Auftakt an den Havenwelten: Leuchtturm am Willy-Brandt-Platz. Eigene Aufnahme vom 19.08.2026.
Am 19. August 2026 bin ich in den Havenwelten Bremerhaven unterwegs. Für diesen Fototag habe ich bewusst nur die Leica Q2 Monochrom mitgenommen. Das fest eingebaute Summilux 1:1,7/28 ASPH. eignet sich für die weiten Hafenbecken, moderne Architektur, Schiffe und die grafischen Linien der Hafenanlagen. Gleichzeitig zwingt mich die feste Brennweite dazu, den Bildausschnitt durch meinen Standort zu bestimmen.
Die Auswahl umfasst sechzehn eigene Schwarzweißfotografien. Zwölf digitale Aufnahmen entstanden 2026 mit der Leica Q2 Monochrom. Vier zusätzliche analoge Mittelformataufnahmen habe ich bereits 2020 mit der Rolleiflex Hy6 fotografiert. Gemeinsam zeigen sie den Willy-Brandt-Platz, Sail City, den Weserdeich, Hafenbecken, Schiffe und Alltagsszenen in zwei unterschiedlichen fotografischen Arbeitsweisen.
| Dokumenteninformation | Angabe |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-BLOG-2026-006 |
| Titel | Bremerhaven Havenwelten in Schwarzweiß: Leica Q2 Monochrom und Rolleiflex Hy6 |
| Bereich | Fotografen-Wiki – Blog – Fotoorte und Fototouren |
| Autor und Fotograf | Stefan Strößenreuther |
| Aufnahmedatum | 2020 und 19.08.2026 |
| Version | 1.2 |
| Dokumentenstatus | Veröffentlicht – Bildergalerie eingebunden |
| Bildrechte | Ausschließlich eigene Aufnahmen; alle Rechte vorbehalten |
| Kameras | Leica Q2 Monochrom; Rolleiflex Hy6 Mittelformat |
| Objektive | Leica Summilux 1:1,7/28 ASPH., fest eingebaut; Objektiv der Rolleiflex-Serie nicht dokumentiert |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Touren/August-2026/FW-BLOG-2026-006_Bremerhaven_Havenwelten_Leica_Q2_Monochrom |
Die Havenwelten liegen im Bereich des Alten und Neuen Hafens. Auf engem Raum treffen historische Hafenbecken, Museumsschiffe und maritime Technik auf moderne Gebäude wie das Klimahaus und das ATLANTIC Hotel Sail City. Für mich liegt der fotografische Reiz gerade in diesen Gegensätzen: alte Kaimauern neben Glasfassaden, ruhige Wasserflächen neben harten Bauformen und kleine technische Details vor einer weiten Hafenlandschaft.
Der Alte Hafen wurde 1827 als erstes künstliches Hafenbecken des neu gegründeten Bremerhavens angelegt. Heute gehören unter anderem das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das U-Boot „Wilhelm Bauer“, das Klimahaus und die Aussichtsplattform Sail City zum fotografischen Umfeld der Havenwelten.
Aktueller Zugangshinweis: Nach einer Mitteilung der Stadt Bremerhaven sind die beiden Brücken über den Verbindungskanal zwischen Altem und Neuem Hafen seit dem 8. Juni 2026 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Dieser veränderliche Hinweis wurde am 19.08.2026 geprüft und sollte vor einem späteren Besuch erneut kontrolliert werden.
Die Havenwelten möchte ich nicht nur als Ansammlung bekannter Sehenswürdigkeiten zeigen. Mich interessieren vor allem Formen, Tonwerte und Beziehungen innerhalb des Hafenraums:
Schwarzweiß reduziert die Szene auf Helligkeit, Struktur und Kontrast. Eine rote Boje, ein blaues Schiff oder eine farbige Fassade unterscheiden sich im Monochrombild nur dann deutlich, wenn ihre Helligkeitswerte auseinanderliegen. Deshalb prüfe ich nicht nur das Motiv, sondern besonders die Trennung benachbarter Grautöne.
Die Leica Q2 Monochrom besitzt einen monochromen Vollformatsensor und ein fest eingebautes Summilux 28 mm f/1,7. Leica nennt ISO 200 als Basis-ISO und einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen bei diesem Wert. Für helle Hafenmotive ist die Spitzlichtkontrolle besonders wichtig: Ausgefressene Lichter lassen sich bei einer reinen Monochromkamera nicht über einen intakten Farbkanal rekonstruieren.
Die folgende Arbeitsweise dient als Orientierung für ähnliche Motive. Die tatsächlich verwendeten Werte der ausgewählten Aufnahmen stehen direkt unter den Bildern in der Galerie:
| Aufnahmesituation | Praktischer Ausgangspunkt |
|---|---|
| Architektur und Hafenübersicht | ISO 200, Blende f/5,6 bis f/8, kurze Kontrollaufnahme auf helle Fassaden und Reflexe |
| Bewegung von Menschen oder Schiffen | Verschlusszeit der Bewegung anpassen; Auto-ISO nur so hoch wie erforderlich |
| Details und Freistellung | nahe herangehen und mit f/1,7 bis f/2,8 arbeiten |
| Spiegelungen im Wasser | Belichtung an den hellsten Reflexen kontrollieren; unterschiedliche Standpunkte prüfen |
| Gegenlicht und heller Himmel | Histogramm beziehungsweise Lichterwarnung beachten und gegebenenfalls leicht knapper belichten |
Mit 28 mm muss ich bei Gebäuden auf stürzende Linien achten. Eine exakt waagerecht ausgerichtete Kamera reduziert die perspektivische Verzeichnung, begrenzt aber den oberen Bildraum. Alternativ kann ich die Neigung bewusst als Gestaltungsmittel einsetzen. Wichtig ist, dass die Linienführung entschieden und nicht versehentlich wirkt.
Die vier Aufnahmen von 2020 entstanden analog im Mittelformat mit der Rolleiflex Hy6. Das quadratische Format, das sichtbare Filmkorn und die ruhigere Arbeitsweise setzen einen eigenen Akzent. Angaben zu Film, Objektiv, Blende und Belichtungszeit sind in den bereitgestellten Digitalisaten nicht zuverlässig dokumentiert und werden deshalb nicht ergänzt.
Die Galerie ist als Rundgang aufgebaut. Landschaft und Architektur eröffnen die Serie, maritime Technik und Museumsschiffe bilden den Mittelteil, Menschen im öffentlichen Raum setzen den dokumentarischen Schlusspunkt.
| Reihenfolge | Motivgruppe | Bildwirkung |
|---|---|---|
| 1 | Auftaktbild der Havenwelten | räumliche Orientierung und maritime Atmosphäre |
| 2 | Alter Hafen oder Museumsschiffe | historische Ebene des Ortes |
| 3 | Hafenbecken und Spiegelung | Ruhe, Fläche und horizontale Gliederung |
| 4 | Sail City oder Klimahaus | moderne Architektur und starke Linien |
| 5 | Brücken, Treppen oder Geländer | grafische Konstruktion und Rhythmus |
| 6 | Poller, Taue oder Beschriftungen | maritimes Detail |
| 7 | Schiff und Architektur | Kontrast zwischen Technik und Stadtraum |
| 8 | Mensch im Hafenraum | Maßstab und dokumentarischer Moment |
| 9 | Licht, Wolken oder Reflexe | Stimmung des Besuchstages |
| 10–12 | Menschen und Architektur | beobachtender, dokumentarischer Abschluss der digitalen Serie |
| 13–16 | Analoge Havenwelten von 2020 | quadratisches Mittelformat, Filmkorn und zeitlicher Vergleich |
Die ersten zwölf Aufnahmen entstanden am 19.08.2026 mit der Leica Q2 Monochrom und dem fest eingebauten Summilux 1:1,7/28 ASPH. Die vier abschließenden Fotografien stammen aus dem Jahr 2020 und wurden analog mit der Rolleiflex Hy6 aufgenommen. Ein Klick auf ein Bild öffnet die vergrößerte Ansicht. Die digitalen Fotos entstanden bei ISO 200 und Blende f/4; elf mit 1/250 s, die Aufnahme „Strukturen im Watt“ mit 1/125 s. Für die analogen Digitalisate werden nur die gesicherten Angaben Kamera, Aufnahmejahr und Medium genannt.
Die zwölf WebP-Kopien der digitalen Serie besitzen eine lange Kante von 1.800 Pixeln. Die vier ergänzenden JPEG-Kopien der analogen Mittelformataufnahmen besitzen 1.500 beziehungsweise 1.600 Pixel Kantenlänge. Sämtliche Webdateien bleiben unter 800 KB; die lokalen Originaldateien wurden nicht verändert.
Die Havenwelten sind ein öffentlicher, touristisch stark genutzter Raum. Bei der Fotografie achte ich darauf, Wege nicht zu blockieren und einzelne Personen nicht ohne nachvollziehbaren Grund bildbestimmend herauszustellen. Für erkennbare Porträts und eine spätere Veröffentlichung ist die rechtliche Situation gesondert zu beurteilen.
An Hafenbecken, Kaimauern und technischen Anlagen hat Sicherheit Vorrang. Absperrungen, gesperrte Brücken und nicht öffentlich zugängliche Flächen sind keine Fotostandpunkte. Bei Wind müssen außerdem Trageriemen, lose Ausrüstung und ein gegebenenfalls verwendetes Stativ besonders gesichert werden.
Die Havenwelten bieten für die Leica Q2 Monochrom genau die Mischung, die ich an einer festen 28-mm-Brennweite schätze: weite Räume, klare Architektur, kurze Motivabstände und viele grafische Details. Die Rolleiflex-Hy6-Aufnahmen von 2020 ergänzen diesen aktuellen Rundgang um das konzentrierte quadratische Mittelformat und die sichtbare Materialität des Films.
In der fertigen Auswahl tragen vor allem drei Elemente den Charakter des Tages: der bewegte Wolkenhimmel, die klaren Kanten der Hafenarchitektur und die Menschen, die sich darin bewegen. Die Serie beginnt landschaftlich, wird im Bereich der Schiffe und technischen Arbeiten dichter und endet dokumentarisch. Gerade dieser Wechsel zeigt, dass die Havenwelten nicht nur Kulisse, sondern zugleich Arbeitsort, Museum und öffentlicher Stadtraum sind.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 0.1 | 19.08.2026 | Blogentwurf zur Fototour durch die Havenwelten Bremerhaven mit der Leica Q2 Monochrom angelegt; Bildergalerie und abschließendes Fazit folgen nach der Bildauswahl |
| 1.0 | 19.08.2026 | Zwölf eigene Schwarzweißaufnahmen als Lightbox-Galerie mit Alternativtexten, Bildtiteln und Bildunterschriften eingebunden; Status und Fazit aktualisiert |
| 1.1 | 19.08.2026 | Titelbild ergänzt, Galeriepfade auf /public-bilder/19_08_2026/ vereinheitlicht und aus den Original-JPEGs ausgelesene Aufnahmeparameter ergänzt |
| 1.2 | 19.08.2026 | Vier analoge Mittelformataufnahmen der Havenwelten von 2020 mit der Rolleiflex Hy6 ergänzt; Titel, Einleitung, Galeriestruktur, Kameraangaben und Fazit auf die kombinierte Serie aktualisiert |