Schematische Lehrgrafik zur Spitzengruppe der Leica-R-Objektive; ein Klick öffnet die SVG-Datei in Originalgröße. Die Darstellung ist keine offizielle Rangliste und nicht maßstäblich.
Welche Leica-R-Objektive besitzen laut Erwin Puts die höchste Abbildungsleistung? Eine einfache Rangliste veröffentlicht Puts nicht. Seine Objektivberichte erlauben aber eine nachvollziehbare Einordnung nach Auflösung, Mikro- und Gesamtkontrast, Offenblendenleistung, Gleichmäßigkeit über das Bildfeld, Farbkorrektur sowie Leistung bei unterschiedlichen Aufnahmeentfernungen.
Beim rein technischen Auflösungspotenzial steht das APO-Telyt-R 280 mm f/4 an der Spitze. Als besonders ausgewogene Offenblendenobjektive folgen das APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 und das wesentlich handlichere APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. Das APO-Summicron-R 180 mm f/2 verbindet extreme Lichtstärke mit nahezu derselben Leistung wie das 180er Elmarit. Das APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 bleibt die Referenz für eine gleichmäßige Leistung von unendlich bis in den Makrobereich.
Kurzfazit: Das APO-Telyt-R 280 mm f/4 besitzt nach Puts das höchste theoretische Auflösungspotenzial. Das APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 bietet die überzeugendste Kombination aus Offenblende, Gleichmäßigkeit und APO-Korrektur. Das APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. ist das praktischste Spitzenobjektiv. Für Makro bleibt das APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 die zentrale Referenz.
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-OBJ-LEI-R-03 |
| Titel | Die schärfsten Leica-R-Objektive nach Erwin Puts – höchste Abbildungsleistung im Vergleich |
| Bereich | Ausrüstung – Objektive – Leica – R-System |
| Dokumentenart | Historische Testauswertung, Vergleich und Praxishilfe |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 1.0 |
| Stand | 01.09.2026 |
| Quellenstand | Erwin Puts, Leica Compendium und Leica R-Lenses, vollständig ausgewertete relevante Objektivkapitel |
| Dokumentenstatus | Lokaler Markdown-Entwurf mit eigenem SVG; Veröffentlichung durch den Wiki-Eigentümer offen |
| Klassifizierung | Öffentlich vorgesehen |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Objektive/Leica/R-System/FW-OBJ-LEI-R-03_Schaerfste_Leica_R_Objektive_nach_Erwin_Puts |
| SEO-Feld | Inhalt |
|---|---|
| SEO-Titel | Die schärfsten Leica-R-Objektive nach Erwin Puts |
| Meta-Beschreibung | Welche Leica-R-Objektive sind besonders scharf? Puts über APO-Telyt 280, APO-Elmarit 180, APO-Summicron 90/180, APO-Macro 100 und Spitzenzooms. |
| Hauptkeyword | schärfste Leica-R-Objektive |
| Sekundäre Suchbegriffe | beste Leica R Objektive, Erwin Puts Objektivtest, Leica R APO Objektive, Leica R Auflösung, Leica R MTF |
| Suchintention | Leica-R-Objektive mit besonders hoher Abbildungsleistung vergleichen und für Film oder Digital auswählen |
| Empfohlener URL-Slug | schaerfste-leica-r-objektive-erwin-puts |
Puts reduziert Schärfe nicht auf eine einzelne Auflösungszahl. Seine Bewertungen berücksichtigen mehrere miteinander verbundene Eigenschaften:
| Eigenschaft | Bedeutung für das Bild |
|---|---|
| Gesamtkontrast | klare Trennung großer Helligkeits- und Motivstrukturen; prägt den ersten Schärfeeindruck |
| Mikrokontrast | differenzierte Wiedergabe kleiner Strukturen und feiner Tonwertunterschiede |
| Kantenkontrast | klare Begrenzung von Motivdetails; entscheidend für den Eindruck von Knackigkeit und Präzision |
| Auflösung | Fähigkeit, sehr kleine Strukturen getrennt abzubilden |
| Gleichmäßigkeit | möglichst geringe Leistungsunterschiede zwischen Bildmitte, Rand und Ecken |
| Farbkorrektur | geringe chromatische Aberration und saubere Kanten ohne störende Farbsäume |
| Verzeichnung | geometrisch korrekte Wiedergabe, wichtig für Architektur und Reproduktion |
| Entfernungsbereich | konstante Leistung von unendlich bis zur Naheinstellgrenze |
| Offenblendenleistung | nutzbare Qualität ohne Abblenden; besonders wichtig bei lichtstarken Objektiven |
In seinen MTF-Erklärungen misst Puts den niedrigen Ortsfrequenzen eine große Bedeutung zu. Eine hohe Wiedergabe bei etwa 5 Linienpaaren/mm sorgt für kräftige Motivkonturen und hohen Gesamtkontrast. Höhere Frequenzen wie 20 oder 40 Linienpaare/mm stehen stärker für feine und sehr feine Details. Eine hohe theoretische Grenzauflösung allein erzeugt daher noch kein sichtbar scharfes Bild.
Wichtig: Ein Objektiv mit extrem hoher zentraler Auflösung kann in der Praxis weniger überzeugend wirken als eine Konstruktion mit etwas geringerer Spitzenauflösung, aber besserem Kantenkontrast und gleichmäßiger Leistung bis in die Ecken.
Die folgende Einordnung ist eine redaktionelle Synthese seiner Einzelberichte. Sie ordnet nur dort eine Spitzengruppe zu, wo Puts selbst außergewöhnliche Messwerte oder ausdrücklich überragende Eigenschaften beschreibt. Unterschiede zwischen Brennweiten und Einsatzzwecken bleiben sichtbar.
Ein 280-mm-Teleobjektiv kann wegen Brennweite, Gewicht und Stativbedarf nicht sinnvoll gegen ein 28-mm-Weitwinkel als allgemeiner „Sieger“ antreten. Deshalb unterscheidet diese Seite:
| Gruppe | Objektiv | Puts’ entscheidende Aussage | Einordnung |
|---|---|---|---|
| höchstes Auflösungspotenzial | APO-Telyt-R 280 mm f/4 | nahezu beugungsbegrenzt und extrem hohe Grenzauflösung bereits bei f/4 | technischer Auflösungsführer |
| beste Offenblendenbalance | APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 | bereits offen am Leistungsmaximum, sehr gleichmäßig und vollständig apochromatisch korrigiert | stärkste Gesamtleistung im Telebereich |
| handliches Spitzen-Kurztele | APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. | mehr als 100 Linienpaare/mm mit hohem Kantenkontrast von der Mitte bis zum Rand bei f/2 | praxisgerechter Spitzenreiter |
| extreme Lichtstärke | APO-Summicron-R 180 mm f/2 | bei f/2 nur knapp unter dem 180er Elmarit, ab f/2,8 nahezu gleichwertig | Spezialist für wenig Licht und geringe Schärfentiefe |
| Makroreferenz | APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 | langjähriger Maßstab für Bildqualität, offen sehr gleichmäßig, hervorragend farbkorrigiert | Referenz von unendlich bis 1:2 beziehungsweise 1:1 mit APO-Elpro |
Puts beschreibt das APO-Telyt-R 280 mm f/4 als eine der wenigen Leica-Konstruktionen, die nahezu beugungsbegrenzt arbeiten. Er nennt eine theoretische Grenzauflösung von ungefähr 500 Linienpaaren/mm bei Offenblende. Diese Zahl ist kein direkt erreichbarer Praxiswert. Sie zeigt, wie weit die optischen Restfehler reduziert wurden.
Puts schreibt sinngemäß, dass die kleinsten vom Objektiv auflösbaren Strukturen damalige Filme und digitale Sensoren überfordern konnten. Diese Aussage stammt aus dem technischen Umfeld seiner Veröffentlichung und darf nicht unverändert auf heutige hochauflösende Sensoren übertragen werden. Entscheidend bleibt: Das Objektiv besitzt außergewöhnlich große optische Reserven.
Das Objektiv wiegt ungefähr 1.875 Gramm, besitzt einen sehr engen Bildwinkel und verlangt eine äußerst präzise Fokussierung. Schon geringe Bewegung, Luftunruhe oder falsche Stativtechnik können den theoretischen Vorteil zunichtemachen.
Der Auflösungsführer eignet sich besonders für:
Praxisurteil: Das APO-Telyt-R 280 mm f/4 ist nach Puts der stärkste Kandidat für die Frage nach der maximal möglichen Auflösung. Es ist aber ein Spezialwerkzeug und kein universeller Sieger.
Das späte APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 von 1998 gehört zu den modernsten Festbrennweiten des R-Systems. Puts sieht seine Besonderheit darin, dass es bereits bei Offenblende sein Leistungsmaximum erreicht.
Puts bewertet die absolute optische Qualität des 180ers höher als die des APO-Macro-Elmarit-R 100 mm und des APO-Summicron-M 90 mm. Die interne Fokussierung hält die Leistung auch bei ungefähr zwei Metern Aufnahmeabstand konstant.
Abblenden steigert die eigentliche Auflösung kaum noch. Ab f/4 beziehungsweise f/5,6 sinkt der Gesamtkontrast nach Puts sogar leicht. Das Objektiv ist deshalb ein typisches Beispiel für eine Rechnung, die gezielt auf höchste Offenblendenleistung optimiert wurde.
Mit ungefähr 970 Gramm bleibt es trotz seiner Brennweite vergleichsweise transportabel. Für die volle Leistung empfiehlt sich dennoch eine Auflage, ein Einbein- oder Dreibeinstativ. Geeignete Motive sind Porträt, Mode, Landschaftsausschnitt, Naturdetail und entfernte Strukturen.
Das APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. verbindet außergewöhnliche Abbildungsleistung mit einer noch gut handhabbaren Größe. Es ist optisch mit der M-Ausführung verwandt, fokussiert als R-Version aber bis ungefähr 0,5 Meter.
Puts nennt:
Als anschaulichen Maßstab führt er mehr als 100 Linienpaare/mm von der Mitte bis zum Rand mit sehr gutem Kantenkontrast bei Offenblende an. Bei f/2,8 steigt der Kontrast noch leicht; danach verbessert Abblenden hauptsächlich die Schärfentiefe.
Das 90er ist mit ungefähr 520 Gramm deutlich leichter als die 180- und 280-mm-Spitzenobjektive. Es bietet eine hohe Lichtstärke, kurze Naheinstellgrenze und eine vielseitige Perspektive.
Typische Einsatzbereiche:
Empfehlung: Wenn nur ein besonders hochleistendes und zugleich praktikables Leica-R-Objektiv gewählt werden soll, ist das APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. nach Puts’ Kriterien der stärkste Allround-Kandidat.
Das APO-Summicron-R 180 mm f/2 verbindet eine ungewöhnlich große Öffnung mit einer Leistung nahe dem APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8.
Die zusätzliche Blendenstufe ermöglicht kürzere Belichtungszeiten und eine extrem geringe Schärfentiefe. Puts nennt eine Schärfentiefe von nur ungefähr einem Zentimeter bei kurzer Porträtdistanz.
Das Objektiv wiegt ungefähr 2,5 Kilogramm. Puts betrachtet es faktisch als Stativobjektiv. Eine minimale Fokusabweichung oder Bewegung reicht aus, um die optische Leistung im realen Bild zu verlieren. Die äußersten Ecken sind bei f/2 schwächer als beim 180er Elmarit.
Das 180er Summicron ist daher kein schärferes Universalobjektiv als das Elmarit, sondern ein Spezialist für Situationen, in denen die zusätzliche Lichtstärke entscheidend ist.
Puts bezeichnet das APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 als Meilenstein und als früheren informellen Maßstab für Bildqualität. Spätere Konstruktionen konnten es in einzelnen Disziplinen übertreffen, seine besondere Stärke bleibt aber die gleichmäßige Leistung über einen sehr großen Entfernungsbereich.
Ohne Zusatz erreicht es 1:2. Mit dem speziell gerechneten APO-Elpro ist 1:1 möglich. Bei 1:1 sinkt die Leistung mit APO-Elpro bei offenen Blenden geringfügig; für feinste Strukturen empfiehlt sich moderates Abblenden.
Das 100er besitzt nicht die theoretische Grenzauflösung des APO-Telyt-R 280 mm f/4 und wird bei Offenblende vom späten APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 übertroffen. Dafür ist es wesentlich vielseitiger und deckt Makro, Reproduktion, Produkt, Porträt und allgemeines kurzes Tele ab.
Für kontrollierte Nahaufnahmen ist es daher weiterhin die überzeugendste R-Konstruktion dieser Spitzengruppe.
Die zweite, 1994 eingeführte Version mit Floating Element verbessert insbesondere die Leistung im Nahbereich und im Bildfeld.
Puts hebt hervor:
Die äußersten Ecken erreichen bei Offenblende nicht das Niveau der Bildmitte. Deshalb gehört das 28er nicht zur absoluten objektivübergreifenden Spitzengruppe, ist aber Puts’ herausragendes R-Weitwinkel in dieser Brennweitenklasse.
Die 1998 eingeführte zweite Version bietet eine deutlich höhere Leistung als ihr Vorgänger.
Puts betrachtet es um das Jahr 2000 als Stand der Technik für lichtstarke Normalobjektive. Bei mittleren Blenden sieht er kaum Konkurrenz. Seine absolute Offenblendenleistung liegt dennoch unter den modernen APO-Teleobjektiven.
Das 60er erreicht sein Optimum ungefähr bei f/5,6. Puts betont die sehr gleichmäßige Leistung, praktisch fehlende Verzeichnung und die besondere Stärke zwischen mittleren Entfernungen und dem Nahbereich.
Es ist nicht der absolute Offenblendenrekordhalter, aber eines der vielseitigsten R-Objektive:
Das klassische 180er besitzt einen legendären Ruf und erreichte in den 1980er-Jahren insbesondere bei f/5,6 eine außergewöhnlich hohe zentrale Feinzeichnung. Seine Randleistung ist jedoch weniger gleichmäßig als bei den späteren APO-Elmarit- und APO-Summicron-Konstruktionen.
Es bleibt ein sehr scharfes, vergleichsweise leichtes Teleobjektiv, gehört nach Puts’ späteren Vergleichsmöglichkeiten aber nicht mehr an die absolute Spitze des gesamten R-Programms.
Dieses seltene und aufwendig gebaute Zoom erreicht bei 70 mm seine beste Leistung. Puts sieht es dort bei f/2,8 sehr nahe an der Offenblendenleistung des APO-Macro-Elmarit-R 100 mm.
| Brennweite | Puts’ Einordnung |
|---|---|
| 35 mm | bereits bei f/2,8 hoher Kontrast und sehr gute Feldleistung; besser als ältere 35-mm-Festbrennweiten bei gleicher Blende |
| 50 mm | über das gesamte Bildfeld sehr klar; im Bildfeld besser als das Summicron-R 50 bei f/2,8 |
| 70 mm | beste Position; extrem feine Details mit hoher Klarheit und sehr hohem Kantenkontrast |
Zusätzlich bewertet Puts Gegenlichtverhalten, Reflexunterdrückung und Mikrokontrast ausgesprochen positiv. Das Objektiv ist schwer, selten und teuer, stellt optisch aber einen Höhepunkt des R-Systems dar.
Zwischen ungefähr 80 und 110 mm erreicht oder übertrifft dieses Zoom nach Puts teilweise das APO-Macro-Elmarit-R 100 mm. Es liefert dort sehr hohe Kantenkontraste und feinste Details bis in die äußeren Ecken.
Bei 135 und 180 mm bleiben die neueren APO-Festbrennweiten überlegen. Das Zoom übertrifft dort jedoch ältere 135- und 180-mm-Rechnungen. Seine fast zwei Kilogramm Gewicht verlangen hohe Verschlusszeiten oder ein stabiles Stativ.
Puts beschreibt das 28–90 als ausgezeichnete Konstruktion über alle Brennweiten und Blenden. Seine Stärke ist weniger eine einzelne Rekordposition als eine hohe Gleichmäßigkeit über den gesamten Zoombereich. Für ein einziges Reise- und Reportageobjektiv ist diese Konstanz besonders wertvoll.
| Objektiv | optimale Blende nach Puts | herausragende Stärke | erkennbare Grenze | praktische Rolle |
|---|---|---|---|---|
| APO-Telyt-R 280 mm f/4 | f/4 | nahezu beugungsbegrenzt, extrem hohe Auflösung, gleichmäßig | Gewicht, enger Bildwinkel, hohe Anforderungen an Stativ und Fokus | technische Auflösungsspitze |
| APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 | f/2,8 | Offenblendenmaximum, APO-Korrektur bis in die Ecken | etwas Verzeichnung; optimale Nutzung mit Auflage | stärkstes ausgewogenes Tele |
| APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. | f/2 bis f/4 | mehr als 100 lp/mm bei f/2, hohe Gleichmäßigkeit | geringere Makrofähigkeit als das 100er | praktischster Spitzenreiter |
| APO-Summicron-R 180 mm f/2 | f/2 bis f/2,8 | extreme Lichtstärke und sehr hoher Mikrokontrast | 2,5 kg, weichere Ecken bei f/2 | Low-Light-Spezialist |
| APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 | f/2,8 bis f/5,6 | konstante Leistung von unendlich bis Makro | neuere APO-Teleobjektive erreichen höhere Spitzenwerte | Makro- und Reproduktionsreferenz |
| Elmarit-R 28 mm f/2,8 II | f/4 bis f/5,6 | außergewöhnliches R-Weitwinkel, sehr gute Farbkorrektur | Ecken offen schwächer als die Mitte | Weitwinkelspitze |
| Summilux-R 50 mm f/1,4 II | f/2,8 bis f/5,6 | sehr hohe Leistung bei mittleren Blenden plus f/1,4 | offen nicht so gleichmäßig wie die APO-Spitze | lichtstarke Normalbrennweite |
| Macro-Elmarit-R 60 mm f/2,8 | ungefähr f/5,6 | gleichmäßige Nah- und Normaldistanzleistung | geringere Offenblendenleistung als spätere APO-Objektive | vielseitiges Allround-Makro |
| Vario-Elmarit-R 35–70 mm f/2,8 ASPH. | f/2,8 bis f/4 | bei 70 mm nahe am APO-Macro 100 | selten, schwer und sammelwürdig | bestes kompaktes Spitzenzoom |
| Vario-APO-Elmarit-R 70–180 mm f/2,8 | f/2,8 bis f/5,6 | 80–110 mm auf Festbrennweitenniveau | knapp 2 kg; längere Positionen unter neueren APO-Primes | Spitzen-Telezoom |
APO-Telyt-R 280 mm f/4 – wenn Brennweite, Stativ und Aufnahmebedingungen zum Motiv passen.
APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 – wenn ein hochkorrigiertes Teleobjektiv und ausreichend Stabilität verfügbar sind.
APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. – hohe Lichtstärke, überschaubares Gewicht, kurze Naheinstellgrenze und außergewöhnliche Offenblendenleistung.
APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 – größerer Arbeitsabstand, sehr gute Farbkorrektur und gleichmäßige Leistung von unendlich bis 1:2 beziehungsweise 1:1 mit APO-Elpro.
Summilux-R 50 mm f/1,4 II – wenn Lichtstärke und hohe Leistung ab f/2 bis f/5,6 kombiniert werden sollen.
Elmarit-R 28 mm f/2,8 II – besonders ausgewogene Korrektur, Floating Element und hohe Leistung im Nah- wie Fernbereich.
Das seltene Vario-Elmarit-R 35–70 mm f/2,8 ASPH. besitzt die höchste Spitzenleistung im Normalbereich. Das Vario-APO-Elmarit-R 70–180 mm f/2,8 ist die flexiblere Telelösung.
Die optische Leistungsfähigkeit historischer R-Objektive kann über einen präzisen mechanischen Adapter auch an spiegellosen Kameras genutzt werden. Der Adapter muss das Auflagemaß korrekt einhalten und darf keine Verkippung erzeugen.
| Objektiv | praktische Eignung |
|---|---|
| APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. | sehr interessant; noch handlich, lichtstark und über EVF gut fokussierbar |
| APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 | besonders sinnvoll für Makro, Reproduktion und kontrollierte Naturdetails |
| APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 | optisch hervorragend, aber mit Stativ oder stabiler Auflage verwenden |
| APO-Summicron-R 180 mm f/2 | wegen 2,5 kg nur als stationäre Spezialkombination sinnvoll |
| APO-Telyt-R 280 mm f/4 | hohe Anforderungen an Stativ, Fokussierung und erschütterungsfreie Auslösung |
Bei sehr scharfen Objektiven wird der Fokusfehler schneller zum begrenzenden Faktor als die Objektivrechnung. Fokuslupe, kontrastreiche Motivdetails, stabile Kamera und mehrere geringfügig versetzte Fokusaufnahmen sind deshalb wichtiger als Focus Peaking allein.
Siehe dazu: Leica M EV1 in der Praxis – Sucherbild, Fokuslupe und Scharfstellen.
Puts beurteilt die optische Konstruktion und ein geprüftes Exemplar. Jahrzehnte später können andere Faktoren die Abbildungsleistung begrenzen:
Bewertungsregel: Ein weich wirkendes Bild beweist nicht, dass Puts’ Bewertung falsch ist. Zuerst müssen Fokus, Bewegung, Adapter, Motivkontrast und Zustand des konkreten Exemplars ausgeschlossen werden.
Nach Puts lassen sich drei verschiedene Antworten auf die Frage nach dem „schärfsten“ Leica-R-Objektiv geben:
Das APO-Summicron-R 180 mm f/2 ist die lichtstarke Speziallösung. Das APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 bleibt die Makroreferenz. Elmarit-R 28 II und Summilux-R 50 II führen ihre Brennweitenklassen an. Bei den Zooms zeigen das 35–70 mm f/2,8 ASPH. und das 70–180 mm f/2,8, dass sehr hohe Leistung nicht auf Festbrennweiten beschränkt ist.
Empfehlung für die Praxis: Für eine Leica M EV1 oder eine andere spiegellose Kamera sind APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. und APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 die sinnvollsten Einstiege in Puts’ Spitzengruppe. Die 180- und 280-mm-Objektive können noch höhere Spezialleistungen bieten, verlangen aber wesentlich mehr Stabilität und Aufwand.
| Objektiv oder Thema | PDF-Seiten |
|---|---|
| Elmarit-R 28 mm f/2,8 II | 531–532 |
| Summilux-R 50 mm f/1,4 II | 543–544 |
| Macro-Elmarit-R 60 mm f/2,8 | 544–545 |
| APO-Summicron-R 90 mm f/2 ASPH. | 550 |
| APO-Macro-Elmarit-R 100 mm f/2,8 | 552–553 |
| APO-Telyt-R 180 mm f/3,4 | 556 |
| APO-Elmarit-R 180 mm f/2,8 | 559–560 |
| APO-Summicron-R 180 mm f/2 | 560–562 |
| APO-Telyt-R 280 mm f/4 | 564 |
| APO-Telyt-R 280 mm f/2,8 | 565 |
| APO-Telyt-R Modulsystem | 568–570 |
| Vario-Elmarit-R 28–90 mm f/2,8–4,5 ASPH. | 576–578 |
| Vario-Elmarit-R 35–70 mm f/2,8 ASPH. | 581–583 |
| Vario-APO-Elmarit-R 70–180 mm f/2,8 | 583–584 |
| Kapitel | PDF-Seiten |
|---|---|
| 50- und 60-mm-Objektive | 9–20 |
| 80-, 90- und 100-mm-Objektive | 21–35 |
| 180- und 280-mm-Objektive | 36–46 |
| spätere Weitwinkel- und Normalobjektivvergleiche | 46–92 |
| APO-Summicron-R 180 mm f/2 | 93–98 |
| APO-Telyt-R und Modulsystem | 103–109 |
| Vario-APO-Elmarit-R 70–180 mm f/2,8 | 127–143 |
Urheberrechtlicher Hinweis: Die Fachtexte wurden ausgewertet und in eigenen Worten zusammengefasst. Diese Seite enthält keine vollständige wörtliche Wiedergabe und ersetzt nicht die Originalpublikationen.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 01.09.2026 | Ausführliche Auswertung der schärfsten Leica-R-Festbrennweiten und Zoomobjektive nach Erwin Puts; Kriterien, Spitzengruppe, Brennweitenklassen, Digitalpraxis, Gebrauchtprüfung, Quellen und eigenes SVG ergänzt. |