¶ FW-WIS-GL-01 – Fotografie-Glossar: Fachbegriffe von A bis Z
Symbolbild für fotografische Fachbegriffe und technisches Grundlagenwissen.
Bildhinweis: Das Titelbild ist eine KI-generierte Illustration, weil derzeit kein geeignetes eigenes Gesamtmotiv verfügbar ist. Es wird später durch eine eigene fotografische Aufnahme ersetzt.
Das Fotografie-Glossar erklärt wichtige Begriffe aus Kameratechnik, Objektiven, Belichtung, Bildgestaltung und digitalem Workflow in möglichst einfacher Sprache. Die kurzen Definitionen dienen als schneller Einstieg. Existiert im Fotografen-Wiki bereits eine ausführliche Fachseite, führt ein interner Link direkt zur Vertiefung.
Wichtiger Hinweis: Manche Hersteller verwenden gleiche Begriffe unterschiedlich oder eigene Produktnamen für vergleichbare Funktionen. Verbindlich für ein konkretes Kameramodell bleibt deshalb immer dessen aktuelle Gebrauchsanleitung.
✓
AktualitätsstatusFachlich geprüft
Inhalt geprüft
Quellenstand
Nächste Prüfung
Prüfumfang
Definitionen, Fachlinks und Bildpfad
Die Kurzdefinitionen und internen Vertiefungslinks wurden beim Erstellen der Seite geprüft.
Abblenden: Verkleinern der Blendenöffnung durch Wahl einer höheren Blendenzahl, beispielsweise von f/2 auf f/5,6. Dadurch steigt meist die Schärfentiefe; zugleich gelangt weniger Licht auf Film oder Sensor.
Abbildungsmaßstab: Verhältnis zwischen der tatsächlichen Größe eines Motivdetails und seiner Abbildung auf dem Sensor oder Film. Ein Maßstab von 1:1 bedeutet, dass ein zehn Millimeter großes Motiv auch zehn Millimeter groß auf dem Aufnahmemedium abgebildet wird.
AE-L beziehungsweise Belichtungsspeicherung: Speichert einen gemessenen Belichtungswert, während der Bildausschnitt verändert wird. Das ist hilfreich, wenn Messfläche und endgültige Bildkomposition nicht übereinstimmen.
APS-C: Sensorformat, das kleiner als das Kleinbild- beziehungsweise Vollformat ist. Der kleinere Bildausschnitt führt gegenüber Vollformat zu einem Crop-Faktor; Brennweite und tatsächliche Lichtstärke des Objektivs ändern sich dadurch nicht. APS-C und Vollformat vergleichen
Auflösung: Beschreibt, wie fein ein System Details unterscheiden kann. Bei Digitalkameras wird häufig die Pixelzahl genannt; die tatsächlich sichtbare Detailzeichnung hängt zusätzlich von Objektiv, Fokus, Bewegung, Signalverarbeitung und Ausgabegröße ab.
Autofokus (AF): Automatische Scharfstellung durch die Kamera. Je nach System kommen Phasenerkennung, Kontrasterkennung oder eine Kombination aus mehreren Verfahren zum Einsatz.
Basis-ISO: ISO-Einstellung, bei der der Sensor typischerweise seinen günstigsten Ausgangspunkt für Dynamikumfang und Signalqualität erreicht. Sie ist nicht zwingend die niedrigste auswählbare ISO-Zahl. Leica Basis-ISO und Dynamikumfang
Bayer-Filter beziehungsweise Farbfiltermosaik: Raster aus Farbfiltern vor den Pixeln vieler Farbsensoren. Aus den getrennt gemessenen Farbanteilen berechnet die Kamera oder RAW-Software ein vollständiges Farbbild. Reine Monochromsensoren verzichten darauf.
Belichtung: Lichtmenge, die während einer Aufnahme auf Film oder Sensor wirkt. Sie wird vor allem durch Blende, Belichtungszeit und Motivhelligkeit bestimmt; ISO beeinflusst bei Digitalkameras primär Signalverstärkung und Verarbeitung. Belichtung ausführlich erklärt
Belichtungskorrektur: Bewusste Abweichung von der automatisch ermittelten Belichtung, meist in EV- oder Blendenstufen. Ein Wert von −1 EV halbiert, +1 EV verdoppelt die vom Belichtungssystem vorgesehene Belichtung.
Belichtungsmessung: Verfahren zur Ermittlung einer passenden Kombination aus Zeit, Blende und ISO. Kameras bieten beispielsweise Mehrfeld-, mittenbetonte und Spotmessung; externe Belichtungsmesser ermöglichen zusätzlich die Lichtmessung. Belichtungsmessung in der Praxis
Belichtungsreihe (Bracketing): Mehrere Aufnahmen desselben Motivs mit unterschiedlichen Belichtungen. Sie dient als Absicherung bei schwierigen Lichtsituationen oder als Ausgangsmaterial für HDR.
Blende: Verstellbare Öffnung im Objektiv. Kleine Blendenzahlen wie f/1,4 stehen für große Öffnungen, hohe Zahlen wie f/11 für kleine Öffnungen. Blende, Belichtungszeit und ISO
Blaue Stunde: Zeitraum vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, in dem das indirekte Himmelslicht häufig kühl und gleichmäßig wirkt. Dauer und Intensität hängen von Ort, Jahreszeit und Wetter ab. Goldene und Blaue Stunde planen
Bokeh: Erscheinungsbild unscharfer Bildbereiche. Es wird nicht nur von der Anzahl der Blendenlamellen, sondern auch von optischer Konstruktion, Motivabstand, Hintergrund und Aufnahmeentfernung geprägt.
Brennweite: Optische Kenngröße eines Objektivs in Millimetern. Zusammen mit dem Sensorformat bestimmt sie den erfassten Bildwinkel; die Perspektive ergibt sich dagegen aus dem Kamerastandpunkt.
C2PA: Offener technischer Standard zur Dokumentation der Herkunft und Bearbeitung digitaler Inhalte. Er kann nachvollziehbare Signaturen und Bearbeitungsschritte bereitstellen, beweist aber nicht automatisch, dass der dargestellte Inhalt wahr ist.
Content Credentials: Sichtbare Bezeichnung für Herkunftsinformationen, die auf C2PA-Technik beruhen können. Unterstützte Leica-Kameras können solche Nachweise bereits bei der Aufnahme erzeugen. Leica Content Credentials
Crop-Faktor: Verhältnis der Diagonale des Kleinbildformats zur Diagonale eines kleineren oder größeren Sensors. Er hilft, Bildwinkel verschiedener Formate zu vergleichen, verändert aber nicht die auf dem Objektiv eingravierte Brennweite.
DNG (Digital Negative): Von Adobe veröffentlichtes RAW-Dateiformat, das unter anderem von Leica verwendet wird. Eine DNG-Datei kann Sensordaten, Vorschaubilder, Metadaten und Korrekturanweisungen enthalten. RAW, JPEG, DNG und TIFF
DNG-Opcode: Standardisierte Rechenanweisung innerhalb einer DNG-Datei, mit der RAW-Programme beispielsweise objektivabhängige Verzeichnung oder Farbabweichungen korrigieren können. DNG-Opcodes und Objektivkorrekturen
Dynamikumfang: Bereich zwischen den dunkelsten noch differenzierbaren Schatten und den hellsten noch nicht ausgefressenen Lichtern. Ein großer Dynamikumfang erleichtert die Bearbeitung kontrastreicher Motive.
Elektronischer Sucher (EVF): Kleines Display im Sucher, das das Sensorsignal zeigt. Es kann Belichtungsvorschau, Histogramm, Fokuslupe oder Fokus-Peaking einblenden. Elektronische Leica-Sucher
ETTR (Expose to the Right): Belichtungsstrategie, bei der das Histogramm möglichst weit nach rechts gelegt wird, ohne wichtige Lichter zu überbelichten. Sie muss motiv-, kamera- und ISO-abhängig angewendet werden und ist keine pauschale Empfehlung zum Überbelichten.
EV (Exposure Value): Lichtwert beziehungsweise Belichtungswert. Eine Änderung um +1 EV entspricht einer Verdopplung, −1 EV einer Halbierung der Belichtung oder gemessenen Lichtmenge – abhängig vom jeweiligen Zusammenhang.
Farbraum: Definierter Bereich darstellbarer Farben, beispielsweise sRGB, Adobe RGB oder ProPhoto RGB. Ein größerer Farbraum ist nicht automatisch sichtbar besser; entscheidend ist ein durchgängiges Farbmanagement.
Farbtemperatur: Beschreibung der Lichtfarbe in Kelvin. Niedrigere Werte wirken häufig wärmer, höhere Werte kühler; der Weißabgleich legt fest, wie die Kamera diese Lichtfarbe interpretiert. Weißabgleich und Farbe
Festbrennweite: Objektiv mit nicht veränderbarer Brennweite. Festbrennweiten können kompakt oder lichtstark sein und fördern eine bewusste Wahl von Standpunkt und Bildausschnitt. Festbrennweiten im Überblick
Fokus-Peaking: Elektronische Markierung kontrastreicher Kanten, die beim manuellen Fokussieren hilft. Die Markierung ist eine Näherung und ersetzt bei kritischer Schärfe nicht immer die vergrößerte Kontrolle.
Fokus-Stacking: Kombination mehrerer Aufnahmen mit schrittweise verlagertem Fokus. Das Verfahren erweitert die nutzbare Schärfentiefe, benötigt aber ein ruhiges Motiv und eine geeignete Zusammenführung.
Freistellung: Gestalterische Trennung des Hauptmotivs vom Hintergrund, häufig durch geringe Schärfentiefe. Auch Licht, Farbe, Kontrast und Bildaufbau können ein Motiv freistellen.
Goldene Stunde: Phase mit niedrigem Sonnenstand und oft warmem, gerichtetem Licht kurz nach Sonnenaufgang beziehungsweise vor Sonnenuntergang. Bewölkung, Gelände und Jahreszeit beeinflussen die tatsächliche Wirkung. Goldene und Blaue Stunde
Graukarte: Neutrale Referenzfläche für Belichtungs- oder Weißabgleichsmessungen. Eine Graukarte muss passend zum vorgesehenen Zweck verwendet und aus derselben Lichtrichtung wie das Motiv beleuchtet werden.
HDR (High Dynamic Range): Aufnahme- und Verarbeitungstechnik für Motive mit sehr großem Helligkeitsumfang. Moderne Sensoren benötigen nicht in jeder kontrastreichen Situation eine Belichtungsreihe; HDR bleibt aber bei extremen Kontrasten und statischen Motiven nützlich. HDR-Fotografie heute
Helle Bereiche beziehungsweise Highlight-gewichtete Messung: Belichtungsmethode, die besonders helle Motivpartien berücksichtigt, um Zeichnung in wichtigen Lichtern zu erhalten. Sie kann zu dunkleren Ausgangsdateien führen, die anschließend gezielt entwickelt werden. Leica iDR und Helle Bereiche
Histogramm: Grafische Verteilung der Tonwerte eines Bildes von dunkel links bis hell rechts. Es zeigt Helligkeitsverteilung und mögliches Clipping, bewertet aber nicht automatisch, ob eine Aufnahme gestalterisch richtig belichtet ist.
Hyperfokale Distanz: Fokussierentfernung, bei der die Schärfentiefe für einen festgelegten Zerstreuungskreis ungefähr von der halben Einstellentfernung bis unendlich reicht. Das Ergebnis ist eine praxisbezogene Akzeptanzschärfe, keine überall identische Maximalschärfe. Hyperfokale Distanz
IBIS (In-Body Image Stabilization): Bildstabilisierung durch Bewegung des Kamerasensors. Sie kann Verwacklung der Kamera reduzieren, friert aber keine Bewegung im Motiv ein.
iDR (Intelligent Dynamic Range): Leica-Funktion zur automatischen Aufhellung dunkler Bildbereiche bei JPEG-Aufnahmen. Sie ist von der RAW-Belichtung und einer späteren manuellen DNG-Entwicklung zu unterscheiden. iDR richtig verwenden
ISO: Einstellung der Signalempfindlichkeit beziehungsweise Bildhelligkeitsverarbeitung. Bei Digitalaufnahmen erhöht eine höhere ISO-Zahl nicht die tatsächlich auf den Sensor fallende Lichtmenge; diese wird durch Blende, Zeit und Motivlicht bestimmt. Blende, Zeit und ISO
ISO-Invarianz: Eigenschaft, bei der eine RAW-Datei innerhalb eines bestimmten Bereichs ähnlich aussehen kann, unabhängig davon, ob das Signal bereits in der Kamera oder später in der RAW-Software aufgehellt wurde. In der Praxis bleiben Grenzen durch Ausleserauschen, Spitzlichtreserve und Kameraverarbeitung. ISO-Invarianz und Low-Light
JPEG: Fertig entwickeltes, meist verlustbehaftet komprimiertes Bildformat. JPEG-Dateien sind klein und sofort nutzbar, bieten gegenüber RAW aber weniger Spielraum für starke Korrekturen. RAW, JPEG, DNG und TIFF vergleichen
Kelvin (K): Einheit, die in der Fotografie zur Beschreibung der Farbtemperatur verwendet wird. Ein manuell gewählter Kelvin-Wert ist eine Weißabgleichsvorgabe und keine Messung der gesamten Farbwiedergabe.
Kleinbildformat: Aufnahmeformat von ungefähr 24 × 36 Millimetern. Bei Digitalkameras wird ein Sensor dieser Größe üblicherweise als Vollformat bezeichnet.
Kontrast: Unterschied zwischen hellen und dunklen oder farblich unterschiedlichen Bildbereichen. Kontrast kann global, lokal, motivbedingt, lichtbedingt oder durch Bearbeitung entstehen.
L-Mount: Objektivanschluss für spiegellose Kameras verschiedener Hersteller innerhalb der L-Mount-Allianz. Gleicher Anschluss bedeutet grundsätzlich mechanische Kompatibilität, aber nicht zwingend identische Funktionsunterstützung in jeder Kamera-Objektiv-Kombination. L-Mount-Allianz
Langzeitbelichtung: Aufnahme mit einer Verschlusszeit, bei der Bewegung sichtbar verwischt oder ein Stativ erforderlich wird. Der Begriff besitzt keine feste Zeitgrenze und hängt von Brennweite, Motivbewegung und Bildabsicht ab. Langzeitbelichtung
Lichtmessung: Messung des auf das Motiv fallenden Lichts mit einem geeigneten Belichtungsmesser. Sie ist weitgehend unabhängig von Motivfarbe und Reflexionsgrad. GOSSEN-Belichtungsmesser
Live View: Anzeige des aktuellen Sensorsignals auf Kameradisplay oder elektronischem Sucher. Sie ermöglicht unter anderem Belichtungsvorschau, Vergrößerung und präzise manuelle Fokuskontrolle.
M-Bajonett: Objektivanschluss des Leica-M-Systems. Fremdobjektive können mechanisch passen, unterscheiden sich aber unter anderem bei Messsucherkopplung, Codierung, optischer Abstimmung und Nahgrenze. M-Bajonett-Objektive anderer Hersteller
Messsucher: Fokussiersystem, bei dem zwei Sucherbilder im Messfeld zur Deckung gebracht werden. Der Fotograf blickt dabei nicht durch das Aufnahmeobjektiv; Bildfeld und Aufnahmeausschnitt werden über Leuchtrahmen angenähert. Leica M im Überblick
Metadaten: Zusatzinformationen einer Bilddatei, beispielsweise Aufnahmezeit, Kamera, Objektiv, Belichtungswerte, Copyright oder GPS-Daten. Vor einer Veröffentlichung sollten insbesondere Standort- und personenbezogene Angaben geprüft werden.
Monochromkamera: Kamera, deren Sensor oder Aufnahmemedium nur Helligkeitsinformationen erfasst beziehungsweise ausgibt. Bei einer reinen digitalen Monochromkamera können Farbinformationen nicht nachträglich aus der RAW-Datei zurückgewonnen werden. Reine Schwarzweißkameras
Naheinstellgrenze: Kürzeste Entfernung, auf die ein Objektiv fokussieren kann. Je nach Hersteller wird sie von der Sensorebene und nicht von der Frontlinse aus gemessen.
ND-Filter beziehungsweise Neutraldichtefilter: Graufilter, der die einfallende Lichtmenge reduziert, ohne die Farbwiedergabe idealerweise wesentlich zu verändern. Er ermöglicht längere Belichtungszeiten oder größere Blendenöffnungen bei hellem Licht. ND-Filter und Langzeitbelichtung
Nodalpunktadapter: Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Einstellvorrichtung, mit der eine Kamera für Panoramaaufnahmen um einen geeigneten Drehpunkt ausgerichtet wird. Präziser ist die Ausrichtung um die Eintrittspupille des Objektivs, um Parallaxenfehler zu reduzieren.
Objektmessung: Belichtungsmessung des vom Motiv reflektierten Lichts. Das Messergebnis wird durch Helligkeit und Reflexionsverhalten der anvisierten Fläche beeinflusst. Objekt- und Lichtmessung vergleichen
OIS (Optical Image Stabilization): Stabilisierung durch bewegliche optische Elemente im Objektiv. Wie IBIS reduziert OIS Kameraverwacklung, aber keine Bewegung des Motivs.
Optischer Sucher: Sucher, der das Motiv über einen direkten optischen Weg oder ein Spiegel-Prisma-System zeigt. Er besitzt keine sensorbasierte Belichtungsvorschau und benötigt für elektronische Einblendungen zusätzliche Komponenten.
Panoramafreiheit: Rechtliche Regelung, nach der dauerhaft im öffentlichen Raum befindliche Werke unter bestimmten Voraussetzungen bildlich wiedergegeben werden dürfen. Geltungsbereich und Voraussetzungen unterscheiden sich zwischen Staaten; Innenräume, Drohnenstandpunkte oder nicht öffentlich zugängliche Positionen sind gesondert zu prüfen. Fotorecht und Panoramafreiheit
Perspektive: Räumliche Wirkung, die vor allem vom Standpunkt und Abstand der Kamera zum Motiv bestimmt wird. Die Brennweite verändert bei gleichem Standpunkt den Bildausschnitt, nicht die geometrische Perspektive. Perspektive in der Fotografie
Pixel: Kleinstes diskretes Bildelement einer digitalen Bilddatei. Ein Sensorpixel beziehungsweise Sensel ist eine physische lichtempfindliche Struktur; Bildpixel entstehen erst durch Auslesen und Verarbeitung.
RAW: Sammelbegriff für Dateien mit weitgehend unbearbeiteten Sensordaten und umfangreichen Metadaten. RAW ist kein einzelnes Dateiformat; Beispiele sind DNG, RAF, NEF oder ARW. RAW, JPEG, DNG und TIFF
Rauschen: Zufällige Helligkeits- oder Farbschwankungen im Bildsignal. Sichtbarkeit und Charakter hängen unter anderem von Belichtung, Sensortechnik, Temperatur, ISO-Verarbeitung, Aufhellung und Ausgabegröße ab. Schärfen und Entrauschen
Schärfentiefe: Entfernungsbereich vor und hinter der eingestellten Entfernung, der im fertigen Bild hinreichend scharf erscheint. Sie hängt von Blende, Brennweite, Aufnahmeabstand, Ausgabegröße und dem akzeptierten Zerstreuungskreis ab. Schärfe und Schärfentiefe
Spotmessung: Belichtungsmessung eines kleinen Bild- oder Motivbereichs. Der gemessene Tonwert wird ohne Korrektur in Richtung eines mittleren Wiedergabewerts interpretiert; für eine gezielte Platzierung ist fotografische Bewertung erforderlich.
Stativ: Mechanische Kamerastütze für lange Belichtungen, präzise Bildgestaltung, Panorama, Makro oder reproduzierbare Vergleiche. Stabilität hängt vom gesamten System aus Beinen, Mittelsäule, Kopf, Wechselplatte, Untergrund und Bedienung ab. Stative und Stativköpfe
Sucher: Einrichtung zur Bildbeurteilung und Ausschnittswahl. Häufige Formen sind optischer Spiegelreflexsucher, Messsucher, elektronischer Sucher und separater Aufstecksucher.
TIFF: Flexibles Rasterbildformat, das hohe Bittiefen, verschiedene Farbräume und verlustfreie Speicherung unterstützen kann. TIFF-Dateien sind meist deutlich größer als JPEG und werden häufig als Austausch- oder Arbeitsdateien genutzt.
Tiefpassfilter: Optischer Filter vor dem Sensor, der sehr feine Strukturen leicht glätten kann, um Moiré und Falschfarben zu verringern. Kameras ohne Tiefpassfilter können besonders detailreich wirken, reagieren aber empfindlicher auf problematische Muster.
Unterbelichtung: Aufnahme mit weniger Licht als für die beabsichtigte Tonwertwiedergabe erforderlich. Bewusstes Unterbelichten kann Lichter schützen; unnötig starke Unterbelichtung erhöht beim späteren Aufhellen häufig sichtbares Rauschen.
Verschlusszeit beziehungsweise Belichtungszeit: Zeitraum, in dem Film oder Sensor belichtet wird. Kurze Zeiten reduzieren Bewegungsunschärfe, lange Zeiten können Bewegung gestalterisch sichtbar machen. Blende, Belichtungszeit und ISO
Vignettierung: Helligkeitsabfall zu den Bildecken. Er kann optisch oder mechanisch entstehen, von Blende und Fokusentfernung abhängen und teilweise per Objektivprofil korrigiert werden.
Vollformat: Übliche Bezeichnung für einen Digitalsensor ungefähr in Größe des Kleinbildformats 24 × 36 Millimeter. Das Format ist weder grundsätzlich professioneller noch automatisch besser als APS-C oder Mittelformat; entscheidend sind Anwendung und Gesamtsystem.
Weißabgleich: Anpassung der Farbwiedergabe an die Lichtfarbe. Bei RAW-Dateien lässt sich der Weißabgleich meist weitreichend nachträglich ändern; bei JPEG ist die kamerainterne Festlegung stärker in das Bild eingerechnet. Weißabgleich und Farbe
Wetterabdichtung: Konstruktive Maßnahmen gegen Staub und Feuchtigkeit. Begriffe wie wettergeschützt oder abgedichtet sind nicht automatisch mit einer garantierten Wasserdichtigkeit gleichzusetzen; Herstellergrenzen müssen beachtet werden.
Zerstreuungskreis: Rechengröße für die Beurteilung, wann ein unscharfer Bildpunkt noch als hinreichend scharf akzeptiert wird. Der sinnvolle Wert hängt von Sensorformat, Auflösung, Betrachtungsabstand, Ausgabegröße und Qualitätsanspruch ab.
Zonensystem: Verfahren zur bewussten Zuordnung von Motivhelligkeiten zu definierten Tonwertzonen. Es verbindet Messung, Belichtung, Kontraststeuerung und gewünschte Bildwirkung und stammt ursprünglich aus der analogen Schwarzweißfotografie.
Zonenfokus: Vorab eingestellter Entfernungsbereich, innerhalb dessen Motive ausreichend scharf erscheinen sollen. Besonders bei Street- und Reportagefotografie ermöglicht das schnelle Aufnahmen ohne erneutes Fokussieren. Leica-Zonenfokus
Zoomobjektiv: Objektiv mit veränderbarer Brennweite. Es erlaubt unterschiedliche Bildwinkel ohne Objektivwechsel, kann aber je nach Konstruktion größer, schwerer oder weniger lichtstark als eine Festbrennweite sein. Zoomobjektive
Nein. Die auf den Sensor fallende Lichtmenge wird durch Motivlicht, Blende und Belichtungszeit bestimmt. Eine höhere ISO-Einstellung verändert bei Digitalkameras vor allem Signalverstärkung und Verarbeitung und kann dadurch ein helleres Ergebnis ermöglichen.
Nein. Vollformat kann je nach Anwendung Vorteile bei Rauschverhalten, Freistellung oder Objektivauswahl bieten. APS-C kann kompakter, leichter und bei langen Brennweiten wirtschaftlicher sein. Entscheidend ist das passende Gesamtsystem.
¶ Ist ein Monochromfoto nur ein entsättigtes Farbfoto?
Nicht zwingend. Eine reine Monochromkamera zeichnet keine vollständigen Farbinformationen auf. Ein Schwarzweißbild aus einer Farbkamera entsteht dagegen durch Umwandlung vorhandener Farbkanäle.
¶ Ist die hyperfokale Distanz ein exakt scharfer Punkt?
Die eingestellte Entfernung ist exakt fokussiert. Der daraus berechnete Bereich bis unendlich beschreibt jedoch Akzeptanzschärfe auf Grundlage eines gewählten Zerstreuungskreises und keine überall gleich hohe Maximalschärfe.
RAW ist ein Oberbegriff für weitgehend unbearbeitete Sensordaten. DNG ist ein konkretes RAW-Dateiformat, das von verschiedenen Kameras und Programmen verwendet wird.
Neue Fachbegriffe werden ergänzt, sobald sie in einer Wiki-Seite erstmals verwendet werden und für Leser erklärungsbedürftig sind. Ausführliche technische Inhalte bleiben auf den jeweiligen Fachseiten; das Glossar enthält bewusst nur kurze Definitionen und eindeutige Weiterleitungen.
Wiederverwendbare Aktualitätsanzeige mit Prüfdatum, Quellenstand, nächstem Prüftermin und Prüfumfang eingesetzt
1.0
31.07.2026
SEO-orientiertes Fotografie-Glossar mit alphabetischem Direkteinstieg, mehr als 60 Kurzdefinitionen, internen Vertiefungslinks, FAQ und gekennzeichnetem Titelbild erstellt