TRI-X 400 verbindet einen ausgeprägt analogen Schwarzweißcharakter mit flexiblem Belichtungsspielraum. Eigene technische Lehrgrafik des Fotografen-Wikis; zum Vergrößern in einem neuen Tab öffnen.
Kodak Professional TRI-X 400, Produktcode 400TX, ist ein panchromatischer Schwarzweiß-Negativfilm mit Nennempfindlichkeit ISO 400/27°. Kodak führt ihn aktuell für Kleinbild, als 35-mm-Meterware und im Rollfilmformat 120. Seine Bildwirkung entsteht jedoch nicht nur durch den Film: Belichtung, Entwickler, Bewegung, Temperatur, Vergrößerung oder Scan und Nachbearbeitung bestimmen Korn, Kontrast und Schattenzeichnung wesentlich mit.
Kurzantwort: EI 400 ist der sichere Ausgangspunkt. EI 200 kann die Schattenzeichnung verbessern, EI 800 oder 1600 dienen kürzeren Belichtungszeiten bei wenig Licht. Eine Push-Entwicklung erhöht Dichte und Kontrast, stellt aber nicht die bei der Aufnahme verlorene Schatteninformation wieder her.
| Dokumenteninformation | Festlegung |
|---|---|
| Dokumenten-ID | FW-FILM-01-04 |
| Titel | Kodak TRI-X 400: Belichtung, Push-Entwicklung und Praxis |
| Bereich | Ausrüstung – Filme |
| Dokumentenart | SEO-Filmprofil, Praxis- und Entscheidungshilfe |
| Hersteller | Eastman Kodak Company |
| Verantwortlich | Wiki-Eigentümer |
| Version | 2.0 |
| Stand | 02.08.2026 |
| Dokumentenstatus | Öffentlich – redaktionell geprüft |
| Klassifizierung | Öffentlich |
| Quellenstand | Aktuelle Kodak-Produktseite, Still-Film-Übersicht, Unternehmenschronik und Kodak-Professional-Verarbeitungsübersicht von 2023; geprüft am 02.08.2026 |
| Nächste Prüfung | 02.02.2027 oder bei Format-, Produkt-, Verpackungs- beziehungsweise Verarbeitungsänderung |
| SEO-Titel | Kodak TRI-X 400: Belichtung, Push-Entwicklung und Praxis |
| Meta-Beschreibung | Kodak TRI-X 400 ausführlich erklärt: Filmcharakter, Formate, EI 200 bis 1600, Push-Entwicklung, Leica-R-6.2-Praxis, Filter, Zonensystem und Scan. |
| Wiki.js-Tags | kodak tri-x 400, 400tx, schwarzweissfilm, analogfotografie, push-entwicklung, leica r 6.2 |
| Wiki.js-Pfad | /Fotografen-Wiki/Ausruestung/Filme/FW-FILM-01-04_Kodak_TRI-X_400 |
Kodak führte TRI-X im Jahr 1954 ein. Der heutige TRI-X 400 wird als schneller panchromatischer Schwarzweiß-Negativfilm mit klassischer Kornstruktur, hoher Kantenschärfe, hohem Auflösungsvermögen und weitem Belichtungsspielraum beschrieben. Typische Einsatzfelder sind Reportage, Street Photography, Porträt, Dokumentation, Reise und Aufnahmen bei wenig Licht.
| Merkmal | Aktueller Prüfstand |
|---|---|
| Produkt | Kodak Professional TRI-X 400 Black & White Negative Film |
| Produktcode | 400TX |
| Filmtyp | panchromatischer Schwarzweiß-Negativfilm |
| Nennempfindlichkeit | ISO 400/27° |
| Prozess | klassischer Schwarzweiß-Negativprozess; kein C-41-Film |
| Bildcharakter | sichtbares klassisches Korn, klare Kanten, kräftige lokale Kontraste |
| Belichtungsspielraum | vom Hersteller ausdrücklich hervorgehoben; praktisch vom gesamten Prozess abhängig |
| Push-Einsatz | vom Hersteller als Einsatzmöglichkeit genannt; eigener Prozess muss getestet werden |
| Persönlicher Schwerpunkt | Leica R 6.2, Reportage, Photowalk und Schwarzweißserie |
Kein festes „TRI-X-Aussehen“: Entwickler, Verdünnung, Temperatur, Bewegung, Entwicklungszeit, Negativgröße, Scan und Ausgabe können das Ergebnis stärker verändern, als ein reiner Filmname vermuten lässt.
Kodak listet am Prüfdatum vier Angebotsformen:
| Angebotsform | Kodak-Bezeichnung | Katalognummer | Praxis |
|---|---|---|---|
| Kleinbild 24 Aufnahmen | 135-24 | 7518517 | kurze Tests, Kamera- oder Entwicklervergleich |
| Kleinbild 36 Aufnahmen | 135-36 | 7518509 | Reportage, Reise und Serien |
| Kleinbild-Meterware | 35MM-100FT | 7520869 | Selbstkonfektionierung; saubere, lichtdichte Arbeitsweise erforderlich |
| Rollfilm, Fünferpack | 120-5R | 7518558 | Mittelformat, größere Negative und differenzierteres Kornbild |
Verfügbarkeit vor dem Kauf prüfen: Eine aktuelle Herstellerlistung garantiert weder regionale Lagerbestände noch einen unveränderten Preis. Händlerangaben, Verpackung, Emulsionsstand und Haltbarkeit der konkreten Ware separat kontrollieren.
Die gemeinsame Bezeichnung TRI-X reicht nicht aus, um Film, Prozess und Belichtung festzulegen.
| Produkt | Typ | Nennwert | Typischer Bereich | Darf nicht verwechselt werden mit |
|---|---|---|---|---|
| TRI-X 400, 400TX | Schwarzweiß-Negativfilm | ISO 400 | Kleinbild, Meterware, 120 | Umkehrprozess oder TRI-X 320 |
| TRI-X 320 | Schwarzweiß-Negativfilm | ISO 320 | derzeit gesonderte Kodak-Produktseite, insbesondere Planfilmbezug | TRI-X 400 und dessen EI-/Entwicklungsprotokoll |
| TRI-X Reversal 7266 | Schwarzweiß-Umkehr-Kamerafilm | eigener Motion-Picture-Prozess | Filmproduktion | fotografischer 400TX-Negativprozess |
Produktcode zuerst lesen: Vor Belichtung, Entwicklung oder Laborauftrag immer Produktname, Code, Format und vorgesehenen Prozess auf Verpackung beziehungsweise Film prüfen. Rezeptangaben für 400TX dürfen nicht ungeprüft auf 320TXP oder 7266 übertragen werden.
Der Exposure Index (EI) ist die am Belichtungsmesser verwendete Arbeitsempfindlichkeit. Für den ersten eigenen Referenzprozess wird TRI-X 400 bei EI 400 belichtet.
Bei Schwarzweiß-Negativfilm führt knappe Belichtung häufig zuerst zu schwachen Schatten. Reichlichere Belichtung kann Schatteninformation sichern, erhöht aber die Negativexposition und ersetzt keine kontrollierte Entwicklung der Lichter.
EI und Entwicklung bilden einen gemeinsamen Testprozess. Eigene technische Lehrgrafik des Fotografen-Wikis; zum Vergrößern in einem neuen Tab öffnen.
| EI | Belichtung gegenüber EI 400 | Typischer Zweck | Entwicklungsplanung | Hauptgefahr |
|---|---|---|---|---|
| 200 | +1 EV | mehr Schattenreserve, eigener Normaltest | Normal- oder angepasste Entwicklung vergleichen | dichte Lichter bei zu langer Entwicklung |
| 400 | Referenz | universeller Ausgangspunkt | eigener Standardprozess | unpassender Standard bei extremem Motivkontrast |
| 800 | −1 EV | kürzere Zeit bei wenig Licht | Push +1 als Testbezeichnung | dünne Schatten, stärkerer Kontrast |
| 1600 | −2 EV | Reportage bei sehr wenig Licht | Push +2 nur nach eigenem Vergleich | deutlicher Schattenverlust und gröberer Bildeindruck |
Push ist keine zusätzliche Sensorempfindlichkeit: Weniger Belichtung zeichnet weniger Schatteninformation auf. Längere beziehungsweise aktivere Entwicklung kann mittlere und helle Dichten anheben, aber nicht aufgezeichnete Details nicht rekonstruieren.
Die Auswahlhilfe filtert typische Ausgangspunkte. Sie ist kein Entwicklungsrezept und ersetzt weder die aktuelle Entwickleranleitung noch einen eigenen Filmtest.
4 von 4 EI-Profilen
| Ausgangslage | Belichtung | Prozessprüfung | Entscheidungskriterium | |
|---|---|---|---|---|
| 200 | Testmotiv oder hohe Priorität auf Schatten | +1 EV gegenüber EI 400 | Normal und angepasst vergleichen | Schattenzeichnung ohne zu dichte Lichter |
| 400 | Allgemeine Reportage und Tageslicht | Nennempfindlichkeit | eigenen Standardprozess aufbauen | ausgewogene scan- oder vergrößerbare Negative |
| 800 | Innenraum und wenig Licht | −1 EV gegenüber EI 400 | Push +1 als Testserie | ausreichende Schatten bei brauchbarer Zeit |
| 1600 | Veranstaltung und sehr wenig Licht | −2 EV gegenüber EI 400 | Push +2 nur nach eigenem Test | Motivwirkung trotz Schattenverlust und Kontrast |
| Kein passendes EI-Profil gefunden. Filter ändern oder zurücksetzen. | ||||
Technische Voraussetzung: Suche, Filter und Sortierung benötigen den zentral eingebundenen Baustein für filterbare Tabellen. Ohne JavaScript bleibt die vollständige Tabelle sichtbar und lesbar.
TRI-X 400 passt zur vollständig manuellen Arbeitsweise der Leica R 6.2 und der Leica M6. Beide Kameras zwingen zur bewussten Wahl von Entfernung, Zeit und Blende; die Messmethode und der konkrete Suchertyp unterscheiden sich jedoch.
| Einsatz | Ausgangs-EI | Praxis |
|---|---|---|
| Tageslicht und allgemeine Reportage | 400 | selektiv messen, Motivkontrast beobachten, Normalprozess protokollieren |
| harte Sonne | 400 oder eigener EI-Test | Schatten nicht unnötig knapp belichten; Lichter über Entwicklung und Scan kontrollieren |
| Innenraum | 800 | Verwacklungsgrenze prüfen, Push +1 als geschlossenen Testprozess behandeln |
| Veranstaltung | 800 bis 1600 | Lichtwechsel dokumentieren; Schattenverlust bewusst akzeptieren oder lichtstärkeres Objektiv nutzen |
| Landschaft vom Stativ | 200 bis 400 | Basisprozess, Filter und gegebenenfalls Reziprozität getrennt testen |
Das Zonensystem lässt sich als Mess- und Denkmodell verwenden:
Bei Kleinbild wird üblicherweise die ganze Rolle gemeinsam entwickelt. Einzelne Negative mit stark unterschiedlichem Motivkontrast können daher nicht unabhängig entwickelt werden. Praktisch helfen ähnliche Lichtsituationen pro Rolle, mehrere Gehäuse, klare Rollencodes oder ein robuster Standardprozess.
Zone ist Zielton, nicht Motivname: Eine dunkle Wand muss nicht automatisch Zone III und Haut nicht automatisch Zone VI sein. Die Platzierung folgt der beabsichtigten Bildwirkung und dem getesteten Prozess.
Gelb-, Orange-, Rot- und Grünfilter verändern die Helligkeitsbeziehungen von Motivfarben im Schwarzweißnegativ.
| Filterrichtung | Typische Wirkung | Zu prüfen |
|---|---|---|
| Gelb | leichte Trennung von Himmel und Wolken | konkreter Filterfaktor und TTL-Messung |
| Orange | stärkere Abdunklung von Blau, markantere Wolken | Haut, Schatten und Belichtungsverlängerung |
| Rot | starke grafische Wirkung und dunkler Himmel | sehr hoher Kontrast, Messabweichung und Faktor |
| Grün | hellere Grünwerte, andere Haut- und Vegetationstrennung | Spektrum des Lichts und gewünschte Porträtwirkung |
Der notwendige Verlängerungsfaktor ergibt sich nicht allein aus dem Farbnamen. Filterdichte, Beleuchtungsspektrum, Filmempfindlichkeit und Messweg wirken zusammen. TTL-Messung ist hilfreich, sollte aber mit dem konkreten Kamera-Filter-Film-System getestet werden.
Die offizielle, erreichbare Kodak-Professional-Verarbeitungsübersicht mit Copyrightstand 2023 nennt TRI-X 400 als 400TX und enthält Startzeiten für mehrere Entwickler und Tankverfahren. Schon das Dokument selbst bezeichnet diese Werte als starting-point recommendations. Sie sind deshalb ein kontrollierter Ausgangspunkt, aber keine universelle Rezeptvorgabe für Chemiezustand, Wasserqualität, Tankbewegung oder persönliche Zielnegative.
Vor jedem Prozess festlegen:
Entwicklungszeiten nicht mischen: Ausgangspunkt sind die aktuelle Anleitung des tatsächlich verwendeten Entwicklers und die Kodak-Professional-Tabelle zusammen mit der eindeutigen Filmbezeichnung 400TX. Abweichungen werden als eigener Test dokumentiert. Ein Tabellenwert, Blogrezept oder Laborwert für einen anderen Tank ist nicht automatisch übertragbar.
Bei langen Belichtungen kann der Film weniger wirksam reagieren als bei kurzen Zeiten. Die aktuelle öffentliche Kodak-Produktseite stellt am Prüfdatum keine belastbare vollständige Reziprozitätstabelle für alle Langzeitbereiche bereit. Deshalb wird hier bewusst keine pauschale Korrekturtabelle festgeschrieben.
Kodak empfiehlt für TRI-X 400 eine Lagerung bei 13 °C oder darunter; dies wird empfohlen, ist laut Produktseite aber nicht zwingend vorgeschrieben. Für die Praxis gilt zusätzlich:
Kondensation vermeiden: Kalte Verpackungen erst geschlossen temperieren. Feuchtigkeit auf Film oder Kamera kann Emulsion, Transport und Messergebnis beeinträchtigen.
Für einen belastbaren Vergleich müssen Negative gleichartig verarbeitet werden:
TRI-X-Korn kann Teil der Bildaussage sein. Ein maximal glatter Scan ist nicht automatisch die beste Interpretation. Für Film- oder EI-Vergleiche müssen Scanner, Kamera-Scan, Lichtquelle, Invertierung und Tonwertbearbeitung konstant bleiben.
| Test | EI | Aufnahme | Entwicklung | Auswertung |
|---|---|---|---|---|
| A | 200 | identische Szene, Schatten und helle Struktur | Normal und gegebenenfalls angepasst | Schattenreserve und Lichterdichte |
| B | 400 | Referenzaufnahme | eigener Normalprozess | Standard für Kamera und Messmethode |
| C | 800 | identische Szene oder reale Innenraumsituation | Push +1 als Test | Schatten, Kontrast, Korn und Zeitgewinn |
| D | 1600 | wenig Licht und Bewegung | Push +2 als Test | Nutzbarkeit statt technischer Perfektion |
Alle Negative unter identischen Bedingungen scannen oder vergrößern. Nicht nur den Gesamtkontrast, sondern Schattenstruktur, Hauttöne, Lichter, Korn, Schärfeeindruck und reale Trefferquote vergleichen.
| Film-ID | Charge | Kamera | Objektiv | Filter | EI | Licht/Messung | Zeit/Blende | Entwickler/Prozess | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leica R 6.2 | 400 |
Er ist kein auf maximale Glätte optimierter Film. Sein sichtbares Korn gehört zum klassischen Erscheinungsbild. Negativformat, Belichtung, Entwickler, Scan und Ausgabegröße bestimmen, wie stark es erscheint.
Nein. EI 200 kann für mehr Schattenbelichtung sinnvoll sein, muss aber zusammen mit Entwicklung und Ausgabe getestet werden. EI 400 bleibt der nachvollziehbare Hersteller- und Referenzausgangspunkt.
Nein. Bei EI 1600 erhält TRI-X 400 zwei Blendenstufen weniger Licht als bei EI 400. Die Push-Entwicklung verändert Dichte und Kontrast, nicht die bereits verlorene Schatteninformation.
Nur wenn Film, EI, gewünschte Wirkung und Laborprozess eindeutig abgestimmt sind. „Push +1“ ist eine Prozessanweisung, kein garantierter Bildlook.
Ja, wenn lange Zeiten, Stativ, Lichtführung und Reziprozität beherrscht werden. Pushen ist nicht automatisch die beste Lösung; kontrollierte Basisbelichtung kann für Schatten und Strukturen vorteilhafter sein.
| Thema | Link |
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Quellenstatus: Herstellerangaben beschreiben Produkt und vorgesehenen Einsatz, ersetzen aber keine eigene Prozessprüfung. Auch die Kodak-Professional-Verarbeitungsübersicht bezeichnet ihre Werte als Startempfehlungen. Für konkrete Zeiten, Temperaturen und Bewegungen müssen verwendeter Entwickler, Tank, Bewegung und gewünschtes Ergebnis gemeinsam geprüft werden.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 2.0 | 02.08.2026 | SEO, aktueller Kodak-Produkt- und Formatstand, historische Abgrenzung von TRI-X 320 und 7266, orange Prüfampel, zwei eigene vergrößerbare SVG-Lehrgrafiken, filterbare EI-Entscheidungshilfe, Leica-R-6.2- und M6-Praxis, Entwicklungs- und Reziprozitätswarnungen, FAQ sowie vollständige Bild- und Linkprüfung ergänzt |
| 1.0 | 25.07.2026 | Filmprofil für Kodak TRI-X 400 mit EI-Strategie, Leica-R-6.2-Praxis, Zonensystem, Filter-, Entwicklungs-, Langzeit- und Scanhinweisen erstellt |