| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-ZUB-GOS-02 |
| Titel | GOSSEN STARLITE 2 – Bedienung, Spotmessung und Zonensystem |
| Bereich | Ausrüstung – Zubehör – Belichtungsmesser – GOSSEN |
| Dokumentenart | Geräteporträt, Bedienhilfe und Praxisanleitung |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 2.4 |
| Stand | 01.08.2026 |
| Dokumentenstatus | Entwurf |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Geltungsbereich | Analoge und digitale Fotografie, Dauerlicht, Blitzlicht, CINE und Photometrie |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Zubehoer/Belichtungsmesser/Gossen/FW-ZUB-GOS-02_Gossen_STARLITE_2 |
| Quellenstand | Bedienungsanleitung vom 22.08.2014 und Presseinformation vom September 2008 |
| Nächste Prüfung | 01.08.2027 oder bei Änderungen an Herstellerdownloads, Kalibrierungs- beziehungsweise Serviceangeboten |
Der GOSSEN STARLITE 2 ist ein professioneller Handbelichtungsmesser, der Lichtmessung, enge Objektmessung und zahlreiche Auswertungsfunktionen in einem Gerät verbindet. Seine wichtigste Besonderheit ist der drehbare Messkopf mit umschaltbarer 1°-Spotmessung, 5°-Selektivmessung, planer Lichtmessung und sphärischer Lichtmessung. Dadurch eignet er sich sowohl für schnelle Lichtmessungen im Studio als auch für präzise Tonwertmessungen in Landschaften, Höhlen und kontrastreichen Schwarzweißmotiven.
GOSSEN stellte den STARLITE 2 im September 2008 als Spitzenmodell seines Belichtungsmesserprogramms vor. Auf der aktuellen GOSSEN-Webseite wird er unter den älteren Geräten geführt. Er ist daher vor allem als Gebrauchtgerät interessant; Bedienungsanleitung und Kurzanleitungen sind beim Hersteller weiterhin abrufbar.
| Stärke | Bedeutung in der Praxis |
|---|---|
| 1°-Spotmessung | Kleine Motivbereiche können vom Kamerastandpunkt gezielt gemessen werden. |
| 5°-Selektivmessung | Praktisch, wenn ein etwas größerer Bereich gemittelt werden soll. |
| Planer und sphärischer Diffusor | Anpassung der Lichtmessung an flache Vorlagen oder dreidimensionale Motive. |
| Integrierte Zonenmessung | Direkte Zuordnung einer Messung zu Zone V oder einer gewählten Zielzone. |
| Kontrast- und Mittelwertmessung | Beurteilung von Helligkeitsumfang und mehreren Motivstellen. |
| Dauerlicht und Blitzlicht | Einsatz bei Landschaft, Architektur, Studio und Mischlicht. |
| CINE und Photometrie | Messung für Filmaufnahmen sowie Beleuchtungs- und Leuchtdichtewerte. |
Einordnung: Der STARLITE 2 ist kein Entfernungsmesser. Er misst Licht beziehungsweise Belichtung, aber keine Entfernung zum Motiv.
Funktionsübersicht des GOSSEN STARLITE 2 als technische Lehrgrafik; keine maßstäbliche Produktabbildung. Für die konkrete Bedienung bleibt die Herstelleranleitung maßgeblich.
Der um etwa 270° drehbare Messkopf ist das zentrale Merkmal des STARLITE 2. Über den Diffusorring wird die gewünschte Messart eingestellt.
| Stellung | Messart | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 1° | enge Objekt- beziehungsweise Spotmessung | Zonensystem, kleine Licht- oder Schattenflächen, Höhlenausgang, Mondlandschaft |
| 5° | Selektivmessung | Fassaden, größere Felsflächen, gleichmäßige Bildbereiche |
| planer Diffusor | Lichtmessung einer flachen Ebene | Reproduktion, Gemälde, gleichmäßig beleuchtete Flächen |
| sphärischer Diffusor | Lichtmessung für dreidimensionale Motive | Porträt, Produkt, Studio und allgemeine Lichtmessung |
Der optische Sucher zeigt ein ungefähr 12° großes Gesichtsfeld. Darin markieren Kreise die tatsächlichen Messfelder für 1° und 5°. Die minimale sinnvolle Messentfernung liegt laut Anleitung bei ungefähr einem Meter.
Messkopfstellungen und typische Anwendungen als technische Lehrgrafik; die Darstellung ist nicht maßstäblich. Die konkrete Ringstellung ist vor jeder Messung am Gerät zu kontrollieren.
Sicherheit: Mit dem optischen Sucher niemals direkt in die Sonne blicken. Das kann die Augen schädigen. Den Messkopf außerdem nicht gewaltsam über seinen Anschlag hinausdrehen; dadurch kann die Verbindung zwischen Messkopf und Gehäuse beschädigt werden.
Die folgenden Werte stammen aus der deutschsprachigen GOSSEN-Bedienungsanleitung. Bei einem Gebrauchtgerät können Zustand, Alterung, frühere Reparaturen und Kalibrierung die praktische Genauigkeit beeinflussen.
| Merkmal | Herstellerangabe |
|---|---|
| Messelemente | zwei farbkorrigierte Silizium-Fotodioden (SBC) |
| Objektmessung | 1° Spot und 5° selektiv |
| Lichtmessung | planer oder sphärischer Diffusor |
| Messbereich Dauerlicht bei ISO 100, Lichtmessung | LW/EV −2,5 bis +18 |
| Messbereich Dauerlicht bei ISO 100, 1° | LW/EV +2 bis +18 |
| Messbereich Dauerlicht bei ISO 100, 5° | LW/EV +1 bis +18 |
| Blitzmessbereich bei ISO 100, Lichtmessung | Blende 1 bis 128 |
| Blitzmessbereich bei ISO 100, 1° | Blende 2,8 bis 128 |
| Blitzmessbereich bei ISO 100, 5° | Blende 1,4 bis 128 |
| ISO-Bereich | ISO 3/6° bis ISO 8000/40° |
| Blendenbereich | f/0,4 bis f/128 |
| Belichtungszeiten | 1/8000 s bis 60 Minuten |
| Blitz-Synchronzeiten | 1 s bis 1/1000 s |
| Korrekturwert | ±9,9 EV in 0,1-EV-Schritten |
| Verlängerungsfaktor | 1,0 bis 955 |
| Wiederholgenauigkeit | ±1 Digit, entsprechend 0,1 EV |
| Beleuchtungsstärke | 0,5 bis 199.900 lx beziehungsweise 0,05 bis 50.000 fc |
| Leuchtdichte | 0,2 bis 30.000 cd/m² beziehungsweise 0,05 bis 9.000 fL |
| Stromversorgung | eine AA-Zelle mit 1,5 V oder ein AA-Akku mit 1,2 V |
| Batterieleistung | laut Hersteller mehr als 5.000 Messungen unter definierten Testbedingungen |
| Abmessungen | ungefähr 164 × 66 × 26 mm |
| Gewicht | ungefähr 185 g ohne Batterie |
| Betriebstemperatur | −10 °C bis +50 °C |
| Schutzart | laut Anleitung IP54 |
IP54 bedeutet nicht wasserdicht. Das Gerät ist gegen Staub in schädigender Menge und gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht für Untertauchen, starken Dauerregen oder Reinigung unter fließendem Wasser ausgelegt.
Vor einer wichtigen Messung sollte der STARLITE 2 systematisch geprüft werden:
Der STARLITE 2 besitzt zwei speicherbare Filmempfindlichkeiten. Das ist beispielsweise hilfreich für:
Wird der ISO-Wert geändert, rechnet das Gerät den zuletzt gespeicherten Messwert auf die neue Empfindlichkeit um. Mit ISO 1 + ISO 2 lässt sich die Tastatur sperren beziehungsweise entsperren.
Vier DIP-Schalter bestimmen grundlegende Funktionen:
| DIP-Schalter | Funktion |
|---|---|
| 1 | Fotografie oder CINE/Photometrie |
| 2 | ganze oder halbe Belichtungszeitstufen |
| 3 | photometrische Einheiten lx/cd/m² oder fc/fL |
| 4 | Zonenmessung ein- oder ausschalten |
Die Schalter sollten nur bei ausgeschaltetem beziehungsweise nicht aktivem Gerät vorsichtig umgestellt werden. Nach einer Änderung ist eine kurze Funktionskontrolle sinnvoll.
Die große Digitalanzeige zeigt je nach Betriebsart Blende, Zeit, Lichtwert, Filmempfindlichkeit, Korrekturwert, Zone, Anzahl der Messungen oder photometrische Werte. Die analoge Skala darunter ordnet Messwerte in halben Stufen ein.
Die Hauptanzeige arbeitet mit einer Auflösung von 0,1 EV. Die Analogskala zeigt dagegen gerundete halbe Stufen. Kleine Unterschiede zwischen beiden Darstellungen sind daher normal.
Bei geringer Umgebungshelligkeit – laut Anleitung ungefähr ab EV 4 abwärts – schaltet sich die Anzeigenbeleuchtung für etwa zehn Sekunden ein. Nach ungefähr zwei Minuten ohne Bedienung schaltet sich das Gerät automatisch ab; Einstellungen und gespeicherte Messwerte bleiben erhalten.
Symbolische Lesehilfe für die Anzeige des STARLITE 2; die konkrete Segmentdarstellung kann je nach Betriebsart abweichen. Maßgeblich ist die Herstelleranleitung.
Die Lichtmessung misst das auf das Motiv einfallende Licht. Helligkeit und Reflexionsgrad des Motivs beeinflussen das Ergebnis kaum. Sie ist besonders zuverlässig, wenn sich das Messgerät am Motiv in demselben Licht wie das fotografierte Objekt befindet.
Der sphärische Diffusor eignet sich für dreidimensionale Motive:
Bei stark gerichtetem Licht kann alternativ zur Hauptlichtquelle oder auf die Winkelhalbierende zwischen Kamera und Hauptlicht gemessen werden. Entscheidend ist, eine Methode bewusst und reproduzierbar anzuwenden.
Der plane Diffusor bewertet das Licht einer Ebene. Typische Anwendungen:
Für Porträts und plastische Motive ist der sphärische Diffusor meist die geeignetere Ausgangseinstellung.
Die Objektmessung erfasst das vom Motiv reflektierte Licht. Der unkorrigierte Messwert gibt die gemessene Fläche als mittleren Ton wieder. Eine helle Fläche wird ohne Korrektur zu dunkel, eine dunkle Fläche zu hell dargestellt.
Die 1°-Messung ist die richtige Wahl, wenn eine kleine Motivstelle gezielt bewertet werden soll:
Beispiele: dunkle Felsstruktur, helle Wolke, beleuchtetes Gesicht auf einer Bühne, Höhlenausgang oder ein kleiner heller Bereich im Schnee.
Die 5°-Messung mittelt eine größere Fläche. Sie ist sinnvoll, wenn:
Eine Graukarte ist ein nützliches Arbeitsmodell, aber 18 % Reflexion sind keine universelle Kalibrierkonstante jedes Belichtungsmessers und jeder Kamera. Für verlässliche Ergebnisse sollte das gesamte System aus STARLITE 2, Kamera beziehungsweise Film, Entwicklung und RAW-Workflow getestet werden. Eine reproduzierbare Abweichung kann anschließend als Korrekturwert gespeichert werden.
Der STARLITE 2 kann für Dauerlicht mit vorgewählter Blende, vorgewählter Zeit oder als Lichtwertmesser eingesetzt werden.
Diese Arbeitsweise eignet sich, wenn die Schärfentiefe entscheidend ist:
Typische Anwendungen: Landschaft, Architektur, Höhle und Stativfotografie.
Diese Arbeitsweise ist sinnvoll, wenn Bewegung eingefroren oder bewusst verwischt werden soll:
Typische Anwendungen: Tiere, Menschen, Wasserbewegung, Sport und Aufnahmen aus der Hand.
Der Lichtwert fasst eine Belichtungssituation als EV zusammen. Bei gleicher ISO stehen mehrere gleichwertige Blenden-Zeit-Kombinationen zur Verfügung. EV ist besonders hilfreich für:
Für die Kontrastmessung wird die Messtaste M gedrückt gehalten und der gewünschte Motivbereich mit dem Messkopf abgetastet. Der erste Wert dient als Referenz; die laufende Abweichung erscheint auf der Analogskala. Nach dem Loslassen lässt sich der erfasste Kontrastumfang beurteilen.
Praxisablauf:
Nach einer ersten Messung mit M können mit AVR bis zu acht weitere Werte aufgenommen werden. Der STARLITE 2 bildet damit einen Mittelwert aus maximal neun Messungen.
Der Mittelwert ist hilfreich, wenn:
Er ersetzt jedoch keine gestalterische Entscheidung. Eine kleine, sehr helle Lichtquelle und eine große Schattenfläche sollten nicht blind gleich gewichtet werden.
Das Zonensystem ordnet Motivhelligkeiten definierten Tonwerten von Zone 0 bis Zone X zu. Der STARLITE 2 unterstützt die Zonenplatzierung direkt in der Anzeige.
Beispielhafter Ablauf einer Zonenplatzierung als technische Lehrgrafik. Die gezeigten Zonen dienen dem Verständnis; Motiv, Kamera, Film, Entwicklung und Scan bestimmen den tatsächlich nutzbaren Tonwertumfang.
Angenommen, eine dunkle Wand soll auf Zone III liegen und der helle Ausgang wird nach der Platzierung auf Zone VIII angezeigt:
| Motivbereich | Zielzone | Bedeutung |
|---|---|---|
| dunkle Wand mit Zeichnung | III | wichtige Schattenstruktur bleibt sichtbar |
| mittlere Felsfläche | V | mittlerer Ton |
| heller Höhlenausgang | VIII | sehr hell, nur begrenzte Zeichnung |
Bei Digitalaufnahmen ist zusätzlich zu prüfen, ob die reale Kamera in Zone VIII noch genügend Highlight Headroom besitzt. Bei Diafilm muss die Lichtergrenze besonders genau getestet werden. Schwarzweiß-Negativfilm besitzt meist mehr Belichtungsspielraum als Diafilm; Belichtung und Entwicklung gehören dennoch zusammen.
Wichtig: Die Zonenanzeige kennt nicht automatisch den nutzbaren Dynamikumfang der konkreten Kamera, des Films, der Entwicklung oder des Scans. Sie ist ein Mess- und Planungswerkzeug, keine Garantie gegen ausgefressene Lichter.
Der STARLITE 2 misst Blitzlicht mit Synchronkabel oder kabellos. Als Messzeit beziehungsweise Messfenster sind Werte von 1 s bis 1/1000 s wählbar.
Die digitale Anzeige zeigt die aus Blitz- und Dauerlichtanteil resultierende Blende. Der Dauerlichtanteil wird zusätzlich auf der Analogskala dargestellt. Damit lässt sich beurteilen, ob der Blitz das Hauptlicht ist oder nur aufhellt.
Das Synchronkabel verbindet den Blitz beziehungsweise Auslöser mit der Buchse des STARLITE 2. Nach Betätigung der Messtaste löst das Messgerät die angeschlossene Blitzanlage aus. Vorher ist zu prüfen, ob Anschluss und Auslösespannung der verwendeten Anlage kompatibel sind.
Reicht ein einzelner Blitz nicht für die gewünschte Blende, kann der STARLITE 2 die erforderliche Zahl identischer Blitze berechnen. Angezeigt werden bis zu neun Blitze. Das ist vor allem bei manuellen Blitzgeräten und statischen Motiven nutzbar.
Mit M und anschließend AVR lassen sich bis zu neun Blitzmessungen mitteln. In dieser Mittelwertfunktion wird der separate Dauerlichtanteil nicht angezeigt.
Der STARLITE 2 erlaubt einen Korrekturwert von −9,9 bis +9,9 EV in Zehntelstufen sowie Verlängerungsfaktoren von 1,0 bis 955.
Typische Gründe für eine Korrektur:
Eine Korrektur wirkt laut Anleitung auf die fotografischen Messfunktionen, nicht jedoch auf die photometrischen Messwerte. Vor jeder wichtigen Aufnahme ist daher zu kontrollieren, ob das Korrektursymbol aktiv ist.
Mit DIP-Schalter 1 lässt sich der STARLITE 2 vom Fotobetrieb auf CINE/Photometrie umstellen.
Für Filmaufnahmen können Bildfrequenz und Sektorenwinkel berücksichtigt werden. Als Standard ist ein Sektorenwinkel von 180° vorgesehen; er kann in 5°-Schritten verändert werden. Neben klassischen Bildfrequenzen wie 24, 25, 30, 50 oder 60 Bildern pro Sekunde stehen zahlreiche weitere Werte zur Verfügung.
Vereinfachte Beziehung bei 180°:
| Bildfrequenz | ungefähr entsprechende Belichtungszeit |
|---|---|
| 24 fps | 1/48 s |
| 25 fps | 1/50 s |
| 30 fps | 1/60 s |
| 50 fps | 1/100 s |
| 60 fps | 1/120 s |
Bei anderen Sektorenwinkeln verändert sich die wirksame Belichtungszeit. Vor einer professionellen Filmproduktion sollte die Einstellung mit Kamera, Verschlusswinkel und gegebenenfalls ND-Filtern getestet werden.
Der STARLITE 2 kann folgende Größen messen:
| Größe | Messkopf | Einheiten |
|---|---|---|
| Beleuchtungsstärke | planer Diffusor | lx oder fc |
| Leuchtdichte | 1°- oder 5°-Objektmessung | cd/m² oder fL |
| zeitintegrierte Beleuchtungsstärke | planer Diffusor | lx·s oder fc·s |
| zeitintegrierte Leuchtdichte | Objektmessung | cd·s/m² oder fL·s |
Die Wahl zwischen metrischen und angloamerikanischen Einheiten erfolgt über DIP-Schalter 3. Für normgerechte professionelle Lichtmessungen sollte der aktuelle Kalibrierstatus des Gebrauchtgeräts nachgewiesen sein.
Die Kombination eignet sich besonders für systematische Schwarzweißarbeit, weil der STARLITE 2 den Motivkontrast sichtbar macht und die Leica R 6.2 die ermittelte Zeit-Blenden-Kombination manuell übernimmt.
Bei reinen Monochromsensoren können überbelichtete Kanäle nicht durch Informationen anderer Farbkanäle ersetzt werden. Die Lichtergrenze verdient deshalb besondere Aufmerksamkeit.
| Fehler | Folge | Abhilfe |
|---|---|---|
| falsche ISO-Einstellung | systematische Über- oder Unterbelichtung | ISO/EI vor jeder Serie vergleichen |
| alter Korrekturwert aktiv | alle Messungen verschoben | Korrektursymbol kontrollieren |
| falsche Diffusorstellung | ungeeignete Messcharakteristik | 1°, 5°, plan oder sphärisch bewusst wählen |
| 1°-Kreis liegt auf einer Lichtkante | Mischwert statt Zielwert | Messfeld vollständig auf eine homogene Fläche legen |
| Mindestabstand unterschritten | Messfeld nicht zuverlässig zugeordnet | ungefähr 1 m Abstand einhalten |
| Sonnenbeobachtung durch den Sucher | Gefahr schwerer Augenschäden | niemals direkt auf die Sonne zielen |
| Messkopf über Anschlag gedreht | mechanischer Schaden | nur innerhalb des vorgesehenen 270°-Bereichs drehen |
| IP54 mit wasserdicht verwechselt | Feuchtigkeitsschaden | bei starkem Regen schützen und trocken lagern |
| Mittelwert ohne Motivgewichtung | gestalterisch falsche Belichtung | wichtige Tonwerte bewusst priorisieren |
| Displaywert mit Sensordynamik verwechselt | ausgefressene Lichter möglich | Kamera-/Filmgrenzen durch Testreihe bestimmen |
Da der STARLITE 2 nicht mehr zum aktuellen Serienprogramm gehört, sollte ein Gebrauchtgerät sorgfältig geprüft werden.
Kaufempfehlung: Ein optisch schönes Gerät ohne nachvollziehbare Messprüfung ist weniger wertvoll als ein gebrauchtes Exemplar mit belegter, reproduzierbarer Genauigkeit.
Der STARLITE 2 passt besonders gut zu Fotografen, die:
Für eine rein automatische Digitalfotografie ohne manuelle Belichtungsplanung ist der Funktionsumfang meist größer als nötig.
GOSSEN führt den STARLITE 2 aktuell unter den älteren Geräten. Üblicherweise ist er deshalb nur noch gebraucht oder als Restbestand erhältlich.
Ja. Der Messkopf bietet eine 1°-Spotmessung und eine 5°-Selektivmessung. Beide Messfelder sind im optischen Sucher markiert.
Ja. Nach Aktivierung über DIP-Schalter 4 kann ein Messwert zunächst Zone V zugeordnet und anschließend mit dem Einstellrad auf die gewünschte Zone verschoben werden. Weitere Messpunkte lassen sich hinzufügen.
Ja. Sie trennt kleine dunkle Felsflächen wesentlich besser vom hellen Ausgang als eine breite Objektmessung. Sehr geringe Helligkeit kann jedoch unterhalb des 1°-Messbereichs liegen; dann sind 5°-Messung, eine nähere Messung oder eine ergänzende Testaufnahme sinnvoll.
Ja. ISO und Belichtung werden manuell übertragen. Für eine sichere Lichterbelichtung muss die tatsächliche Clipping-Grenze der eigenen Kamera durch RAW-Testreihen bestimmt werden.
Nein. Die Herstellerangabe IP54 bedeutet nicht, dass das Gerät untergetaucht oder dauerhaft starkem Regen ausgesetzt werden darf.
Eine AA-Zelle mit 1,5 V oder ein AA-Akku mit 1,2 V.
Nicht zwangsläufig, aber eine Vergleichsmessung ist unverzichtbar. Bei systematischer Abweichung sollte eine fachgerechte Kalibrierung geprüft werden; ein bloßer Korrekturwert ersetzt keine Reparatur bei instabilen Messungen.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 29.07.2026 | SEO-orientierte Geräte- und Praxisseite zum GOSSEN STARLITE 2 erstellt; Messarten, Zonensystem, Dauerlicht, Blitz, CINE, Photometrie, technische Daten, Gebrauchtkauf, Herstellerbilder und PDF-Downloads ergänzt. |
| 1.1 | 29.07.2026 | Detailseite FW-ZUB-GOS-03 zur Langzeitbelichtung mit ND-Filtern und GOSSEN verknüpft. |
| 2.0 | 29.07.2026 | In den Herstellerordner Belichtungsmesser/Gossen verschoben und Dokumenten-ID auf FW-ZUB-GOS-02 umgestellt. |
| 2.1 | 29.07.2026 | Link zur ND-Praxisanleitung nach deren Verschiebung sichtbar auf FW-ZUB-GOS-03 und den neuen Herstellerpfad umgestellt. |
| 2.2 | 29.07.2026 | Kamera-Praxisanleitung FW-ZUB-GOS-04 zur Langzeitbelichtung mit Leica M11 und Q3 verknüpft. |
| 2.3 | 01.08.2026 | Vier bisherige WebP-Abbildungen durch eigenständige technische SVG-Lehrgrafiken zu Funktionsumfang, Messkopf, Anzeige und Zonensystem ersetzt. |
| 2.4 | 01.08.2026 | Grüne Aktualitätsampel mit Prüfdatum, Quellenstatus und nächstem Prüftermin ergänzt. |