritik ausführlich erklärt. |
| Hauptkeyword | Leica SL3 Test |
| Sekundäre Suchbegriffe | Leica SL3 technische Daten, Leica SL3 Erfahrungen, Leica SL3 Bildqualität, Leica SL3 Autofokus, Leica SL3 Objektive |
| Suchintention | Technik, Bildqualität, Stärken, Grenzen, Objektive und Kaufentscheidung der Leica SL3 prüfen |
| Empfohlener URL-Slug | leica-sl3-test-technische-daten-bildqualitaet |
| Open-Graph-Titel | Leica SL3 im Test – 60 MP, Autofokus und L-Mount |
| Open-Graph-Beschreibung | Die Leica SL3 mit 60 MP, Triple Resolution, 8K und L-Mount: Daten, Praxistests, Einstellungen und Kaufberatung. |
Die Leica SL3 ist eine spiegellose Vollformat-Systemkamera mit L-Mount. Leica stellte sie am 7. März 2024 als dritte Generation des 2015 eingeführten SL-Systems vor. Ihr Schwerpunkt liegt auf hoher Auflösung und einem professionellen Foto-/Video-Workflow: 60,3 Megapixel, 5-Achsen-Bildstabilisierung, Hybrid-Autofokus, 240-MP-Multishot, 8K-Video, CFexpress Typ B und SD UHS-II.
Die SL3 ist besonders interessant für:
Für schnellen Sport und unvorhersehbare Tiere ist sie nicht das stärkste Modell der aktuellen SL-Familie. Zwar erreicht sie bis zu 15 Bilder pro Sekunde, doch mit kontinuierlicher Schärfenachführung stehen laut Leica maximal 5 B/s zur Verfügung. Die 15-B/s-Stufe arbeitet elektronisch, mit 12 Bit und ohne Nachfokussierung innerhalb der Serie.
15 B/s nicht mit 5 B/s AF-C gleichsetzen: Die maximale Serienrate ist kein allgemeiner Leistungswert. Für bewegte Motive sind Nachfokussierung, Bittiefe, Verschlussart, Rolling Shutter und Puffer wichtiger als die höchste Zahl im Datenblatt.
| Bereich | Einordnung |
|---|---|
| Bildqualität | sehr hohe Detailauflösung, große DNG-Reserven und variable 60-/36-/18-MP-Ausgabe |
| Dynamikumfang | laut Leica bis 15 Blendenstufen; reale Werte hängen von ISO und Messmethode ab |
| Autofokus | gegenüber SL2 deutlich verbessert; für Porträt und allgemeine Bewegung gut, für Spitzensport begrenzt |
| Stabilisierung | 5-Achsen-IBIS, laut Leica bis fünf Stufen |
| Video | 8K/30p, 4K/60p, ProRes, L-Log, HDMI und Timecode |
| Bedienung | reduziert, individualisierbar und klar zwischen Foto und Video getrennt |
| Verarbeitung | robustes Metallgehäuse, IP54, hochwertige Haptik |
| Hauptkritik | hoher Preis, Systemgewicht, nur neigbares Display, 5 B/s mit AFc und Rolling-Shutter-Risiko |
Kurzfazit: Die Leica SL3 ist eine hochauflösende Systemkamera für bewusstes, kontrolliertes Arbeiten. Ihre wichtigsten Stärken sind DNG-Bildqualität, Bedienung, Verarbeitung, L-Mount und die sehr gute Einbindung manueller Leica-Objektive. Wer vorrangig Sport, schnelle Tiere oder maximale Videogeschwindigkeit fotografiert, sollte zusätzlich SL3-S und SL3-P vergleichen.
| Merkmal | Leica-Angabe |
|---|---|
| Vorstellung und Marktstart | 07.03.2024 |
| Kameratyp | Spiegellose Vollformat-Systemkamera |
| Objektivanschluss | Leica L-Mount |
| Sensor | BSI-CMOS-Vollformat, RGB-Farbfilter, kein optischer Tiefpassfilter |
| Sensorauflösung | 62,39 MP insgesamt, 60,3 MP effektiv |
| DNG-/JPEG-Auflösungen | 60,3 / 36,5 / 18,6 MP, jeweils mit voller Sensorfläche |
| APS-C-Crop | Bis 26,1 MP |
| Multishot | Bis 240 MP |
| Prozessor | Leica Maestro IV mit L2-Technologie |
| Farbtiefe Foto | DNG bis 14 Bit; bei bestimmten Serienmodi 12 Bit |
| Manueller ISO-Bereich | ISO 50–100.000 |
| Auto-ISO Foto | ISO 100–100.000 |
| Hoher Verstärkungsbereich Foto | Laut aktuellem Datenblatt ab ISO 320 |
| Bildstabilisierung | Sensorbasiert, fünf Achsen, laut Leica bis fünf Stufen |
| Autofokus | Hybrid-AF aus Phasen-, Kontrast- und Objekterkennung |
| Phasen-AF-Messfelder | 315 |
| Motiverkennung | Gesicht, Auge, Körper und Tiere; firmwareabhängig |
| Serienaufnahme mit AF | Bis 5 B/s |
| Maximale Serienaufnahme | Bis 15 B/s, elektronisch, 12 Bit und ohne Nachfokussierung |
| Mechanischer Verschluss | 60 Minuten bis 1/8.000 s |
| Elektronischer Verschluss | 60 Sekunden bis 1/16.000 s |
| Blitzsynchronzeit | Bis 1/200 s |
| Sucher | OLED-EVF, 5,76 Mio. Bildpunkte, 0,76-fach bei 3:2, 60 oder 120 B/s |
| Monitor | 3,2 Zoll, neigbar, Touch, rund 2,33 Mio. Bildpunkte |
| Speicherkarten | CFexpress Typ B und SD UHS-II/UHS-I |
| Gehäuse | Magnesium und Aluminium, IP54 |
| Gewicht | Rund 769,7 g ohne Akku, Karte und Gehäusedeckel; etwa 850 g betriebsbereit |
| Abmessungen | Rund 141,2 × 108,1 × 84,6 mm |
| Akku | Leica BP-SCL6, 2.200 mAh |
| Anschlüsse | USB-C 3.1 Gen 2, HDMI 2.1 Typ A, Timecode, Mikrofon, Kopfhörer und Blitzschuh |
| Video | Bis C8K/8K 30p, C4K/4K 60p und Full HD 120p, formatabhängig |
| Einführungspreis Deutschland | 6.800 Euro einschließlich MwSt. für das Gehäuse |
Preis, Lieferumfang, Firmware und Verfügbarkeit sind zeitabhängig. Leica bietet neben der schwarzen SL3 inzwischen auch eine SL3 Reporter an. Vor dem Kauf sind aktuelle Produktseite, Datenblatt und Lieferumfang maßgeblich.
Der BSI-Vollformatsensor zeichnet DNG- oder JPEG-Dateien mit 60,3, 36,5 oder 18,6 Megapixeln auf. Bei allen drei Stufen bleibt die vollständige Sensorfläche erhalten. Die niedrigeren Auflösungen sind daher keine einfachen APS-C-Ausschnitte.
| Auflösung | Geeignete Verwendung | Zu beachten |
|---|---|---|
| 60 MP | Landschaft, Architektur, Reproduktion, große Drucke und starke Ausschnitte | hohe Anforderungen an Fokus, Objektiv, Verschlusszeit und Speicher |
| 36 MP | Reise, Reportage, Porträt und ausgewogener Alltagsbetrieb | guter Kompromiss aus Detail und Dateigröße |
| 18 MP | Dokumentation, schnelle Übergabe, kleinere Ausgabe und lange Serien | geringere Reserven für große Drucke und Crops |
| 240 MP Multishot | absolut statische Architektur, Kunstreproduktion, Produkt und Stillleben | Stativ, ruhiges Motiv und kontrollierte Umgebung erforderlich |
Die 60-MP-Stufe zeigt nicht automatisch mehr nutzbare Details. Schon leichte Verwacklung, Fehlfokus, Luftflimmern, Beugung oder ein schwaches Objektiv können den Auflösungsvorteil reduzieren. Bei Landschaft und Felsen sind ein stabiles Stativ, saubere Fokussierung und geeignete Blenden wichtiger als eine möglichst hohe Pixelzahl allein.
Beim Multishot verschiebt die Bildstabilisierung den Sensor zwischen mehreren Aufnahmen. Die Kamera kombiniert daraus eine besonders hoch aufgelöste Datei.
Geeignet sind:
Problematisch sind:
Neben dem Multishot sollte immer eine normale 60-MP-Aufnahme gespeichert werden. Sie dient als Absicherung, falls Bewegungsartefakte auftreten.
Multishot nur bei wirklich statischen Motiven: Schon Wind, Wasser, Wolken, Personen, Lichtflimmern oder geringste Stativbewegung können Doppelkonturen und Rechenartefakte verursachen. Zusätzlich immer eine normale 60-MP-Datei aufnehmen.
Praxisworkflow in Originalgröße öffnen – Auflösung, Serienbild und Verschluss passend zum Motiv wählen.
Der manuelle Fotobereich reicht von ISO 50 bis ISO 100.000. Auto ISO beginnt bei ISO 100. Das aktuelle technische Datenblatt unterscheidet einen niedrigen Verstärkungsbereich bis ISO 280 und einen hohen Bereich ab ISO 320.
| ISO-Bereich | Typischer Einsatz | Empfehlung |
|---|---|---|
| ISO 50 | kontrolliertes Licht und gewünschte längere Zeit | Lichterreserve prüfen; nicht automatisch maximaler Dynamikumfang |
| ISO 100–200 | Landschaft, Architektur und Studio | bevorzugter Ausgangspunkt für hohe Qualität |
| ISO 320–800 | Dämmerung, Innenraum und Handaufnahme | hoher Verstärkungsbereich ab ISO 320 berücksichtigen |
| ISO 1.600–6.400 | Veranstaltungen, Wald und wenig Licht | Rauschen und Detailverlust im eigenen Workflow prüfen |
| ISO 12.500–25.000 | geringe Beleuchtung und notwendige kurze Zeiten | gute Ergebnisse möglich, aber Motiv und Ausgabegröße entscheidend |
| ISO 50.000–100.000 | Notfallreserve | deutliche Qualitätsprüfung und Nachbearbeitung erforderlich |
Leica nennt einen Dynamikumfang von bis zu 15 Blendenstufen. Ohne identische Messmethode lässt sich diese Herstellerangabe nicht direkt mit Laborwerten anderer Quellen vergleichen.
Amateur Photographer weist darauf hin, dass ISO 50 eine Erweiterung ist und gegenüber ISO 100 Lichterreserve kosten kann. Für kontrastreiche Landschaften ist ISO 100 deshalb der sichere Ausgangspunkt. Bei wenig Licht kann ISO 320 sinnvoll sein, da hier laut aktuellem Datenblatt der hohe Verstärkungsbereich beginnt. Entscheidend ist ein eigener DNG-Test mit dem verwendeten Raw-Konverter.
ISO 50 ist nicht automatisch die beste Qualitätsstufe: Bei kontrastreichen Motiven ISO 100 als sicheren Ausgangspunkt verwenden und die Lichterreserve im DNG prüfen. Herstellerangabe, Sensorauslesung und Ergebnis des eigenen Raw-Konverters müssen getrennt betrachtet werden.
Die SL3 kombiniert Phasenvergleich, Kontrastmessung und Objekterkennung. Gegenüber SL2 und SL2-S ist das ein wichtiger Fortschritt. In veröffentlichten Tests wurde die Gesichts- und Augenerkennung bei Porträts als zuverlässig beschrieben.
Amateur Photographer bewertete die Schärfenachführung für Porträt und gemäßigte Bewegung positiv, sah die SL3 aber nicht als erste Wahl für schnellen Sport. TechRadar kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass der Hybrid-AF deutlich verbessert ist, gegenüber führenden Systemen von Sony, Canon oder Nikon aber nicht die Referenz darstellt.
| Motiv | Ausgangspunkt |
|---|---|
| Landschaft und Architektur | AFs, Einzelfeld oder manuell mit Lupe |
| Porträt | AFc, Augen-/Gesichtserkennung, 2–5 B/s |
| Gehende Personen | AFc, Tracking oder Zone, 5 B/s |
| Tier in ruhiger Bewegung | AFc, Tiererkennung, 5 B/s |
| schneller Vogel oder Sport | AFc testen; SL3-S oder SL3-P als Alternative vergleichen |
| feststehender Fokus, kurzer Moment | 9 oder 15 B/s möglich; elektronischen Verschluss und Rolling Shutter prüfen |
Leica gibt für die 5-Achsen-Stabilisierung bis zu fünf Stufen Ausgleich an. Der erreichbare Wert hängt von Brennweite, Haltung, Motivbewegung und persönlicher Verwacklung ab.
Die Stabilisierung ist hilfreich für:
Sie ersetzt keine kurze Verschlusszeit bei Menschen, Tieren, Wind oder Wasser. Ein stabilisiertes Sucherbild kann ruhig erscheinen, während das Motiv dennoch Bewegungsunschärfe erzeugt.
Bei nicht elektronisch erkannten manuellen Objektiven muss die korrekte Brennweite im Objektivprofil eingestellt werden. Andernfalls arbeitet die Stabilisierung nicht richtig oder bleibt deaktiviert.
Die Kamera besitzt den Leica L-Mount. Direkt verwendbar sind:
Native Montage garantiert nicht identische Leistung jeder Funktion. Bei Fremdobjektiven müssen Autofokus, Stabilisierung, Objektivkorrektur, Video-AF und Firmware mit der konkreten Kombination geprüft werden.
L-Mount bedeutet Kompatibilität, nicht identische Leistung: AF-C, Motivverfolgung, Stabilisierungsverbund, Korrekturprofile, Telekonverter und Videofunktionen können je nach Kamera, Objektiv und Firmware unterschiedlich arbeiten.
Mit geeigneten Adaptern können Leica-M- und Leica-R-Objektive manuell verwendet werden. Die SL3 ist dafür besonders interessant, weil der elektronische Sucher direkt durch das Objektiv blickt.
Empfohlener Ablauf:
Weiterführend:
Der EyeRes-Sucher besitzt 5,76 Millionen Bildpunkte, 100 Prozent Bildfeldabdeckung und wahlweise 60 oder 120 B/s. Belichtung, Weißabgleich, Schärfentiefe und manuelle Fokushilfen lassen sich direkt beurteilen.
Das 3,2-Zoll-Touchdisplay ist neigbar. Das hilft bei bodennahen oder erhöhten Aufnahmen im Querformat. Mehrere Tests kritisieren, dass der Mechanismus nicht so flexibel wie ein vollständig schwenkbares Display ist, besonders bei Hochformat und Video vor der Kamera.
Die Bedienung folgt einem reduzierten Konzept:
Benutzerprofile sollten nach dem Speichern nochmals auf Sprache, Auto ISO, Objektiverkennung, Stabilisierung, Dateiformat und Tastenbelegung geprüft werden. Firmwareupdates und ein Zurücksetzen können Einstellungen verändern.
Die SL3 zeichnet – abhängig von Codec und Ausgabe – bis zu C8K/8K mit 30p sowie C4K/4K mit 60p auf. Full HD steht bis 120p zur Verfügung. Sie unterstützt unter anderem H.264, H.265, ProRes, L-Log, HLG, HDMI-Ausgabe und Timecode.
Für professionelle Produktionen empfiehlt sich ein vollständiger Probelauf mit Kamera, Objektiv, Karte, Mikrofon, Recorder, Stromversorgung und Farbworkflow. Ein im Datenblatt vorhandenes Format beweist noch nicht, dass es für jede Produktion praktisch die beste Wahl ist.
Video vor dem Auftrag vollständig testen: Auflösung, Crop, Bildrate, Codec, Bittiefe, Wärmeverhalten, Speichermedium, Stromversorgung, HDMI, Timecode und Audio bilden einen gemeinsamen Workflow. Eine einzelne Datenblattangabe reicht nicht als Produktionsfreigabe.
Die folgenden Werte sind Startpunkte, keine festen Vorgaben.
| Motiv | Empfohlener Ausgangspunkt | Hinweise |
|---|---|---|
| Landschaft bei Sonne | M oder A, ISO 100, f/5,6–f/11, DNG 60 MP | Lichter und Histogramm prüfen |
| Fichtelgebirge und Felsen | A, ISO 100–400, f/5,6–f/8, AFs | Polfilterwirkung und Randdetails kontrollieren |
| Höhle | M, DNG, Stativ, ISO 100–800, Belichtungsreihe | Genehmigung, Sicherheit und Kondenswasser beachten |
| Architektur | M, ISO 100, f/5,6–f/11, Stativ | Kamera ausrichten, Beugung vermeiden |
| Porträt | A oder M, f/1,4–f/4, Augen-AF, 1/250 s oder kürzer | vorderes Auge und Hautlichter prüfen |
| Kraniche | M, 1/1000–1/2500 s, Auto ISO, AFc | 5 B/s mit AFc; SL3-S/P vergleichen |
| Veranstaltung | M, 1/250–1/500 s, Auto ISO, Augen-AF | mechanischen Verschluss bei Kunstlicht prüfen |
| Statische Reproduktion | M, ISO 100, Stativ, 240-MP-Multishot | zusätzlich normale 60-MP-Aufnahme sichern |
Eine 60-MP-DNG-Datei ist laut Datenblatt etwa 70 MB groß, abhängig von Motiv und Auflösung. Serien und 8K-Video benötigen daher einen geplanten Speicher- und Sicherungsworkflow.
Die aktuelle Leica-Datentabelle nennt eine deutlich höhere Aufnahmezahl unter einer speziellen CIPA-Prüfung mit automatischer Displayabschaltung nach fünf Sekunden. Frühe unabhängige Tests bezogen sich dagegen auf eine wesentlich niedrigere CIPA-Angabe und beobachteten schnellen Verbrauch. Die Zahlen sind deshalb nur zusammen mit der jeweiligen Testbedingung sinnvoll. Für lange Tage, Kälte, Video und Tethering sind Ersatzakku oder USB-C-Stromversorgung einzuplanen.
Das Gehäuse besteht aus Magnesium und Aluminium und ist nach IP54 klassifiziert. Das bedeutet Schutz unter definierten Staub- und Spritzwasserbedingungen, nicht Wasserdichtigkeit.
IP54 bedeutet nicht wasserdicht: Der Schutz gilt nur unter den spezifizierten Bedingungen und bei vollständig geschlossenen Abdeckungen sowie einer geeigneten Objektivkombination. Die Kamera niemals untertauchen oder unter fließendem Wasser reinigen.
Bei Regen, Sand, Kälte oder Höhlen:
Das Systemgewicht ist bei der Planung wichtig. Das Gehäuse wiegt betriebsbereit rund 850 g; lichtstarke SL-Zooms können eine komplette Ausrüstung deutlich schwerer machen. Für längere Touren sind Objektivauswahl, Rucksack, Stativ und Gesamtgewicht vorab zu testen.
Der Praxistest hebt die hohe 60-MP-Bildqualität, den großen Dynamikumfang bei niedrigen ISO-Werten, die einfache Bedienung und die robuste Verarbeitung hervor. Positiv bewertet werden auch Phasen-AF und Motiverkennung gegenüber den Vorgängern.
Als Grenzen nennt der Test:
Bei den DNG-Dateien wurden sehr hohe Detailreserven und gute Schattenaufhellung festgestellt. ISO 50 kostet nach diesem Test Lichterreserve; ISO 100 ist deshalb der bessere allgemeine Ausgangspunkt.
TechRadar bewertet 60-MP-Sensor, Verarbeitung, Bedienkonzept und verbesserte Autofokusfunktionen positiv. Gesichts- und Augenerkennung arbeiteten im Test zuverlässig. Als Nachteile werden Preis, begrenzte Serienbildleistung gegenüber Sony oder Nikon und ein nicht klassenführender Autofokus genannt.
Die Tests stimmen in den zentralen Punkten überein:
Testurteile sind keine eigene Langzeiterfahrung des Wiki-Eigentümers. Für eine Kaufentscheidung sollte eine persönliche Testserie mit den geplanten Objektiven erfolgen.
| Merkmal | Leica SL3 | Leica SL3-S | Leica SL3-P |
|---|---|---|---|
| Sensor | 60 MP | 24 MP | 44 MP |
| Serienbild mit AFc | 5 B/s | bis 30 B/s | bis 40 B/s |
| Multishot | 240 MP | 48 / 96 MP | 176 MP |
| Video | 8K/30p, 4K/60p | 6K Open Gate, 4K/60p | 8K Open Gate, 4K/120p |
| Content Credentials | Nein | Ja | Ja |
| Hauptstärke | maximale Einzelbildauflösung | Geschwindigkeit und Low-Light | ausgewogener Profi-Hybrid |
Die SL3 bleibt die klare Wahl, wenn 60 MP, große Ausdrucke, Architektur, Landschaft und kontrollierte Details wichtiger als hohe AF-Serienraten sind.
Content Credentials: Die ursprüngliche Leica SL3 unterstützt diese Funktion nach der aktuellen Leica-Systemübersicht nicht. SL3-S und SL3-P dürfen deshalb nicht pauschal mit der SL3 gleichgesetzt werden.
Vor Kauf oder Übernahme einer gebrauchten SL3:
Der BSI-Vollformatsensor liefert effektiv 60,3 MP. DNG und JPEG können außerdem mit rund 36,5 oder 18,6 MP gespeichert werden. Multishot erreicht bis zu 240 MP.
ISO 50 ist wählbar, wird von unabhängigen Tests aber als Erweiterung mit geringerer Lichterreserve beschrieben. Für kontrastreiche Motive ist ISO 100 der sichere Ausgangspunkt. Das aktuelle Datenblatt nennt ab ISO 320 den hohen Verstärkungsbereich.
Mit kontinuierlicher Schärfenachführung erreicht sie laut Leica bis zu 5 B/s. Die maximalen 15 B/s arbeiten elektronisch, mit 12 Bit und ohne Nachfokussierung während der Serie.
Sie kann gemäßigte Bewegung gut erfassen, ist aber keine spezialisierte Sportkamera. Für schnellen Sport oder Vögel im Flug sind SL3-S, SL3-P oder entsprechend spezialisierte Wettbewerber zu vergleichen.
Native Leica-SL-, Sigma-L-Mount-, Panasonic-Lumix-S- und weitere kompatible L-Mount-Objektive passen direkt. Leica M und R lassen sich mit geeigneten Adaptern manuell nutzen.
Die aktuelle Leica-Systemübersicht führt Content Credentials für die SL3 mit „Nein“. SL3-S und SL3-P werden mit Unterstützung ausgewiesen.
Nein. IP54 bietet definierten Schutz gegen Staub und Spritzwasser, aber keine Freigabe zum Untertauchen.
Quellenstand: 01.08.2026. Technische Daten, Firmware, Varianten, Preise und Testurteile können sich ändern. Vor Firmwareupdate, Kauf oder professionellem Einsatz sind die aktuellen Herstellerunterlagen maßgeblich. Herstellerangaben und unabhängige Praxisergebnisse werden getrennt dargestellt.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.1 | 01.08.2026 | Seite nach neuem Leica-Seitenstandard überarbeitet: SEO-H1, Prüfampel, Firmwarewarnung, vergrößerbare Titelgrafik, neue SL3-Praxisgrafik, Warnhinweise zu Serienbild, Multishot, ISO 50, L-Mount, Video, IP54 und Content Credentials sowie offizieller Quellenstand aktualisiert |
| 1.0 | 28.07.2026 | Öffentliche SEO-Modell-, Test- und Praxisseite mit technischen Daten, 60-MP-Bildqualität, Triple Resolution, ISO, Dynamikumfang, Autofokus, Multishot, Video, Objektiven, Testauswertung, Kaufcheckliste und FAQ erstellt |